Digital Manufacturing zwischen Versuch und Irrtum

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Die meisten Unternehmen sehen sich vor ihren Industrie 4.0-Wettbewerbern in Sachen künstliche Intelligenz und Robotik. Doch eine Studie der Unternehmensberatung McKinsey zeigt: zwischen dem Ausprobieren von Strategien für die digitale Fertigung und ihrer erfolgreichen Umsetzung tut sich eine tiefe Kluft auf. 

Die meisten Unternehmen sehen sich vor ihren Industrie 4.0-Wettbewerbern in Sachen künstliche Intelligenz und Robotik. Doch eine Studie der Unternehmensberatung McKinsey zeigt: zwischen dem Ausprobieren von Strategien für die digitale Fertigung und ihrer erfolgreichen Umsetzung tut sich eine tiefe Kluft auf. 

92 Prozent der in der 2018 Manufacturing Global Expert Survey Befragten sehen sich gleichauf oder ganz vorn in Sachen Industrie 4.0-Fertigungsstrategien. Die Studie umfasst 700 Unternehmen in sieben Ländern, jedes mit mindestens 50 Mitarbeitern und einem Umsatz von 10 Millionen US-Dollar. Für zwei Drittel der Unternehmen rangiert die Digitalisierung der Wertschöpfungskette ganz oben. Die Industrie 4.0-Bestrebungen gliedern sich in drei Teilbereiche:

  • Konnektivität: Hier geht es darum, die richtigen Informationen den richtigen Mitarbeitern zukommen zu lassen, zum Beispiel mit Augmented-Reality-Lösungen. Das hilft, interaktive Arbeitsanleitungen und Standardprozeduren zu vermitteln.
  • Intelligenz: Analytik und künstliche Intelligenz unterstützen die Entscheidungsfindung. Beispiele: vorausschauende Wartung; digitales Qualitätsmanagement und KI-gestützte Bedarfsabschätzung. 
  • flexible Automation: neuartige Robotertechnologien sind produktiver und sicherer.  „Cobots” und fahrerlose Transportkonzepte verändern das Gesicht der Werkshallen.

„Trotz Fokussierung und Enthusiasmus erleben die Unternehmen ein Fegefeuer der Pilotprojekte: Sie haben wichtige Tätigkeiten auf der Agenda. Aber sie sehen unter dem Strich keine aussagekräftigen Ergebnisse,“ so McKinsey-Partner Richard Kelly. 

Industrie 4.0 ganz oben auf der Agenda

China, Indien und die Vereinigten Staaten sehen sich als Anführer des Wettbewerbs um die digitale Fertigung. Die japanischen Teilnehmer zeigen sich gegenüber dem Vorjahr angesichts des Potenzials der digitalen Fertigung deutlich ernüchtert. Die Begeisterung für diese Themen nahm dort weit stärker ab als in den anderen genannten Ländern. Andererseits können Japan, China und die USA auf zunehmenden Erfolg bei der Implementierung von Industrie 4.0-Lösungen verweisen, während Deutschland in dieser Hinsicht stagniert. 

Die digitale Fertigung stand ganz oben auf der strategischen Agenda von 68 Prozent der Unternehmen. Die indischen Teilnehmer führten vor jenen aus China und Brasilien das Feld an, was das Aufsetzen einer Industrie 4.0-Agenda betrifft. Die Unternehmen testen durchschnittlich acht unterschiedliche Industrie 4.0-Anwendungsszenarien. Dabei führt wiederum Indien mit mehr als zehn entsprechenden Projekten. Die USA kommen auf den vierten Platz mit 8,5 Projekten.

Nur 30 Prozent der Pilotprojekte wurden letztlich unternehmensweit umgesetzt. Am besten schnitten hier die Branchen industrielle Automation, Software und Halbleiterfertigung ab. Medizintechnik, Automobilteile, Papier- und Verpackungsindustrie folgten. Der Optimismus des Jahres 2017 mit Blick auf die digitale Fertigung, ein Allzeithoch, bekam in Deutschland, den USA und China einen Dämpfer. 

Noch vertrauen die Unternehmen dem Potenzial der verschiedenen Industrie 4.0-Technologien, aber das Scheitern in der Pilotphase sei demoralisierend, so Kelly. Viele sehen ihre individuellen Chancen davon zu profitieren, in einem schlechteren Licht. Andererseits sehe man große Erfolge in zahlreichen Pilotprojekten und die allgemeine Haltung gegenüber der digitalen Fertigung sei ziemlich positiv. 

Im zweiten Teil widmet sich die Studie den Erfolgsfaktoren. Sie umfassen die Transformationskategorien Prozess, Infrastruktur und Organisation. 

Die Studie findet sich hier.

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