Digitale Fertigung mit IoT: Mehr im Gespräch als im Einsatz?

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Digitale Fertigung mit IoT: Mehr im Gespräch als im Einsatz?

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Wie das Internet of Things (IoT) generell sowie speziell in der Fertigung eingesetzt wird, hat jetzt eine Befragung von über 500 Unternehmen ermittelt. Durchgeführt wurde sie von Handelsblatt Research Institute, YouGov und Comarch.
IoT in der Lagerlogistik

Quelle: Zapp2Photo/Shutterstock.com

  • Das Internet of Things (IoT) bezeichnet eine digitale Infrastruktur für die Vernetzung und Kommunikation von Objekten.
  • Von Smart Home über autonomes Fahrzeuge bis hin zum Smart Manufacturing bietet sie viele Einsatzmöglichkeiten.
  • Wie und in welchem Umfang IoT in der Fertigung genutzt wird, hat eine Befragung von über 500 Unternehmen ermittelt.

Das Internet of Things (IoT) ist zwar oft im Gespräch, jedoch noch nicht flächendeckend im Einsatz. Mehr als die Hälfte aller Unternehmen nutzen aktuell keine IoT-Lösung. Wie das IoT generell sowie speziell in der Fertigung eingesetzt wird, hat jetzt eine Befragung von über 500 Unternehmen ermittelt. Durchgeführt wurde sie von Handelsblatt Research Institute, YouGov und Comarch.

Der Begriff Internet der Dinge bezeichnet die zunehmende Vernetzung zwischen physischen und virtuellen Gegenständen sowohl untereinander als auch nach außen hin mit dem Internet. Die Gegenstände können so selbstständig über das Internet kommunizieren und so verschiedene Aufgaben für den Besitzer erledigen. Die technologische Entwicklung ist in den letzten zehn Jahren immer weiter vorangeschritten, so dass es heute eine große Bandbreite an Einsatzmöglichkeiten gibt: Von Smart Home, Car und City bis hin zu Smart Manufacturing.

Wo kommt IoT zum Einsatz?

Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen (55 Prozent) nutzt keine IoT-Lösung. Bei den Unternehmen, die solche Lösungen nutzen, kommen sie am häufigsten im Bereich der Zeiterfassung zum Einsatz. Dies ist bei 18 Prozent der befragten Unternehmen der Fall. IoT-Technologie findet häufiger bei größeren Unternehmen Anwendung.

IoT-Lösungen in der Fertigung

Eine Branchenbetrachtung zeigt, dass IoT-Lösungen vorrangig im Industriebereich (Produktion: Auto, Maschinen, Technologie, Sonstiges) zum Einsatz kommen, dort am ehesten in der Produktion. 28 Prozent der Befragten aus der Branche nennen dieses Einsatzfeld. 15 Prozent nennen die Zeiterfassung über IoT. An dritter Stelle folgt die Lagerlogistik: Die Lagerverwaltung wurde bei 14 Prozent der Unternehmen mittels Internet of Things digitalisiert.

Mit IoT die Produktionslinie verschlanken

Ein Einsatzbeispiel in der Produktion ist die Automatisierung der Nachbefüllung nicht bestandsgeführter Materialien an der Produktionslinie. In einer Fließbandfertigung können diverse Rohstoffe aus bestimmten Gründen wie Platzverbrauch nicht vor Ort bereitgestellt werden. Über einen Sender mit Bluetooth-Technologie (zum Beispiel Beacon) und eine Anbindung ans Internet of Things lässt sich der Bestellprozess direkt an der Produktionslinie umsetzen. Dabei wird auch personalisiert erfasst, welcher Produktionsarbeiter die Anforderung getätigt hat. Nachdem der Auftrag im ERP-System synchronisiert, kann der Einkäufer auch noch eine individuelle Prüfung durchführen, wo er das angeforderte Material bestellen könnte. So wird die kontinuierliche Nachschubsteuerung mit dem Modell von E-Kanban sowohl automatisiert als auch personalisiert umgesetzt.

Lagerlogistik automatisieren

In der Logistik werden mit IoT Bauteile, Ladungsträger und Betriebsmittel rund um die Uhr verfolgt, um eine lückenlose Kontrolle und schnellen Zugriff zu ermöglichen. Dafür wird der Produktionsbereich in Zonen eingeteilt und mit kleinen Bluetooth-Empfangsantennen nachgerüstet. Auf der Suche nach einem bestimmten Material genügt der Blick auf eine mit App, welche Zugriff aufs IoT-Netzwerk ermöglicht. So können ab dem Zeitpunkt der Bestellung alle Teile eines konfigurierten Produkts vom Zulieferer bis zum finalen Einbau nachverfolgt werden. Umgesetzt wurde dieses Asset-Tracking-Projekt von Comarch an den Centern Connected Industry und Enterprise Resource Planning auf dem RWTH Aachen Campus. Das Projekt läuft erfolgreich im Echtbetrieb, Einsatzgebiet ist unter anderem die Prototypenfertigung des bekannten Elektroautomobils e.GO life in der Demofabrik Aachen.

Trend Analyse – alle Zahlen und Grafiken

Die Trend Analyse „Wie weit sind deutsche Unternehmen mit der Umsetzung neuer EU-Regeln, die 2020 in Kraft treten? Internet of Things, ESEF & E-Invoicing“ steht nun zum Download bereit: https://www.comarch.de/service-und-support/whitepaper-und-webcasts/trend-report-iot-esef-einvoicing/

Bild oben: Zapp2Photo/Shutterstock.com

Erfahren Sie hier mehr über Lösungen, welche die Kommunikation im Internet der Dinge einfacher machen.

Lesen Sie auch: „Frasers Tower: Ein Entwurf für die Zukunft intelligenter Gebäude“

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