Digitales Baumanagement

Durchgängige Projektprozesse nach dem Vorbild der digitalen Fabrik in der Automobilindustrie: Dieses gemeinsame Ziel haben sich Projektentwickler und -koordinatoren im Aufgabenfeld der Vertretung von Bauherren und ausführende Bauunternehmen gesetzt. Das Bundesforschungsministerium für Bildung und Forschung fördert mit MEFISTO ein Projekt, das der Bauindustrie diesen Schritt zum digitalen Planen und Bauen ermöglichen soll.

Federführend auf Forschungsseite ist die Technische Universität Dresden. Ed. Züblin AG aus Stuttgart und Max Bögl Bauservice GmbH & Co. KG aus Neumarkt repräsentieren die bauausführende Partei. Die im Projekt eingesetzten Softwaresysteme stammen von RIB-Gruppe mit Hauptsitz in Stuttgart – für Prozesse in der Bauausführung – sowie der gibGREINER GmbH, München, mit Fokus auf den Bauherrenvertreter. Die CAD-Anbieter SimPlan AG und solidpro GmbH aus dem Umfeld der Automobil- und Maschinenbauindustrie komplettieren den Softwarebereich.

Als weitere MEFISTO-Projektpartner treten das Beratungsunternehmen AEC3 Deutschland GmbH sowie die Bauhaus Universität Weimar auf. Verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit für das Forschungsprojekt ist die KompetenzZentrum Bau Neumarkt GmbH. Durch die enge Zusammenarbeit der RIB -Gruppe mit führenden Bauunternehmen Europas im Rahmen des Forschungsprojektes ist das Unternehmen mit den aktuellen Bedürfnissen der Branche in Prozess- und Kostenmanagement vertraut. In die Softwareentwicklung im Hause RIB fließen daher konkrete Praxisanforderungen mit ein.

Bei MEFISTO werden Projektprozesse umfassender Bauprojekte live innerhalb eines digitalen Modells zusammengeführt. Jede Partei, ob Bauausführer oder Projektentwickler, soll dabei kontinuierlich auf die für sie relevanten Informationen zugreifen können. "Für den Bauausführer ist ein sehr detailliertes Controlling aller beteiligten Subunternehmer verschiedener Gewerke unabdingbar", erklärt H.-Dieter Muntzinger, Projektleiter bei RIB. "Der Bauherrenvertreter hingegen konzentriert sich primär auf den Fortschritt einzelner Bauabschnitte im Hinblick auf den Termin- und Budgetplan", fügt er hinzu.

Das digitale Modell ist dabei nicht auf das kontinuierliche Controlling sowie die Prognose von Mengen und Kosten auf Planungsseite beschränkt. "Es sollen auch umfassende Bauausführungsprozesse, wie etwa die Interaktion von Baukränen auf den Baustelle, visualisiert werden", berichtet Professor Raimar J. Scherer von der Technischen Universität Dresden. "Mit gebündelten Kompetenzen wollen wir der Bauindustrie den Weg zum digitalen Bauen ebnen", fasst Professor Scherer zusammen.

Weitere Informationen unter: www.rib-software.com oder www.uni-weimar.de/cms/index.php?id=455&mitteilungid=70470&offset=0


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