13.12.2023 – Kategorie: Konstruktion & Engineering

Entwicklung elektrischer Antriebe: Schneller mit virtuellem Prototyping

Quelle: Hexagon

Hexagon und JSOL Corporation beschleunigen virtuelles Prototyping von Elektroantriebssträngen durch strategische Partnerschaft.

  • Der Geschäftsbereich Manufacturing Intelligence von Hexagon und JSOL Corporation sind eine strategische Partnerschaft eingegangen.
  • Somit wollen sie das virtuelle Prototyping von elektrifizierten Antriebssträngen durch multiphysikalische Simulation beschleunigen.
  • Die Zusammenarbeit baut auf einer langfristigen technischen Allianz auf. Sie ermöglicht globalen Kunden die Entwicklung von genauen und hochproduktiven virtuellen Prototypen mit komplexen elektromechanischen Systemen.

Die neue strategische Partnerschaft von Hexagon und JSOL ermöglicht es Kunden, Hexagons umfangreiche Softwaresuite mit Simulationsanwendungen für die virtuelle Produktentwicklung mit der JMAG-Software für elektromagnetische Feldanalysen der JSOL Corporation zu kombinieren. Somit können Anwender in Systemdesignprobleme in der virtuellen Welt schneller, gründlicher und kostengünstiger zu lösen, als es das physische Prototyping erlaubt.

Simulation eines Motors. Bildquelle: Hexagon

Aufgaben des Systemdesigns schneller mit virtuellem Prototyping lösen

Die schnelle Elektrifizierung vieler Branchen, und dazu gehören Automobil-, Luft- und Raumfahrtverkehr, erfordert Simulationstechnologien. Denn so können funktionsübergreifende Teams die Auswirkungen von Designentscheidungen auf Komponentenebene auf die gesamte Systemintegrität besser verstehen. Eine zuverlässige Vorhersage von Robustheit, Effizienz, Temperaturentwicklung oder Geräuschen und Vibrationen erfordert eine umfassende Simulationslösung. Denn diese kann multiphysikalische Effekte auf Komponenten-, Subsystem- und Systemebene erfassen.

Simulationen für die Optimierung von Geräusch, Vibration und Rauheit

Mahesh Kailasam, General Manager of Design and Engineering bei Hexagon Manufacturing Intelligence, sagt: „Da sich der Übergang zur Elektrifizierung beschleunigt, müssen neue Herausforderungen bewältigt werden, um die Leistungseigenschaften der Elektrofahrzeuge von der Komponenten- bis hin zur Systemebene zu verbessern. Beispielsweise erfordern Verbesserungen im Bereich Geräusch, Vibration und Rauheit (Noise Vibration Harshness – NVH) jetzt Simulationslösungen, um Antworten in viel höheren Frequenzbereichen zu liefern. Die Partnerschaft mit JSOL untermauert unser Engagement, unsere bestehenden und neuen Kunden in diesem sich schnell entwickelnden Markt zu bedienen.“

Takashi Yamada, Chief Technology Officer bei JMAG Business Company, sagte: „Wir freuen uns darauf, mit Hexagon auf diesem Weg der Elektrifizierung zusammenzuarbeiten. Diese Partnerschaft wird es uns nun ermöglichen, die Entwicklung von NVH-Lösungen für Elektrofahrzeuge zwischen JMAG und Hexagons Flaggschiffprodukten MSC Nastran und Adams sowie Romax und Actran zu beschleunigen.“

Lösungen für leichte und effiziente Antriebsstränge

Um auf dem Markt führend zu bleiben, müssen elektromagnetische Antriebsstränge sehr effizient und leicht sein. Sie sollten zudem neue Konstruktionen, Materialien und Fertigungstechniken verwenden. Hexagon und JSOL bieten digitale Umgebungen für Ingenieure zur Entwicklung solcher Antriebsstrangtechnologien.

Die Partnerschaft wird mehrere Schlüsselbereiche voranbringen. Sie soll Produktdesignstrategien für Elektrofahrzeuge verbessern und eine effizientere und harmonischere Produktentwicklung ermöglichen. Ein Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Optimierung von NVH. So können Ingenieure den Produktkomfort verbessern und Geräusche durch simulationsbasierte Designanpassungen reduzieren.

Robuste und langlebige Designs

Darüber hinaus sollen die neuen Lösungen dazu beitragen, robuste und langlebige Designs zu entwickeln. Die Designs lassen sich zudem verfeinern, um sie an eingeschränkte Raumverhältnisse anzupassen. Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt für die beiden Unternehmen ist es, Kunden dabei zu unterstützen, die Komplexität moderner elektromechanischer Maschinen, Steuerungen und Getriebe mit integrierten Lösungen zu bewältigen, die die Zusammenarbeit zwischen Ingenieuren aus verschiedenen Disziplinen fördern.

Zusammenarbeit beim Prototyping

Powersys, ein globaler Anbieter von Design- und Konstruktionslösungen für Elektrofahrzeuge und Netzanwendungen, wird sein Fachwissen einsetzen, um Kunden bei der schnelleren Umsetzung dieser Lösungen zu unterstützen. Olivier Toury, Gründer und Präsident von Powersys, kommentierte: „Wir freuen uns darauf, unsere Zusammenarbeit mit JMAG weiter auszubauen, um unseren Kunden Lösungen für eNVH- und virtuelle Prototypenerstellung mit dem Portfolio von Hexagon anzubieten. Die Verwendung bewährter Simulationen von Romax, Adams, Actran oder MSC Nastran mit JMAG hilft Kunden dabei, echte Fortschritte auf dem Weg zum Nullprototypen für Elektrofahrzeuge zu machen, und wir haben bereits Kunden in den USA.“

Weitere Informationen:


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