Ergebnisse der BIM-Umfrage anlässlich der BIM World MUNICH

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Auch wenn sie keinen repräsentativen Anspruch erhebt: Die unter den Teilnehmern der 2. BIM World MUNICH zum zweiten Mal erhobene Umfrage zur aktuellen Lage von Building Information Modeling führte zu bemerkenswerten Ergebnissen -- zumal ja deren Besucher als sehr BIM-affin gelten.

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Auch wenn sie keinen repräsentativen Anspruch erhebt: Die unter den Teilnehmern der 2. BIM World MUNICH zum zweiten Mal erhobene Umfrage zur aktuellen Lage von Building Information Modeling führte zu bemerkenswerten Ergebnissen — zumal ja deren Besucher als sehr BIM-affin gelten.

Gefragt nach den größten Hindernissen für den vielversprechenden Einsatz von BIM etwa wurden fehlende Aus- und Weiterbildung sowie Unklarheit darüber genannt, wer die zusätzlichen Kosten übernehme. Tatsächlich aber wurden vor allem auch fehlende Regeln, Standards und Definitionen ins Feld geführt, wenn es um die Frage geht, weshalb BIM heute noch nicht zum Einsatz käme. Der Verband für die Digitalisierung im Gebäudebetrieb und Mitherausgeber der Umfrage, CAFM RING e.V., betont daher: Die Standardisierungsarbeiten auf nationaler- und internationaler Ebene bieten bereits hinreichende Orientierung, um in großen und kleinen Projekten und Objekten BIM-Methoden zu verwenden. Und er steht mit dieser Auffassung nicht allein da. Fast 35 Prozent der Befragten gaben an, BIM in der Planung nationaler Projekte, und immerhin 15 Prozent, BIM auch im Gebäudebetrieb bereits einzusetzen.

Anonym und online wurde auch im zweiten Jahr der BIM World MUNICH wieder Teilnehmer nach ihrer aktuellen Erfahrung mit und Einschätzung zu Building Information Modeling (BIM) befragt. Mit über 25 Prozent sagten deutlich mehr Befragte als im Vorjahr (8 Prozent), dass sie mit BIM ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern oder erhöhen wollten. Und ebenfalls deutlich mehr als im Vorjahr waren sich sicher (21 Prozent zu 14 Prozent): Wer sich jetzt nicht für BIM interessiere, gehöre schon bald zu den Verlierern. Und wie schon zuletzt: Gefragt nach dem Nutzen, den sich die Befragten von BIM-Modellen und BIM-Methoden erhoffen oder bereits generiert haben, werden die „Klassiker“ genannt: Bessere Vermeidung von Fehlern und Mängeln sowie Reduzierung von Kosten. Immerhin über 30 Prozent konkretisierten das mit einer besseren integralen Planung, im Gegensatz zu 6 Prozent im Vorjahr. Und mit fast 15 Prozent kam die erwartete Reduzierung beim digitalen Datenmanagement erstmals spürbar auf die Liste. Doch noch knapp 20 Prozent geben an, dass Ihnen der Nutzen von BIM zwar klar sei, doch wie die Umsetzung konkret angestoßen werden könne, dass würde sich ihnen noch nicht erschließen.

Wer übernimmt die Kosten?

Hindernisse für den vielversprechenden Einsatz von BIM sahen die Teilnehmer an der 2. BIM Umfrage auch in der fehlenden Aus- und Weiterbildung sowie durch Unklarheit darüber, wer denn die zusätzlichen Kosten übernehme. Und tatsächlich wurden vor allem auch fehlende Regeln, Standards und Definitionen genannt. „Der Übergang zur Digitalisierung und der erfolgreiche Einsatz von BIM geschieht natürlich nicht über Nacht und ist gerade zu Beginn mit zusätzlichen Investitionen von Zeit und Geld verbunden“, führt dazu Dr. Josef Kauer, Präsident der BIM World MUNICH und Mitherausgeber der BIM-Umfrage aus. “Wir dürfen nicht einfach versuchen, die jetzigen Arbeitsabläufe steif in die digitale Welt zu übertragen – das passierte schon einmal: Als seinerzeit die ersten Automobile gebaut wurden, sahen die wie modifizierte Kutschen aus – der Fahrer saß vorne ohne Verdeck auf dem Kutschbock und im Regen.“ Beste Beispiele aus der Praxis, Wege zur Behebung möglicher Negativ-Effekte und Lösungen zur Überwindung von Hindernissen stünden daher auch weiterhin im Fokus des Kongresses und der Break-out-Sessions bei der BIM World MUNICH 2018 am 27. und 28. November.

Den einen Standard wird es nicht geben

„Es besteht auch keine Notwendigkeit, sich dem Nutzen von BIM weiter zu verschließen, weil man auf weitere Standardisierungen wartet“, ist sich zudem Ralf Golinski, Beiratsvorsitzender vom RING, sicher: „Die Standardisierungsarbeiten auf internationaler und europäischer Ebene bei ISO und CEN sowie auf nationaler Ebene bei ASI, VDI, DIN und buildingSMART bieten bereits hinreichende Orientierung, um in großen wie auch kleinen Projekten und Objekten BIM-Methoden zu verwenden, Erfahrungen zu sammeln und in eine agile BIM-Entwicklung einzutreten.“ Eine Position, die neben dem RING von einer ganzen Reihe weiterer Verbände geteilt wird (BTGA; buildingSMART; FM-Austria, GEFMA, planen.bauen. 4.0; RealFM). Zudem werde es den einen Standard ja auch nie geben: „Vielmehr sind für konkrete Anwendungsfälle, unterschiedliche Prozesse und verschiedene Zielgruppen der privaten Wirtschaft und der öffentlichen Verwaltung Filter, Selektionen und Validierungen erforderlich, um pragmatisch handeln zu können“, so Ralf Golinski. “Und dafür stellen wir in Ergebnisse der BIM-Umfrage bei Teilnehmern der BIM World MUNICH 2017 Kooperation mit Marktteilnehmern die BIM-Profile zur Verfügung.“

Informationsquellen: Fach-Events ganz vorne, Presse an dritter Stelle

Vorgestellt werde diese von den beteiligten Verbänden am 27. Februar 2018 auf der INservFM in Frankfurt. Auf die Frage, welche denn die bedeutendsten Informationsquellen über die Entwicklung von BIM seien, brachten es übrigens die Fach-Events wiederholt an die erste Stelle. Die Internetrecherche kletterte vom vierten auf den zweiten Platz. Und die Fachpresse behauptete sich als Nummer Drei. Überraschend noch immer auf dem letzten, den 10. Platz: Social Media.

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