Esslinger Wissenschaftler entwickeln „grünes“ Autohaus

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Esslinger Wissenschaftler entwickeln „grünes“ Autohaus

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print
esslingen_final_render_chile_kopie

Die Zukunft des Automobils ist auch im Service-Bereich eng mit dem Thema Nachhaltigkeit verbunden – so lautet das Credo der Fahrzeugtechniker der Hochschule Esslingen. „Deswegen beschäftigen wir uns hier in einem Studienschwerpunkt auch mit  Nachhaltigkeit und Effizienz von Autohäusern“, erläutert der Professor für Fahrzeugtechnik Norbert Schreier. Dabei werden sowohl die Architektur der Gebäude als auch die Werkstatt und ihre Serviceeinrichtungen genauer unter die Lupe genommen.

„Wir sehen die Beschäftigung mit ‚nachhaltiger Mobilität‘ als eine zentrale Herausforderung unserer Zeit“, erläutert Norbert Schreier. Jährlich würden in Deutschland rund drei Millionen Fahrzeuge zugelassen, während etwa 50 Millionen Autos gewartet werden müssten. „Angesichts dieser Zahl wird es immer wichtiger, im Bereich Service rund um das Automobil neue Lösungen anzubieten“, sagt der Professor. Und genau daran arbeiten Schreier und seine Studenten im Rahmen von Studien- , Abschluss und angewandten Forschungsarbeiten innerhalb des Schwerpunktes Fahrzeugtechnik Service (FASE).

Die Wissenschaftler beschäftigen sich dabei unter anderem mit der Frage, wo die größten „Energieschlucker“ in den Werkstätten sitzen und wie diese eingeschränkt werden können. Das Ergebnis laut Professor Norbert Schreier: Den meisten Strom verbrauchen Druckluft, Lackierkabinen sowie die computergestützten Systeme und das Laden der Batterien. In ihren Arbeiten setzen sich die angehenden Ingenieure mit diesen Themen auseinander und erarbeiten auch detaillierte Lösungsvorschläge zur Minimierung des Energieverbrauchs.

Der Wissenschaftler ist sich darüber bewusst, dass bei der Durchsetzung des grünen Autohauses Geduld gefragt sein wird: „Ein Kfz-Mechaniker mit Benzin im  Blut wird sich nicht über Nacht für Nachhaltigkeit interessieren“, so Schreier. Daher müsse langsam ein Bewusstseinswandel eingeläutet werden, der in eine nachhaltige Mobilität eingebettet ist.

Dabei wird sich nach Ansicht des Professors für Fahrzeugtechnik künftig auch das Berufsbild der Ingenieure ändern: „Service und Nachhaltigkeit müssen von den Ingenieuren in ein neues Fahrzeug „rein“ entwickelt werden. Zudem werden sie in Zukunft immer häufiger an den Schnittstellen zwischen Technik und Wirtschaft sowie in kunden-und vertriebsnahen Bereichen zu finden sein: bei den Automobilherstellern, bei Zulieferunternehmen und als Führungskräfte in den Servicebetrieben.“  Unternehmen – viele von ihnen unterstützen den Studiengang Fahrzeugtechnik Service  – werden immer mehr nach Mitarbeitern suchen, die neben dem Fachwissen eines Ingenieurs auch über Kompetenzen in Gebieten wie Projektmanagement, Mitarbeiterführung oder Controlling verfügen, sagt Norbert Schreier.

Mit diesem Lehr- und Forschungsschwerpunkt ist die Hochschule Esslingen die einzige bundesweit. Den Schwerpunkt Fahrzeugtechnik Service haben rund 100 angehende Ingenieure gewählt.

Text: Antje Fürth

Bild: In diesem Autohaus in Chile im Stil eines „grünen Autohauses“ ist geplant, unter anderem den Energieverbrauch in verschiedenen Bereichen bestmöglich zu senken und den Wasserverbrauch zu optimieren. Das Autohaus befindet sich im Bau und wird Ende 2013 eröffnet.  Quelle: Mit freundlicher Genehmigung von BMW

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Gehört eine Schalung zum Bau, oder ist sie ein Produkt aus dem Maschinenbau? Beim Schalungsspezialisten Doka sagt man „sowohl, als auch“ und nutzt die Vorteile aus beiden Welten: Bei der Produktentwicklung ist Autodesk Inventor im Einsatz, beim Planen der Schalung im Bauprojekt Autodesk Revit. Ganz neu ist die „Verwandlung“ von Inventor-Daten in Revit-Familien.

Top Jobs

Vertriebspartner
Bricscad, bundesweit
› weitere Top Jobs

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktionsbrief ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Wir wollen immer besser werden!

Deshalb fragen wir SIE, was Sie wollen!

Nehmen Sie an unserer Umfrage teil, und helfen Sie uns noch besser zu werden!

zur Umfrage

Aktuelle Ausgabe

Topthema: Neue Konzepte für Brückeninspektionen Mehr Sicherheit mit Drohne und digitalem Zwilling

Neue Konzepte für Brückeninspektionen

Mehr erfahren

Tragen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich ein, um keinen Artikel mehr zu verpassen!

    * Jederzeit kündbar

    Entdecken Sie weitere Magazine

    Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

    Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.