High Performance Computing: Tempo im Paket

Geschwindigkeit ist Geld. Dieser Grundsatz gilt auch für Fachleute in Konstruktionsabteilungen. Je schneller sie technische Herausforderungen bewältigen, desto kürzer sind die Entwicklungszeiten und desto schneller erfolgt die Markteinführung neuer Produkte. Doch aufwändige Simulationen und Analysen von komplexen Systemen erfordern eine leistungsfähige IT-Umgebung. Diese kann zum Beispiel durch HPC-Cluster (High Performance Computing) bereitgestellt werden. HPC-Cluster bieten genügend Rechenleistung, auch für anspruchsvolle Aufgaben in Bereichen wie Strukturmechanik und Strömungssimulation. Außerdem lassen sich Cluster bei Bedarf erweitern: Wird mehr Performance benötigt, kommen zusätzliche Knoten (Nodes) hinzu.
Viele Unternehmen scheuen allerdings den Schritt in Richtung HPC-Cluster. Ein Grund dafür ist, dass sie vermeintlich hohe Kosten und Komplexität fürchten. Denn HPC haftet nach wie vor das Image einer Technologie für größere Unternehmen an. Speziell die Integration in eine bestehende IT-Infrastruktur und die Anbindung an Speichersysteme gilt bei HPC-Clustern als „heikel“.

Lösung: HPC-Cluster „Ready to Go“

Mittlerweile lassen sich die Vorteile von HPC und Cluster-Technologien nutzen, ohne in eine „Komplexitätsfalle“ zu geraten. Dafür sorgen Komplettpakete, die aus Hardware-Komponenten, Systemsoftware und Middleware bestehen und wie zum Beispiel Primeflex für HPC von Fujitsu vorgetestete HPC-Cluster als Gesamtlösung zur Verfügung stellen. Fujitsu stellt dazu unterschiedliche Server-Systeme zur Wahl – vom Rack-Server mit aktuellen Intel-Xeon-Prozessoren über integrierte, dynamische Infrastruktur-Komponenten bis hin zum Supercomputer. Ein „Ready-to-Go“-HPC-Cluster enthält neben den bis zu 128 Knoten zudem Speichersysteme, die sich über Fibre-Channel-, iSCSI- oder SAS-Schnittstellen (Serial Attached SCSI) an die HPC-Plattform anbinden lassen. Alle Komponenten sind aufeinander abgestimmt und getestet. Daher lassen sie sich gewissermaßen out of the Box einsetzen. Dazu trägt das Fujitsu Primergy HPC Gateway bei. Diese Web-Umgebung bietet neben Anwendungs-Workflows eine direkte Überwachung von Simulationen und ermöglicht den Datenzugriff. Das senkt die Einstiegshürden und macht HPC für einen größeren Anwenderkreis zugänglich.

Branchenpakete für den schnellen Einstieg

Noch einfacher fällt der Einstieg in HPC, wenn ein Unternehmen auf vorgefertigte Branchenlösungen zurückgreifen kann. Fujitsu bietet unter anderem HPC-Cluster-Lösungen für die Automobil- und Bauindustrie, die Produktion und Konstruktion, die Forschung und den Energiesektor an. Bauunternehmen und Architekten haben beispielsweise die Möglichkeit, Gebäude effizienter und sicherer zu planen, indem sie ihre Modelle in robusten Simulationen auf den Prüfstand stellen.  
Zu diesem Zweck haben beispielsweise Ansys und Fujitsu die Charakteristika von HVAC-Prozessen (Heating, Ventilation and Air Conditioning) untersucht und spezielle HPC-Cluster-Systeme für die Bauindustrie entwickelt. Ein weiteres Beispiel ist eine schlüsselfertige HPC-System- und Produktionsumgebung für Fluent- und CFX-Codes, die für den Einsatz im Konstruktions- und Produktionsumfeld optimiert ist. Solche Komplettsysteme stehen unter anderem für Ansys, Fluent, Abaqus, LS-Dyna und PAM-Crash zur Verfügung.

Fazit: Einfacher Einstieg

Lösungen wie Fujitsu Primeflex für HPC eröffnen auch kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie einzelnen Abteilungen einen Weg zu High Performance Computing bei einem höchst überschaubaren Aufwand. Diesen Vorteil können Unternehmen nutzen, um sich in einem immer anspruchsvolleren Marktumfeld zu behaupten. (anm)

Der Autor, Eric Schnepf, ist Strategic Infrastructure Solutions Sales Consulting Central Europe bei Fujitsu.

  • HPC-Cluster bieten genügend Rechenleistung für anspruchsvolle Aufgaben.
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