Generatives Design: Wenn KI und Mensch zusammenarbeiten

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Der von Philippe Starck entwickelte Stuhl A.I. Chair entstand 2019 unter anderem mit der Software für generatives Design von Autodesk.
Generatives Design lässt Mensch und Maschinen zusammenkommen
  • Der A.I. Chair, gemeinsames Werk von Philippe Starck, Kartell und Autodesk, kommt in den Handel.
  • Es handelt sich um den ersten von Menschen und künstlicher Intelligenz gemeinsam entwickelte Stuhl.
  • Das Modell entstand im vergangenen Jahr mit der Software für generatives Design von Autodesk.

Ab sofort ist der von Stardesigner Philippe Starck für Kartell entwickelte A.I. Chair weltweit erhältlich. Diese Neuigkeit verkündete Kartell im Rahmen der internationalen Einrichtungsmesse IMM, die diese Woche in Köln stattfindet. Der A.I. Chair, beispielhaft für generatives Design, ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen Kartell, Philippe Starck und dem Softwareunternehmen Autodesk.

Generatives Design: Mehr, als man sich vorstellen kann

Das Modell wurde 2019 als erstes Designobjekt überhaupt mithilfe der Autodesk-Software für generatives Design entwickelt. Generatives Design ist eine Form von Künstlicher Intelligenz und ein relativ neuer Designansatz, um mit Hilfe der Cloud innerhalb kurzer Zeit eine Vielzahl an Designlösungen zu generieren und zu bewerten. Mensch und Computer können auf diese Weise gemeinsam Objekte entwerfen, die über das menschliche Vorstellungsvermögen hinausgehen.

Neben seinem außergewöhnlichen Entstehungsprozess bringt der A.I. Chair eine weitere Besonderheit mit: er besteht aus 100 Prozent sauberem und unbelasteten Recyclingmaterial, das Kartell vollständig aus Resten der eigenen Produktion gewinnt. „Dieser Stuhl ist ein perfektes Beispiel für die Entwicklung der Design- und Fertigungsindustrie in Richtung Nachhaltigkeit und Zirkularität“, sagt Arthur Harsuvanakit, Senior Designer bei Autodesk.

A.I. Chair als Beispiel für Upcycling

Bei der Entwicklung des A.I. Chair definierten Philippe Starck und das Kartell-Team Parameter wie Werkstoff, Herstellungsverfahren und Anforderungen an die Solidität des Stuhls. Darauf basierend schlug die Software von Autodesk Design-Optionen vor, aus denen das Team diejenigen auswählte, die die Anforderungen am besten erfüllten. Dieser Prozess sparte Zeit und Geld in der Entwicklung und eröffnete neue kreative Denkansätze. Das fertige Design wiederum ermöglicht es, in der Herstellung so wenig Material wie möglich einzusetzen. Für das gewünschte Spritzgussverfahren, mit dem der Stuhl hergestellt wird, hat Autodesk seine Design-Lösung so weiterentwickelt, dass nun die Herstellung eines Produkts mit geringer Wandstärke möglich ist.

„Unbewusst versuchen wir, Objekte mit so wenig Material wie möglich herzustellen. Letztlich ist Design die Theorie und Strategie, den Materialeinsatz zu reduzieren. Deshalb war es so wichtig, für diesen Stuhl so wenig Material wie möglich zu verwenden. Wir sollten versuchen, bei den Objekten, die wir herstellen, weniger Material einzusetzen“, sagt Starck.

Mit dem A.I. Chair geht Kartell einen weiteren Schritt in seinem kontinuierlichen Engagement für den Umweltschutz. „Es geht nicht einfach darum, ein Produkt zu schaffen, das nachhaltig erscheint“, so Claudio Luti, Vorstandsvorsitzender von Kartell, „sondern eine Strategie zu entwickeln, die den gesamten Herstellungsprozess umfasst, vom Geschäftsplan über das Marketing bis hin zur Kommunikation und dem Vertrieb.“

Generatives Design: Wo die Kreislaufwirtschaft beginnt

Der A.I. Chair zeigt, dass die Verwendung von Materialien in einem geschlossenen Kreislaufsystem zu weniger Abfall führt – und dass Kreislaufwirtschaft bereits beim Design beginnt. „Kreislaufwirtschaft bedeutet nicht nur Recycling. Es geht darum, die Idee des Upcycling zu verwirklichen und dafür zu sorgen, dass die Materialien, die wir in unsere Produkte einbringen, in einem neuen Produkt wiederverwendet werden können“, erklärt Lynelle Cameron, CEO der Autodesk Foundation und Vizepräsidentin für Nachhaltigkeit bei Autodesk, in einem kürzlich veröffentlichten Video.

Weitere Informationen zu dem Projekt: https://www.autodesk.de/redshift/philippe-starck-designs/

Erfahren Sie hier mehr darüber, ob Roboter Ikea-Stühle montieren können.

Lesen Sie auch: “Flugzeugbau: Warum die Automatisierung noch großes Potenzial hat”.

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