HPI-Studenten machen 3D-Druck mit Lego-Steinen sehr viel schneller

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

HPI-Studenten machen 3D-Druck mit Lego-Steinen sehr viel schneller

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print
Fünf Bachelorstudenten des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) haben in ihrem einjährigen Abschlussprojekt eine Software entwickelt, die es Bastlern auf der ganzen Welt ermöglicht, Prototypen deutlich schneller in 3D zu drucken als bisher. Die entstandene Webplattform stellten sie beim HPI-Bachelorpodium vor, zu dem rund 300 Gäste nach Potsdam gekommen waren.
kayh20150527-_b1a8900

Fünf Bachelorstudenten des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) haben in ihrem einjährigen Abschlussprojekt eine Software entwickelt, die es Bastlern auf der ganzen Welt ermöglicht, Prototypen um ein Vielfaches schneller in 3D zu drucken als bisher. Die entstandene Webplattform stellten sie beim HPI-Bachelorpodium vor, zu dem rund 300 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft nach Potsdam gekommen waren. Eine ganze Fabrik im Arbeitszimmer — was wie ein Traum klingt, ist dank 3D-Druckern inzwischen Wirklichkeit geworden. Die vielseitigen Fertigungsgeräte bieten in Privathaushalten, Industrie und Bildungseinrichtungen gleichermaßen die Möglichkeit, entworfene Bau- und Ersatzteile, Werkzeuge und andere Objekte zu materialisieren. Bislang leiden 3D-Drucker jedoch unter einem einfachen Problem: „Wenn Nutzer viele Stunden auf die Fertigstellung eines Drucks warten müssen, bremst sie das enorm aus“, erklärte Arthur Silber, Sprecher der Bachelorprojektgruppe.

Das Programm der HPI-Studenten erzielt eine mehr als zehnfache Beschleunigung. Das erreichen die Potsdamer Entwickler dadurch, dass große Teile des 3D-Modells durch Lego-Steine angenähert und nur form- und funktionsrelevante Teile dreidimensional gedruckt werden. Während der Drucker seine Arbeit verrichtet, kann der Anwender den Rest mithilfe der automatisch generierten Bauanleitung aus LEGO-Steinen zusammensetzen. Die Open-Source-Software der Studenten ist unter http://brickify.it frei verfügbar.

Internationale Einrichtungen, die sich mit 3D-Druck beschäftigen, sind sehr an den Ergebnissen der HPI-Studenten interessiert. „Es gibt heute bereits enormes Interesse, Schülern die Konzepte des 3D-Drucks beizubringen. Einzig — die Geräte sind zu langsam. In den schulüblichen 90-Minuten-Blöcken lässt sich einfach nichts produzieren. Unsere Software löst dieses Problem“, betonte Silber. Betreut wurde die Projektgruppe von HPI-Prof. Patrick Baudisch, Leiter des Fachgebiets Human Computer Interaction, sowie Doktorandin Stefanie Müller, deren Forschungsarbeit Grundlage war. Neben der Erforschung von Geräten aus der Haptik und der physikalischen virtuellen Realität sind Fabrikationstechniken einer der Schwerpunkte des Fachgebiets.

Bachelorpodium — Ausweis der praxisnahen Ausbildung am HPI

Das „Bachelorpodium“ des Hasso-Plattner-Instituts gibt es schon seit dem Jahr 2005. Seitdem präsentieren die Bachelorstudenten des HPI einmal im Jahr öffentlich die Ergebnisse ihrer Praxis-Projekte, die sie in Teams von vier bis acht Studenten am Ende des Bachelorstudiums absolviert haben. Sie zeigen, wie sie zwei Semester lang – von ihren Professoren angeleitet — größere praktische Aufgaben der Informationstechnologie eigenverantwortlich angepackt und welche innovativen Lösungen für Wirtschaft und Gesellschaft sie dabei entwickelt haben. Projektgeber sind renommierte Unternehmen und Institutionen aus ganz Deutschland.

 

Das Bild (Quelle: HPI/K. Herschelmann) zeigt das Entwicklungsteam. Im Vordergrund Doktorandin Stephanie Müller und Bachelorstudent Arthur Silber.

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Die BP Europa SE führt die Zusammenarbeit mit der WISAG-Industrie-Service-Gruppe fort. Seit 17 Jahren ist das Unternehmen mit BP im Geschäft und nun ist der Industriedienstleister für weitere 2 Jahre zur Erbringung von integrierten Facility Management-Leistungen an zehn Standorten der BP Europa SE in Deutschland, Österreich und der Schweiz beauftragt.

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktionsbrief ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Wir wollen immer besser werden!

Deshalb fragen wir SIE, was Sie wollen!

Nehmen Sie an unserer Umfrage teil, und helfen Sie uns noch besser zu werden!

zur Umfrage

Aktuelle Ausgabe

Topthema: Hohe Leistung mit Direktantrieb

Integrierter Torque-Motor

Mehr erfahren

Tragen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich ein, um keinen Artikel mehr zu verpassen!

    * Jederzeit kündbar

    Entdecken Sie weitere Magazine

    Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

    Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.