21.04.2022 – Kategorie: Fertigung & Prototyping

Im laufenden Betrieb: Autonome Inspektion mit Robotern

autonome Inspektion mit Robotern im laufenden BetriebQuelle: Evonik Industries AG

Energy Robotics präsentiert sein neues Feature Click and Inspect, das eine autonome Inspektion auch im laufenden Betrieb erlaubt.

  • Energy Robotics, Entwickler von Softwarelösungen für mobile, autonome Inspektionsroboter in industriellen Anwendungen, stellt sein neues Feature Click and Inspect vor.
  • Die neue Funktion für die autonome Inspektion erweitert das bisherige Angebot des Darmstädter Start-ups.
  • Sie ermöglicht es Unternehmen, Inspektionsmissionen im laufenden Betrieb zu erstellen und durchzuführen.

Energy Robotics präsentiert sein neues Feature Click and Inspect, das es ermöglichte, eine autonome Inspektionen auch im laufenden Betrieb vorzunehmen. Die Basis für Click and Inspect bildet ein digitaler Zwilling der jeweiligen Inspektionsumgebung, der schnell und unkompliziert erstellt ist. Anschließend berechnet der Roboter selbstständig die ideale Route zu ausgewählten Messpunkten, folgt dieser dorthin und erfasst automatisch die gewünschten Daten. Energy Robotics bietet seinen Kunden damit künftig eine Plug-and-Play-Lösung, die autonome Inspektion auf ein neues Level an Flexibilität hebt. Die erste Version von Click and Inspect ist nun verfügbar und wird in den kommenden Monaten auf diverse Kunden in unterschiedlichen Branchen ausgerollt.

Standort-zentrierter Ansatz für die autonome Inspektion

Weltweit schließen Roboter zunehmend Lücken in einer alternden Belegschaft und helfen Unternehmen dabei, demografische Herausforderungen zu bewältigen. Besonders in kapitalintensiven Industrien kommen diese verstärkt zur Anwendung, um Routine-Inspektionen durchzuführen und zum Beispiel sensible Anlagen wie große Raffinerien, Offshore-Standorte oder Chemieanlagen zu überwachen.

Genutzt werden dazu Flotten aus Drohnen und spezialisierten Robotern, die mit verschiedenen Sensoren (beispielsweise Wärmebildkameras, Gassensoren und FLIR-Kameras) ausgestattet und auf die individuellen Anforderungen der Anlagen zugeschnitten sind. Dabei müssen Unternehmen vor allem die heterogene Roboterflotte zügig mit den Inspektionsroutinen der verschiedenen Einrichtungen vertraut machen und diese zudem effizient und unkompliziert verwalten. Um diese Herausforderungen zu meistern, braucht es einen Standort-zentrierten Ansatz der autonomen Inspektion. Aus diesem Grund hat Energy Robotics Click and Inspect entwickelt.

Click and Inspect: Inspektion neu definiert

Mobile Inspektionsroboter lassen sich aus der Ferne steuern und für autonome Inspektionsroutinen trainieren. Bislang war das über das „Teach and Repeat“-Prinzip möglich: So wird der Roboter manuell durch die vorgesehene Inspektionsroute bewegt. Diese besteht aus den gewünschten Points of Interest (POI). Wird ein solcher erreicht, wird über die Benutzeroberfläche (UI) der entsprechende Sensor und die dazugehörige Aktion ausgewählt, beispielsweise das Abfotografieren einer Messuhr über die Zoomkamera. Dieses Prozedere wird für alle POIs entlang der Route wiederholt. Sobald diese Trainingsrunde abgeschlossen ist, kann der Roboter Inspektionsrunden autonom und ohne menschliches Eingreifen wiederholen. Zwar ist das „Teach and Repeat“-Prinzip schnell und intuitiv, dennoch sind die damit trainierten Roboter auf die ihnen beigebrachten Inspektionsmissionen beschränkt. Spontane, neue oder erweiterte Inspektionsrunden sind nicht umsetzbar. Zudem können unerwartete Hindernisse in der Umgebung, zum Beispiel durch Gerüstbauarbeiten, den Betrieb behindern.

Mit Click and Inspect soll sich das in Zukunft ändern. Das „Teach and Repeat“-Prinzip bildet dabei die Grundlage für alle zukünftigen Inspektionsmissionen. Allerdings erweiterte beim neuen Feature von Energy Robotics ein digitaler Zwilling der jeweiligen Inspektionsumgebung das Festlegen des Roboterpfads und der POIs. So erstellt der Roboter, ausgestattet mit einem Lidar-Scanner, während des Anlernprozesses automatisch einen 3D-Lageplan bzw. eine virtuelle Standortkarte der Anlage. Das Set-up des Digital Twins ist schnell und unkompliziert, da der Prozess automatisch im Hintergrund abläuft und ein Eingreifen des Anwenders nicht erforderlich ist.

Schnelle und unkomplizierte Plug-and-Play-Lösung

Nach dem abgeschlossenen Scanvorgang kann der Anwender über die Bedienoberfläche neue Routen für die autonome Inspektion erstellen. Dazu wählt er einfach die gewünschten POIs aus der virtuellen Standortkarte bzw. dem digitalen Zwilling der Inspektionsumgebung aus. Eine manuelle Bewegung des Roboters dorthin ist nicht länger notwendig. Der Vorteil: Unternehmen können schnell und unkompliziert Inspektionsmissionen erstellen, die auch außerhalb festgelegter Inspektionsroutinen liegen. Zudem müssen die Anwender nicht über tiefgreifende Robotik- oder Programmierkenntnisse verfügen. 

Darüber hinaus kennen die Roboter das Gelände durch den Scan genau, können Hindernissen leicht ausweichen sowie sich dynamisch an Änderungen der Geländegeometrie anpassen. Das macht spontane oder erweitere Missionen für die autonome Inspektion noch flexibler. Mit Click and Inspect bietet Energy Robotics seinen Kunden eine Plug-and-Play-Lösung mit Standort-zentriertem Ansatz, die sich schnell einrichten lässt und die bereit für Inspektionsmissionen ist. Zudem können Anwender Inspektionsrunden im Handumdrehen erstellen und durchführen.

Ein weiterer Vorteil: Im Falle einer Störung der Anlage bewegen Anwender den Roboter erst einmal an die zu inspizierende Stelle. Anschließend machen sich über die Sensoren und Kameras ein Bild der Lage, ohne selbst vor Ort sein zu müssen. Auf diese Weise bewahren mobile Roboter Mitarbeiter unter Umständen vor Gefahrensituationen, beispielsweise beim Austritt von Giftstoffen aus einem Leck oder drohenden Explosionen.

Roboter passen sich an die Umgebungsbedingungen an

„Click and Inspect bedeutet einen Paradigmenwechsel von einem roboterzentrierten hin zu einem standortzentrierten Inspektionsmodell. Mit dem neuen Feature erstellen unseren Kunden schnell und mühelos digitale Zwillinge ihrer Anlagen und initiieren Inspektionsrunden im laufenden Betrieb. Zudem passen sich die Roboter dynamisch an Umgebungsveränderungen an. Ein weiterer großer Schritt in unserem Bestreben, notwendige Inspektionsarbeiten einfacher und sicherer zu machen“, erläutert Marc Dassler, CEO von Energy Robotics. „Die Einsatzmöglichkeiten für unsere Lösung sind vielfältig und können beispielsweise in Hochrisikobereichen wie in der Öl- und Gasindustrie aber auch in Anlagen zur thermischen Abluftreinigung, Umspannwerken oder direkt im Kraftwerk eines Energieversorgers eingesetzt werden. Immer angepasst an die Anforderungen des Auftraggebers.“

Click and Inspect ist auf jeden kriechenden, rollenden, gehenden und fliegenden Roboter in der Flotte des Kunden anwendbar. Mehr Informationen zum neuen Feature finden Sie hier.

Ein Video zum Thema steht hier zur Ansicht bereit.

Weitere Informationen: https://www.energy-robotics.com/

Erfahren Sie hier mehr über das Erkennen von Bauteilfehlern mit Augmented Reality.


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