Improvisation statt effiziente Konvertierung von CAD-Daten

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Die Fertigungsunternehmen müssen in ihrer Zulieferfunktion zwar permanent in zeitaufwändigen Prozessen Konstruktionsdaten aus fremden CAD-Systemen übernehmen, setzen aber nur selten Lösungen zur automatisierten Konvertierung der Daten ein. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Erhebung des CAD-Spezialisten CAMTEX GmbH unter mehr als 300 Firmen. Der Untersuchung zufolge besteht bei zwei von fünf der befragten Unternehmen regelmäßig die Notwendigkeit, in hohem Maß auf Konstruktionsdaten aus CAD-Lösungen unterschiedlicher Hersteller für die Weiterverarbeitung zuzugreifen. Eine ähnlich starke Gruppe nennt einen mittleren oder unregelmäßigen Bedarf, während er von 15 Prozent der Fertigungsbetriebe als gering bewertet wird.


In jedem zweiten Fall erzeugt die Konvertierung und Reparatur von Daten pro Projekt durchschnittlich deutlich mehr als 6 Stunden Arbeitsaufwand. Ein Fünftel der befragten Unternehmen gibt sogar an, dass regelmäßig ein Aufwand von über 10 Stunden entsteht. Nur bei 27 Prozent der Firmen verschlingt die Übernahme der CAD-Daten aus Fremdsystemen weniger als zwei Stunden, bei einem weiteren Viertel zwischen zwei und fünf Stunden.


Trotz des durchschnittlich hohen Aufwands nutzt die Mehrheit der Fertigungsunternehmen keine Speziallösungen zur weitgehend automatisierten und damit zeitsparenden Konvertierung. Sie werden laut der CAMTEX-Erhebung lediglich von 29 Prozent eingesetzt. Zwar entledigen sich zusätzlich 14 Prozent dieser Aufgabe und lassen sie von Dienstleistern oder Partnern realisieren, in 57 Prozent der Fälle werden jedoch selbst entwickelte Lösungen und Methoden genutzt.


“Darin liegt der Grund für den oft hohen Aufwand für die Konvertierung und Reparatur der Konstruktionsdaten”, urteilt CAMTEX-Geschäftsführer Steffen Volkmar. “Während dies mit Hilfe von Tools meist in 20 Minuten erledigt werden kann, verursachen die in der Praxis häufig anzutreffenden improvisatorischen Methoden ein Mehrfaches an Zeit und belasten entsprechend unnötig stark die Ressourcen”, verweist er auf den durchschnittlichen Aufwand von 6,7 Stunden pro Projekt. Dass dennoch vielfach auf den Einsatz von Standardlösungen verzichtet werde, resultiert nach den Beobachtungen von Volkmar vor allem aus Fehleinschätzungen seitens der Verantwortlichen. “Es fehlt vielfach an Wissen über effizientere Möglichkeiten.”


Dies bestätigen auch die Ergebnisse der Erhebung. So werden Tools zur Konvertierung der CAD-Konstruktionsdaten von 43 Prozent der Unternehmen deshalb nicht eingesetzt, weil ihnen die Optimierungseffekte unklar sind. Auch eine unzureichende Kenntnis entsprechender Lösungen ist in jedem dritten Fall der Grund dafür. Zudem geben 28 Prozent der Unternehmen an, sie würden trotz der aufwändigen Konvertierungsprozesse keinen unmittelbaren Veränderungsbedarf sehen. “Daran lässt sich ablesen, dass in der Praxis keineswegs nach dem Prinzip der wirtschaftlichen Logik gehandelt wird”, kritisiert der CAMTEX-Geschäftsführer Volkmar.

Weitere finden Sie unter www.camtex.de.
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