09.01.2024 – Kategorie: Fertigung, Geschäftsstrategie, Management

Industrieunternehmen: Wie die Zukunft der Arbeit aussehen könnte

Studie zur Digitalisierung in IndustrieunternehmenQuelle: Schneider Electric GmbH

Schneider Electric und Omdia haben eine Studie über die Zukunft der Arbeit in Industrieunternehmen veröffentlicht.

45 Prozent sehen in der Digitalisierung den Hauptgrund für die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen. Eine neue Studie von Schneider Electric und Omdia befasst sich mit der Zukunft der Arbeit in Industrieunternehmen.

Die Digitalisierung soll in den kommenden drei Jahren von entscheidender Bedeutung für Industrieunternehmen sein. Zu diesem Ergebnis kommt eine kürzlich von Schneider Electric veröffentlichte Studie zur Zukunft der Arbeit in der Industrie. Besonders bemerkenswert: Nahezu die Hälfte (45 Prozent) der Unternehmen geht davon aus, dass durch die Digitalisierung neue Arbeitsplätze im Bereich der operativen Technologie (OT) geschaffen werden.

Digitalisierung in Industrieunternehmen

Die Studie unterstreicht außerdem das Ausmaß des globalen industriellen Fachkräftemangels. Somit stellt die Talentakquise und Mitarbeiterbindung für mehr als die Hälfte der Befragten (52 Prozent) eine zentrale Herausforderung dar. Neben dem Problem identifiziert die Studie aber auch die Lösung. So sind sich über zwei Drittel (70 Prozent) der Befragten einig, dass die Digitalisierung dabei hilft, den Mangel an qualifiziertem Personal zu bewältigen. Digitale Werkzeuge werden demnach nicht länger nur als Mittel betrachtet, Produktivität und Effizienz zu steigern. Zudem deutet dies darauf hin, dass unter Industrieunternehmen ein gewisser Optimismus hinsichtlich der Bewältigung aktueller Personalprobleme geteilt wird.

Durchgeführt hat die von Schneider Electric in Auftrag gegebene Studie das weltweit tätige Forschungsunternehmen Omdia. Befragt wurden 407 Industrieunternehmen jeder Größe in Westeuropa (Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Dänemark und Schweden), den USA, China, Indien und Südostasien (Vietnam, Thailand und die Philippinen).

Veränderungen am Arbeitsplatz

Während viele Unternehmen noch mit dem Fachkräftemangel kämpfen, erlebt der industrielle Arbeitsplatz rasante Veränderungen. Fortschrittliche Technologien – etwa künstliche Intelligenz (KI) und der digitale Zwilling – sowie Nachhaltigkeitsziele werden zunehmend in Prozesse und Belegschaft integriert. 45 Prozent der Befragten sind weiterhin der Meinung, dass die wachsenden Anforderungen an ökologische Nachhaltigkeitsziele eine erhebliche Erweiterung bestehender Aufgabenbereiche in den Werken erfordern. Bei sozialen Nachhaltigkeitszielen sind es 47 Prozent.

Die Zukunft der Arbeit und neue Herausforderungen an Industrieunternehmen

Digitale Technologien verbessern die Arbeitsbedingungen, indem sie repetitive, schwere oder gefährliche Aufgaben ersetzen und die Arbeitsbelastung reduzieren. Sie können die Fähigkeiten von Menschen verbessern und neue Arbeitsplätze mit höherem Wertschöpfungsanteil ermöglichen. Daher bleibt mehr Zeit für kreative Aufgaben und die berufliche Entwicklung.

Drei von fünf (60 Prozent) der Befragten gehen davon aus, dass sich OT-Rollen, also Beschäftigungen rund um die Installation, Wartung, Überwachung oder Optimierung von operativen Systemen und -Geräten, in den nächsten drei Jahren verändern werden. 41 Prozent erwarten eine moderate Veränderung, 19 Prozent sogar eine signifikante Veränderung. Darüber hinaus sind sich 73 Prozent sicher, dass die Digitalisierung die Art der Arbeit in den nächsten drei Jahren wesentlich verändern wird. Und fast ein Drittel (31 Prozent) glaubt, dass Qualitätskontrollrollen am stärksten von der Digitalisierung profitieren werden.

Gesucht: Neue Kenntnisse und Fertigkeiten

Die Umfrage ergab weiterhin, dass Industrieunternehmen davon ausgehen, in den nächsten drei Jahren in den Bereichen Robotik, Datenverarbeitung, Visualisierung und Analyse neue Kompetenzen aufbauen zu müssen. Im Bereiche der Programmierung und Integration von Robotiklösungen geben 49 Prozent an, nicht oder nur unzureichend qualifiziert zu sein. In den anderen Bereichen sind es mehr als 30 Prozent. Während Investitionen in Datenverarbeitung, Visualisierung und Analyse für die Befragten eine hohe Priorität haben, wird der Programmierung und Integration von Robotiklösungen von fast der Hälfte der Befragten dennoch nur eine mittlere Priorität eingeräumt.

Empfehlung und Fazit

Die Studie kommt zu dem Ergebnis und der Empfehlung, dass Industrieunternehmen idealerweise mit Partnern zusammenarbeiten, um technologische Kompetenzlücken zu schließen. Gemeint sind damit Partner, die Lösungen, Schulungen und ähnliche Dienstleistungen mehr anbieten. Mit ihnen kann die Industrie ihre Belegschaft fit für die Herausforderungen einer digitalen und nachhaltigen Zukunft machen.

Der vollständige Bericht mit dem Titel „The Future of Work in Industry“ findet sich in englischer Sprache hier.

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