JEC World 2016: Komposite im Automobilbau

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Vor dem Hintergrund der gesetzlichen Vorschriften zur Reduzierung der CO2-Emissionen sind die Automobilhersteller bestrebt, jedes unnötige Gramm Gewicht zu vermeiden. Entsprechende Leichtbaukonzepte treiben den Einsatz fortschrittlicher Verbundwerkstoffe voran.
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Henkel zeigt an der Werkstoffmesse JEC 2016 Lösungen für die Automobilindustrie. Vor dem Hintergrund der gesetzlichen Vorschriften zur Reduzierung der CO2-Emissionen sind die Automobilhersteller bestrebt, jedes unnötige Gramm Gewicht zu vermeiden. Entsprechende Leichtbaukonzepte treiben den Einsatz fortschrittlicher Verbundwerkstoffe voran, die Gewichtseinsparungen gegen-über traditionellen Metallbauteilen erschließen.

Auf der kommenden JEC World 2016 will Henkel seine Kompetenz für äußerst maßgeschneiderte, integrierte Lösungen unterstreichen, die gezielt darauf ausgerichtet sind, die Herausforderungen im Leichtbau von Kraftfahrzeugen vor allem hinsichtlich Kosteneffizienz und Großserienfertigung zu meistern. Dabei richtet sich das am Stand J31 in Halle 6 der Messe gezeigte Produkt-und Anwendungsportfolio gleichermaßen an Kunden in der Luft- und Raumfahrtindustrie.

Entwicklungen für Automobil-Leichtbauanwendungen

Neben anwendungsgerechten Klebstoffen sowie schnell härtenden, zuverlässigen Harzen für kurze Produktionszyklen sind die Hersteller in der Automobilindustrie ständig auf der Suche nach kostengünstigen Verfahren zur Großserienfertigung von Teilen mit Stückzahlen von mehr als 10’000 pro Jahr. Dazu brauchen sie zuverlässige Partner mit eigenen Testkapazitäten. Aus diesem Grund hat Henkel mit seinem neuen Komposit-Labor in Heidelberg kürzlich ein Testzentrum für Kundenversuche auf HP-RTM-Anlagen in Betrieb genommen.

Henkel bietet Matrixharze und maßgeschneiderte Klebstoffe zur Fertigung und Montage von Verbundwerkstoffteilen, einschließlich hybrider Kunststoff/Metall-Konzepte. So entwickelte der Automobilzulieferer Benteler-SGL beispielsweise eine innovative glasfaserverstärkte Blattfeder mit Loctite MAX 2, einem Zweikomponenten-Matrixharzsystem für Polyurethanverbundwerkstoffe. Die Blattfeder wird in einem für mehr als 100’000 Teile pro Jahr ausgelegten RTM-Verfahren hergestellt und erschließt eine Gewichtsreduzierung von 4,5 kg für die Hinterachse. Sie wird als Teil der SPA-Plattform von Volvo im aktuellen Volvo XC90, einem Premium-Crossover-SUV, sowie in den Modellen Volvo S90 und V90 eingesetzt.

Weiterhin präsentiert Henkel auf der JEC eine neue Leichtbautür für den Roding R1, die mit unterschiedlichen Klebstofflösungen und Loctite MAX Harz gefertigt wird und dessen ausgezeichnete Fließeigenschaften bei geometrisch hochkomplexen Formteilen illustriert.

Industrieklebsstoffe für Multi-Material-Anwendungen

Die Automobilhersteller substituieren in zunehmendem Maße Stahl durch faserverstärkte Kunststoffe, was einen wachsenden Bedarf an effizienten Lösungen zum Verkleben hybrider Materialkombinationen mit sich bringt. Um die unterschiedlichen Wärmeausdehnungskoeffizienten in modernen Leichtbaukarosserien zu bewältigen, braucht der Markt einen Klebstoff, der sowohl hohe Festigkeit als auch hohe Elastizität bietet.

Henkel hat dafür den neuen Klebstoff Loctite UK 2015 entwickelt, der auf einer 2K-Polyurethantechnolologie basiert. Dieser Klebstoff eignet sich ideal für tragende Karosseriebauteile, egal ob aus faserverstärkten Kunststoffen oder elektrolytisch beschichtetem Stahl bzw. Aluminium.

Neue Binder-Technologie

An der JEC führt Henkel mit Loctite FRP 2000 außerdem eine neue Binder-Technologie ein, die ausgezeichnete Verträglichkeit mit Polyurethan- und Epoxid-matrixharzen bietet. Der Binder kann im Preformprozess aufgrund seiner hohen mechanischen Festigkeit sehr sparsam eingesetzt werden und eignet sich gut für komplexe Formteile.

Darüber hinaus zeigt das Unternehmen auf der Messe ausgewählte Produkte seiner Loctite Frekote Serie, einschließlich Werkzeugreiniger, Formversiegler und Trennmittel, die alle perfekt auf den Einsatz zusammen mit Loctite MAX Harzen in Closed-Mold-Verfahren wie RTM abgestimmt sind. Henkel zielt mit seinen hochleistungsfähigen Matrixharzen und Klebstoffen für Komposite auf eine Vielzahl unterschiedlicher Anwendungen im Automobil- und anderen Industriesektoren. Die Beispiele reichen von Strukturbauteilen, wie im Bereich der Karosserie, über lackierbare Außenteile, wie Dächer, bis hin zu Fahr-werks- und Antriebsstrangkomponenten, einschließlich Räder und Gelenkwellen.

Henkel-Vortrag auf der JEC

In einem technischen Vortrag während der Messe am Donnerstag, dem 8. März, um 12:30 Uhr in Halle 5A, spricht Frank Kerstan, Global Program Manager, Automotive Composites, über den Fortschritt bei Matrixharzen und Klebstoffen für die Automobilgroßserienproduktion.

 

Die hintere Achse des neuen Volvo XC90 ist mit einer neuen Querblattfeder aus leichtem Verbundwerkstoff ausgerüstet. BENTELER-SGL fertigt die Blattfedern zur Hinterradaufhängung in hohen Stückzahlen aus einem Faserverbundwerkstoff mit einem Loctite-Matrixharz von Henkel.
(Foto: Henkel)

 

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