Konstruktion: Energieführungssystem für Krananlage

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Ein robustes Energieführungssystem mit einem besonders langen Verfahrweg für eine neue Krananlage im firmeneigenen Hafen: So lautete die Ausschreibung des indonesischen Düngemittelherstellers Pupuk Kaltim.
kabelschlepp_energiefuehrung_hafen_borneo

Für einen indonesischen Düngemittelhersteller konnte Tsubaki Kabelschlepp ein RSC-System mit einem Verfahrweg von 260 Metern realisieren: Ein robustes Energieführungssystem mit einem besonders langen Verfahrweg für eine neue Krananlage im firmeneigenen Hafen: So lautete die Ausschreibung des indonesischen Düngemittelherstellers Pupuk Kaltim. Tsubaki Kabelschlepp konnte das Projekt für sich gewinnen und in einem internationalen Team erfolgreich umsetzen. Zum Einsatz kommt ein RSC-System auf Basis der Energieführungskette MC1300.

„Bei den 260 Metern handelt es sich um einen der längeren von uns bisher realisierten Verfahrweg mit einem rollenden System“, so Thorsten Serapinas, Manager Project Engineering bei der Tsubaki Kabelschlepp GmbH. „Das Projekt ist aber auch deshalb ein solcher Erfolg, weil wir es als internationales Team über große Distanzen hinweg erfolgreich und kosteneffizient umsetzen konnten.“ Die Projektplanung und -leitung erfolgte in Deutschland, bei der Koordination half das Tsubaki-Team in Singapur. Aus Kostengründen wurden alle Blech- und Stahlbauteile unter Einhaltung von vorgegebenen Qualitätsstandards lokal gefertigt. Nur die Energieführungskette selbst kam in Einzelteilen bzw. in vormontierten Rollensegmenten aus Deutschland. Der indonesische Projektpartner ATI übernahm die Installation des Systems, das anschließend von Tsubaki Kabelschlepp abgenommen und freigegeben wurde.

Seit der Inbetriebnahme im September 2015 bewährt sich das RSC-System nun im Hafen von Pupuk Kaltim auf der Insel Borneo – konkret auf der Längsverfahrung einer neuen Krananlage, die zur Be- und Entladung von Schiffen dient. „Aufgrund der geforderten Verfahrwegslänge in Kombination mit dem dazugehörigen Leitungspaket fiel sofort eine Entscheidung für eine rollende Kettenanwendung“, erklärt Serapinas. „Roller Supported Chains sind eine optimale Lösung für hohe Zusatzlasten und lange Verfahrwege.“ Im Gegensatz zu bereits auf dem Markt existierenden kombiniert gleitenden/ rollenden Systemen berührt das Obertrum des RSC-Systems zu keinem Zeitpunkt das Untertrum. Dabei läuft das Obertrum der Energieführungskette mit kugelgelagerten, wartungsfreien Rollen auf einem Führungsprofil. Weil dadurch nur geringe Zug-/Schubkräfte benötigt werden, verringert sich der Verschleiß innerhalb der Bolzen-/Bohrungsverbindungen der Energieführungskette auf ein Minimum. Eine unerwünschte Auslängung im Gesamtsystem wird dadurch nahezu ausgeschlossen und die geführten Leitungen erfahren keine zusätzliche Belastung. Außerdem lässt sich aufgrund der geringen Zug-/Schubkräfte die erforderliche Antriebskraft und dadurch auch die Leistung der Antriebe deutlich reduzieren. Die Basis für alle RSC-Systeme sind Standard-Energieführungsketten von Tsubaki Kabelschlepp, in diesem Fall fiel die Wahl auf die MC1300 – eine speziell für Krananwendungen konzipierte, multivariable Energieführung, die sich unter anderem durch seewasserbeständige Aluminiumstege für eine extrem hohe Stabilität auszeichnet.

Um eine besonders hohe Qualität zu gewährleisten, prüft das Unternehmen die Systeme kontinuierlich auf der eigenen Outdoor-Testanlage. Dort lassen sich Verfahrwege von über 100 Metern Länge und Verfahrgeschwindigkeiten von bis zu 5m/s vollautomatisch simulieren. Mehrere Testbahnen machen es möglich, gleitende Systeme simultan mit RSC-Lösungen zu testen – rund um die Uhr an sieben Tagen der Woche, auch bei extremen Außenbedingungen wie strenger Winterwitterung, direkter Sonneneinstrahlung oder schweren Regenfällen.

 

Bild: Seit der Inbetriebnahme im September 2015 bewährt sich das RSC-System im Hafen von Pupuk Kaltim auf der Insel Borneo.

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