Konstruktion: Erstes Überschall-Geschäftsflugzeug

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Aerion und Lockheed Martin, zwei führende Unternehmen im Bereich der Überschalltechnologie, arbeiten im Rahmen eines Memorandums of Understanding (MOU) zusammen. Dabei soll ein Prozess definiert werden, der die Machbarkeit der gemeinsamen Entwicklung des weltweit ersten Überschall-Business-Jets, des Aerion AS2, ergründen soll. In den kommenden 12 Monaten wollen die Unternehmen einen Rahmen für alle Phasen des Programms inklusive Engineering, Zertifizierung und Fertigung entwickeln.

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Aerion und Lockheed Martin, zwei führende Unternehmen im Bereich der Überschalltechnologie, arbeiten im Rahmen eines Memorandums of Understanding (MOU) zusammen. Dabei soll ein Prozess definiert werden, der die Machbarkeit der gemeinsamen Entwicklung des weltweit ersten Überschall-Business-Jets, des Aerion AS2, ergründen soll. In den kommenden 12 Monaten wollen die Unternehmen einen Rahmen für alle Phasen des Programms inklusive Engineering, Zertifizierung und Fertigung entwickeln.

Das Memorandum ist das Ergebnis ausgedehnter Diskussionen unter den Teams von Aerion und Lockheed Martin Skunk Works Advanced Development Program. Seit fast 75 Jahren steht Skunk Works an vorderster Front bei der Entwicklung neuartiger Flugzeuge.

Lockheed Martin, bekannt für die Mehrzweckkampfflugzeuge F-16, F-35 und F-22 und den Aufklärer Mach 3+ SR-71 sieht sich in der Pflicht, neue Überschalltechnologien auch für zivile und kommerzielle Anwendungen verfügbar zu machen. Nach einer ersten Prüfung von Aerions aerodynamischer Technologie habe das AS2-Konzept weitere Investitionen von Zeit und Ressourcen für Lockheed rechtfertigen können,  so Orlando Carvalho, Executive Vice President, Lockheed Martin Aeronautics.

In den vergangenen zweieinhalb Jahren hat Aerion die Aerodynamik und das Strukturdesign der AS2 zusammen mit Airbus vorangetrieben. Die beiden Unternehmen haben ein vorläufiges Design der Tragfläche und des Flugwerks, ein Systemlayout und ein erstes Konzept für eine Fly-by-Wire-Steuerung entwickelt.

Man sei Airbus dankbar für seinen Beitrag zu dem Programm, so Brian Barents, Executive Chairman bei Aerion. Ohne die Unterstützung wäre es nicht möglich gewesen, das Programm so weit zu bringen. Im Mai vergangenen Jahres hat GE Aviation eine Vereinbarung mit Aerion über die Spezifizierung eines Überschalltriebwerks für die AS2 geschlossen.  Das letzte Übereinkommen mit Lockheed Martin soll Aerion als führenden Ideator im wachsenden Sektor des zivilen Überschallflugs positionieren.

Für 12 Passagiere ausgelegt soll die AS2 eine Höchstgeschwindigkeit von 1,4 Mach über Wasser erreichen und, wo es die Gesetze erlauben, von 1,2 Mach über Land, ohne dass der Überschallknall den Boden erreicht. Mit turbulenzarm konstruierten Tragflächen soll sich das Flugzeug auch auf Langstrecken effizient einsetzen lassen (Los Angeles nach Paris). Es könnte die Dauer von Transatlantikflügen bis zu drei Stunden verkürzen und damit Hin- und Rückflug auf der Strecke London – New York an einem Tag ermöglichen.

Vor zwei Jahren konnte Aerion bereits eine Bestellung der privaten Charterfluggesellschaft Flexjet für 20 AS2-Flugzeuge entgegennehmen. Erstmals abheben soll der Jet 2023, die Zertifizierung soll zwei Jahre später erfolgen.

Bild: Das neue AS2-Design zeichnet sich durch eine andereTriebwerkskonfiguration aus. Vorher wurden drei Triebwerke im Heck gruppiert. Nun sind es zwar immer noch drei Triebwerke, doch die beiden äußeren wurden nach vorn unter die Tragfläche gezogen, während der dritte im Heck verbleibt. Die Konfiguration mit Bypass-Triebwerken mit 18’000 lbs Schub soll das Gewicht reduzieren sowie die Gewichtsverteilung, das Systemlayout und die Wartbarkeit verbessern. Außerdem trägt sie dazu bei, einige Anforderungen der Zertifizierung einfacher zu erfüllen. 

 

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