Konstruktion: Sportliche Elektromobilität

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Noch sechs Monate, dann startet die World Solar Challenge in Australien, die Weltmeisterschaft der Solarmobile. Mit an den Start gehen wird der ThyssenKrupp SunRiser, dessen Design die Hochschule Bochum zusammen mit dem Forschungskooperationspartner ThyssenKrupp Steel Europe jetzt der Öffentlichkeit vorstellt.
sonnenwagen

Hochschule Bochum und ThyssenKrupp Steel Europe präsentieren das Design des neuen Sonnenwagens: Noch sechs Monate, dann startet die World Solar Challenge in Australien, die Weltmeisterschaft der Solarmobile. Mit an den Start gehen wird der ThyssenKrupp SunRiser, dessen Design die Hochschule Bochum zusammen mit dem Forschungskooperationspartner ThyssenKrupp Steel Europe jetzt der Öffentlichkeit vorstellt. Als reinrassiges Sportcoupe mit zwei Sitzen entwickelt, soll der Energie-effiziente PKW beweisen, dass Elektromobilität nicht nur vernünftig und nachhaltig ist, sondern durchaus auch emotional begeistern kann.

Technik von ThyssenKrupp

Bei diesem Modell greift das Studenten-Team zudem verstärkt auf Leichtbau-Stähle zurück, z. B. beim Überrollbügel. Die Technologiekompetenz von ThyssenKrupp fließt auch bei anderen Bauteilen des neuartigen Sonnenfahrzeugs ein. So kommen Komponenten u. a. von ThyssenKrupp Bilstein, ThyssenKrupp Presta und ThyssenKrupp Plastics. Außerdem unterstützt mit Daniel Lohmeyer (25) aus Bochum ein Werkstudent von ThyssenKrupp Steel Europe das Solarcar-Team.

Die Form folgt der Funktion

Der sechste Sonnenwagen, der in Bochum entsteht, versteht sich als Synthese aller bisher gebauten Modelle. Die Eleganz des im Jahr 2007 vorgestellten SolarWorld No.1 findet sich in der geschwungenen Linienführung der Karosserie wieder, die Effizienz und Alltagstauglichkeit hat der ThyssenKrupp SunRiser von seinen vierrädrigen Vorgängern geerbt. Waren aber für den Innenraum bisher nur schicke Sitze und ein Lenkrad mit sportlichem Outfit ein Muss, wird dort nun Echtholzfurnier neben der Carbonoptik für ein edles Ambiente sorgen. Das zentrale Anzeigeinstrument wird individuell aus Acrylglas mit Lasertechnik gefertigt. Neben der Geschwindigkeit und dem Füllstand der Akkus findet sich eine Anzeige für den Energieverbrauch oder -gewinn, je nach Sonnenstand und Fahrdynamik. Trotz aller Hingucker, die das neue Auto bieten wird, zählt zuerst die Funktion aller Komponenten. Die Fertigung der äußeren Hülle geht in die Endphase, Fahrwerkskomponenten werden produziert. Alle Module der Elektrotechnik sind in einem Probeaufbau verschaltet, an dem alle Funktionen getestet werden können.

Strategie entscheidet Geschwindigkeit

Zuverlässigkeit zählt zu den wichtigsten Entwicklungszielen, die die Bochumer Studierenden im Fokus haben. Nur wer ohne größere Pannen die 3’000 Kilometer von Darwin nach Adelaide überwindet, hat eine Chance, ganz vorne mitzufahren. Genauso wichtig ist die Strategie, die mit Hilfe einer eigens programmierten Software die optimale Geschwindigkeit ausrechnen soll. Wind und Sonnenschein beeinflussen das Ergebnis, aber auch die Streckenführung und notwendige Stopps und Überholvorgänge gehen mit ein in die Energiebilanzvorhersage, die ständig nachgeführt werden muss.

Nachtschicht für Studierende

In einigen Wochen soll das fertige Solarcar der Öffentlichkeit präsentiert werden. Bis dahin müssen die Studierenden noch ein umfangreiches Arbeitspensum absolvieren. Erfahrungsgemäß schließt das die eine oder andere Nachtschicht mit ein. Max Ehl, studentischer Teamchef, ist zuversichtlich: „ Wir werden mit dem ThyssenKrupp SunRiser einen neuen Meilenstein in der Bochum SolarCar-Geschichte auf die Straße bringen.“ Denn wie die letzten beiden Fahrzeuge aus der Sonnenwagenmanufaktur tief im Westen soll auch der ThyssenKrupp SunRiser wieder eine Straßenzulassung mit schwarzer Nummer bekommen.

 

Der ThyssenKrupp SunRiser, hier noch als Vision aus dem Rechner.

Andreas Hempel/zerone

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