Kostenmanagement in unsicheren Zeiten

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Kostenmanagement in unsicheren Zeiten

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Die praktische Umsetzung eines aktiven, transparenten Kostenmanagements war die zentrale Forderung auf dem 5. FACTON-Fachkongress am 17. Oktober auf dem Petersberg bei Bonn. Teilnehmer waren Vertreter führender deutscher und internationaler Industrieunternehmen. Dabei stand eine Frage im Mittelpunkt: Unternehmen befinden sich bei immer kürzeren Konjunkturzyklen unter immer stärkerem Innovationsdruck. Wie können sie unter diesen verschärften Bedingungen in volatilen Märkten bestehen?

Bild: V. r. n. l: Axel Weese, Alexander M Swoboda, Geschäftsführer FACTON und Moderator Tim Schlüter.

„Das Kostenmanagement ist zwar im Bewusstsein der Unternehmen angekommen, es mangelt allerdings an der praktischen Umsetzung“, kritisierte Dr. Ing. Ralf Hofmann, Vorsitzender Geschäftsführer der Mieschke, Hofmann und Partner (MHP) GmbH in seinem Vortrag. Laut einer Studie seiner Prozess- und IT-Beratung MHP würden zwar rund 89 Prozent der Unternehmen das Kostenmanagement als wesentlichen Bestandteil ihrer Unternehmensstrategie sehen. Doch über die Hälfte der Befragten gab an, dass es an Prozessen und IT-Strukturen fehle, um Kostentreiber überhaupt zu identifizieren. Noch immer arbeiteten Unternehmen mit einem Chaos an Excel-Tabellen ohne einheitliche Prozesse und Bewertungsstandards.

Gerade für den Mittelstand sei es aber in den heutigen unsicheren Zeiten wichtig, die Kosten fest im Griff zu haben, betonte Prof. Dr. Bernd Gottschalk, ehemaliger VDA-Präsident und Schirmherr des Kongresses. Sie müssten verstärkt auf ihren Cashflow achten. Nur so könne man die Innovationen der Zukunft finanzieren, die letztlich das einzige Mittel gegen den ständigen Preisdruck seien. Um das zu erreichen, komme es vor allem auf das Kostenmanagement an: „Das Kostenmanagement ist die wichtigste Karte“, so Gottschalk. „Es wird eine der existenziellen Fragen der Zukunft sein, eine volle Transparenz über die Kosten zu haben und damit auch Transparenz über die Möglichkeiten, wo Kosten gesenkt werden können.“ Nur so habe man die Chance, effizient zu wirtschaften.

Beim Automobilzulieferer MANN+HUMMEL hat man dies früh erkannt und vor einigen Jahren das Projekt FIT (Financial InTegration) gestartet: Michael Distl, Vice President Finance & Controlling bei MANN+HUMMEL erläuterte, wie das Rechnungswesen in der gesamten Unternehmensgruppe harmonisiert wurde, die unter anderem durch Zukäufe stark gewachsen war. Mit den neuen Töchtern habe man auch Datensätze und fremde Strukturen gekauft. Man entschied sich daher, die Datenbestände und Accounting-Prozesse zu standardisieren und in einem unternehmensweit zentralen IT-System zu integrieren. So können Datenredundanzen vermieden werden und es ist sichergestellt, dass alle kostenrelevanten Informationen mit weniger Aufwand, schneller und präziser vorliegen – und zwar in allen Abteilungen an jedem Unternehmensstandort weltweit.

Alexander M. Swoboda und Axel Weese, Geschäftsführer bei FACTON und Veranstalter des Kongresses, zogen am Ende des Tages ein positives Resümee: „Unsere Redner haben sehr deutlich gemacht, dass ein aktives, verlässliches Kostenmanagement praktisch umgesetzt werden kann. Das ist auch unsere Botschaft bei FACTON. In diesem Sinne arbeiten wir weiter daran, dass das Stiefkind Kostenmanagement doch noch zum Liebkind wird.“

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