Längsdichte Verbindungen verhindern Kapillareffekt

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print
Sind Kabel im Motorraum nicht komplett abgedichtet, können Flüssigkeiten in Fahrzeugen technische Defekte in Elektronik oder Sensoren verursachen. Um das AdBlue-Dosiersystem seiner Dieselfahrzeuge zu schützen, setzt Jaguar Land Rover Limited auf das längsdichte und silikonfreie Antikapillarkabel von Huber+Suhner. Von Ulrike Nicht

Sind Kabel im Motorraum nicht komplett abgedichtet, können Flüssigkeiten in Fahrzeugen technische Defekte in Elektronik oder Sensoren verursachen. Um das AdBlue-Dosiersystem seiner Dieselfahrzeuge zu schützen, setzt Jaguar Land Rover Limited auf das längsdichte und silikonfreie Antikapillarkabel von Huber+Suhner.   Von Ulrike Nicht

ivm_2015_05_18_01

Produkte im Motorraum von Straßenfahrzeugen begegnen unterschiedlichen Flüssigkeiten, von Motorölen über Reinigungsmitteln bis hin zu Kondenswasser. Kabel müssen daher oft teuer und aufwendig abgedichtet werden. Es sei denn, das Kabel selbst bietet bereits eine Barriere für Flüssigkeiten.
Im längsdichten Antikapillarkabel von Huber+Suhner verhindert ein fettartiges Füllmaterial, dass Flüssigkeiten aufgrund des Kapillareffekts durch das Kabel wandern und Elektronik und Sensoren am anderen Ende der Leitung beschädigen. „Wir sahen mögliche technische Probleme durch Kapillarwirkung in den Adern in unserem SCR-System [Selektive katalytische Reduktion – SCR]“, berichtet Jonathan Goodacre, Project Engineer, EDS Components Team bei Jaguar Land Rover. „Wir suchten daher nach einem Produkt, das das Problem des Kapillareffekts in Adern zuverlässig löst“, so Goodacre.

Silikonfreier Schutz

Das SCR-System besteht aus einem Katalysator, einer AdBlue-Einspritzdüse, einem AdBlue-Tank und einer Dosiereinheit. AdBlue, eine wässrige Harnstofflösung, wird mit diesem System geregelt in den Abgasstrom gesprüht. Die daraufhin ausgelöste chemische Reaktion sorgt dafür, dass das schädliche Stickoxid vom Abgas gebunden und beinahe vollständig beseitigt wird. Das SCR-System in Jaguar-Land-Rover-Dieselfahrzeugen senkt die Emissionen somit auf ein Minimum, ohne die Leistung des Fahrzeugs negativ zu beeinflussen.
Das Antikapillarkabel von Huber+Suhner ermöglicht nun längsdichte Verbindungen innerhalb des SCR Sytems. Es ist ein silikonfreies Produkt, dass ein weiteres Problem löst, das im Umgang mit AdBlue auftreten kann. „Die Verbindung zwischen AdBlue und Silikon kann Schaum in der Ader bilden“, erklärt Steve Foster, Sales Manager bei Huber+Suhner.  „Im Moment bieten nur wir ein silikonfreies Antikapillarkabel, das die Ader ohne diesen unerwünschten Effekt längsdicht abdichtet – und zwar über die gesamte Länge und nicht nur an den Enden der Verbindung.“

Weitere Verbindungslösungen

Seit Jahren arbeitet Jaguar Land Rover bereits mit Radox-Batteriekabeln von Huber+Suhner. Das Portfolio der Antikapillarkabel erweitert den Lieferumfang. Tier-1-Zulieferer von Jaguar Land Rover wie Delphi, Leoni oder Lear haben nun die Auflage, mit diesen Produkten zu arbeiten. Infolge dieser Freigabe wurden auch weitere Kabelquerschnitte der Radox-Batterie­kabel zugelassen. Huber+Suhner konnte sich somit erneut mit hochwertigen Produkten im Markt positionieren. (anm)

 

info: Antikapillarkabel

Mit neuen Querschnitten ergänzt Huber+Suhner das bestehende Angebot silikonfreier Radox-Antikapillarkabel. Das Schweizer Unternehmen offeriert den Kunden nun zusätzlich Kabel mit 0.35, 2, 2.5, 4, und 6 mm² Durchmesser. Bislang wurden den Kunden bereits die Querschnitte 0.5, 0.75, 1.0 und 1.5 mm² angeboten.
Im Leiter der Antikapillarkabel beugt ein fettartiges Füllmaterial dem Kapillareffekt in Adern vor. Es verhindert, dass Flüssigkeiten im Fahrzeug wie Öle, Wasser oder AdBlue weitergeleitet werden und so Elektronik und Sensoren am anderen Ende beschädigen.
Das fettartige Füllmaterial ist ein Compound, der im eigenen Kunststoffmischwerk in der Schweiz produziert wird. Er ist silikonfrei, so dass sich auch in Verbindung mit Getriebeöl kein Schaum bildet. Er hält außerdem der Elektronenstrahlvernetzung stand. Daher verfügen auch diese Kabel über das elektronenstrahlvernetzte Radox-Isolationsmaterial. Sie sind besonders resistent gegenüber hohen und niedrigen Temperaturen, beständig gegen Ozon und Witterungseinflüsse und zeichnen sich durch Abriebfestigkeit aus.
Das Antikapillarkabel kann auf herkömmliche Art durch Crimpen, Löten oder Ultraschallschweißen mit Steckern oder andern Kontaktflächen verbunden werden. Da das Kabel selbst eine flüssigkeitsblockierende Barriere bietet, können teure, aufwendig abgedichtete Stecker oder Durchführungen einfach ersetzt werden.

 

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Werbung

Entdecken Sie weitere Magazine

Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.