Lapp: Robotik-Kabel im Fokus

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Lapp: Robotik-Kabel im Fokus

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print
duerr_robotermontage

Zentrales Thema der Fach-Pressekonferenz 2014 der Lapp Group (23. und 24. Mai) in Grimaud und Saint Maxime, Frankreich, war die Verkabelung von Robotern. Die Wahl fiel dabei nicht von ungefähr auf den Süden Frankreichs, denn Grimaud ist Sitz der Lapp-Tochter Lapp Muller, die sich unter anderen mit der Roboterverkabelung beschäftigt. Wer sich zu Robotik-Anwendungen bei Lapp informieren möchte, hat dazu beispielsweise auf der Automatica (3. bis 6. Juni) am Stand 129 in Halle 4A des Münchener Messegeländes Gelegenheit.

„Roboterkabel sind integraler Teil komplexer Produktionsprozesse und kommen heute in allen Industriezweigen zum Einsatz.“, begann Siegbert Lapp, Sohn des Firmengründers Vorstandsmitglied der Lapp Holding seinen Vortrag. Die komplexen Bewegungsabläufe der Roboter stellten höchste Ansprüche an die verbauten Komponenten, auch die Kabel und die elektrische Verbindungstechnik.

Genau hier setzt Lapp Muller an. Der kleine Kabelspezialist in Grimaud, den Lapp 2003 übernommen hat, fertigt neben den Roboterkabeln Sonderkabel im Kundenauftrag für Unterwasseranwendungen, die Ölindustrie und Kernkraftwerke. Dabei kann das Werk kleine Längen ab einigen Metern bis zu mehreren Kilometern  und Durchmessern bis rund 10 Zentimetern aus hunderten von Einzeldrähten fertigen.

„Für Lapp ist der Markt der Robotik ein strategischer Markt.“, erklärt Lapp. Dabei sei für Lapp alles das Robotik, bei dem Kabel und Komponenten in mehr wie zwei Achsen beansprucht werden. In diesem Zusammenhang engagiere man sich auch im Bereich der Industrie 4.0, da diese die Roboterindustrie signifikant verändern soll. Roboter könnten demnach in Zukunft nicht nur als autonome Arbeitstiere im rauen Umfeld von Schweißerei oder Lackiererei herhalten, sondern auch beispielsweise in der Montage direkt mit dem Menschen zusammenarbeiten. Insgesamt stelle die Robotik damit ein technisch Anspruchsvolles Feld da, in dem zahlreiche Innovationen entstehen können.

Der Firmenlenker sieht Lapp Muller als strategische Unternhemenseinheit, die seit Jahren gute Kontakte und Geschäftbeziehungen zu Roboterherstellern, wie die Fiat-Tochter Comau, pflegt. Auch Dürr, Hersteller von Robotersystemen für die Lackierung, gehört zu den Kunden. Aber auch neue Player nimmt Lapp wahr, etwa die Internet-Riesen Google und Amazon, die jüngst mit dem Kauf von Robotikfirmen für Schlagzeilen sorgten. Auch der taiwanesische Auftragshersteller und iPhone-Lieferant Foxconn kündige an, in die Sparte der kommerziellen Roboter einzusteigen.

Lapp stellt zudem klar, dass die Robotikbranche neben Standardprodukten oft nach Sonderlösungen fragt. Schon bei den Standardlösungen handele es sich dabei um Produkte, die hohen Anforderungen in Sachen Torsions- und Biegebeanspruchungen entsprächen, wie die Ethernetleitung FD Torsion Cat.6A oder die Servoleitung Ölflex Servo 7. Darüber hinausgehende Anforderungen befriedige Lapp Muller in Grimaud in Zusammenarbeit mit einem im Stuttgart neu installierten Market Management Robotics. Selbst exotischste Sonderleitungen entstünden hier in geringen Mengen.

Beispielsweise gelang es Lapp Muller eine Masse-Schweißleitung mit entsprechend hohem magnetischen Feld mit einer Daten- und Steuerleitung in einer Anwedung des Schweißroboterherstellers Nelson in einer Hybridleitung zu vereinen. Trotz der hohen Funktionsintegration und der notwendigen Isolation und Schirmung weist das Kabel hohe Werte beim Biegeradius und der Torsionsfähigkeit auf.

Wegen solcher Leistungen habe man Muller 2003 übernommen. Muller wurde 1939 gegeründet und beschäftigt rund 100 Mitarbeiter, davon rund 9 Mitarbeiter im Engineering. Lapp gibt an, heute noch beeindruckt zu sein, vom Know-how der Mitarbeiter und der Kenntnisse um über 100 verschiedenen Isoliermaterialien, aus denen die Experten je nach Anwendung auswählen. Die Kabelentwickler in Grimau integrieren je nach Bedarf zugekaufte Kupferlitzen und Kabel aus Stuttgarter Produktion sowie exotische Komponenten, wie Pneumatik- oder Hydraulikschläuche in unzähligen Kombinationen.

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Flexibilität, Zuverlässigkeit und Qualität sind entscheidende Wettbewerbsfaktoren in der Fertigung der Dalex Schweißmaschinen GmbH & Co. KG. Die Umsetzung dieser Anforderungen wird unterstützt von der Dualis GmbH IT Solution, dem größten Distributor der 3D-Simulationsplattform von Visual Components im deutschsprachigen Raum. 

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktionsbrief ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Wir wollen immer besser werden!

Deshalb fragen wir SIE, was Sie wollen!

Nehmen Sie an unserer Umfrage teil, und helfen Sie uns noch besser zu werden!

zur Umfrage

Aktuelle Ausgabe

Topthema: Wie ERP, CAD und PDM zusammenspielen

PLM sorgt für durchgängige Prozessqualität

Mehr erfahren

Tragen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich ein, um keinen Artikel mehr zu verpassen!

    * Jederzeit kündbar

    Entdecken Sie weitere Magazine

    Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

    Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.