19.10.2021 – Kategorie: Architektur & Bau

Laserscanning unterstützt Restaurierung eines historischen Gebäudes in Kreta

Kreta: Historisches Gebäude wird mittels Laserscanning restauriertQuelle: PointCab GmbH

Die griechische Insel Kreta ist für ihre wunderschöne Landschaft und abwechslungsreiche Geschichte bekannt. Sie ist der Geburtsort der ersten europäischen Hochkultur, der Minoer, und wurde von den Mykenern, Römern, Osmanen und vielen anderen geprägt. Die Spuren dieser Kulturen sind noch heute überall auf der Insel in verschiedenen archäologischen Überresten zu finden.

Ein solches geschichtsträchtiges Bauwerk auf Kreta ist ein zwei Jahrhunderte altes Wohngebäude, das während der Osmanenherrschaft entstand. Es steht seit 70 Jahren leer und ist die ehemalige Residenz der wohlhabenden Familie Seimeni. Als eines der wenigen noch erhaltenen Gebäude dieser Art von lokaler Architektur ist es von großem historischen Wert. Um das Gebäude zu erhalten und wieder nutzbar zu machen, war unter anderem eine genaue Dokumentation seiner Geometrie erforderlich. Somit ließen sich seine strukturelle Integrität und das Ausmaß der notwendigen Verstärkungsmaßnahmen beurteilen. Es ist darüber hinaus geplant, das Gebäude in den nächsten Jahren zu restaurieren und als lokales Volkskunstmuseum zu nutzen.

Geschichtsträchtiges Bauwerk auf der Insel Kreta

Die Postgrad-Studentin Eirini Chorianopoulou, die von den Professoren Maria Stavroulaki und Nikos Skoutelis betreut wurde, beschloss, die Vorteile der neuesten verfügbaren Laserscanner-Technologie zu nutzen. Da Teile des Gebäudes unzugänglich waren und eine Distanz-Messtechnik erforderlich war, reichten simple Messwerkzeuge und -techniken nicht aus. Durch den Einsatz von Laserscanning ließ sich eine genaue digitale Darstellung des Gebäudes in seinem Zustand vor der Restaurierung erfassen.

Dies gibt zukünftigen Besuchern die Möglichkeit, den früheren und den aktuellen Zustand zu vergleichen. Zudem können sie die Arbeiten würdigen, die der Erhaltung der Authentizität des Bauwerks nach seiner Restaurierung dienten. Um die geometrischen Eigenschaften des Bauwerks zu erfassen, setzte man den Trimble X7 3D-Laserscanner ein. Für die Erstellung der Punktwolke brauchte es 25 Scans. Alle Daten wurden dann als Dateien im e57-Format importiert und in PointCab Origins Pro bearbeitet. Es wurden genaue Pläne, Schnitte und Aufrisse der Struktur auf allen erforderlichen Ebenen erstellt und als .dwg-Dateien zur weiteren Bearbeitung in Autocad exportiert.

Erstellung und Bearbeitung der Punktwolke, Datenexport

Der Doktorand Evangelos Nitadorakis, der für die Auswertung der Punktwolken verantwortlich war, zeigte sich zufrieden mit den Ergebnissen, die sich durch den Einsatz der PointCab Origins Software erzielen ließen:

„Die Genauigkeit der erstellten Schnitte ermöglichte die Identifizierung und Quantifizierung von Pathologieindikatoren wie Wandneigungen, die mit dem menschlichen Auge nicht sichtbar sind und Fernmessungen in schwer zugänglichen Teilen der Struktur. Darüber hinaus half das Delta-Tool dabei, selbst die geringsten Abweichungen in den vertikalen Ebenen zu erkennen. Außerdem wurde mit einer geeigneten Kombination aller Daten aus Origins Pro ein genaues 3D-Modell des Gebäudes in einer FEM-Analysesoftware erstellt, und es wurden strukturelle und dynamische Analysen durchgeführt, um die Anfälligkeit des Bauwerks unter verschiedenen Belastungszuständen zu bewerten. Am Einsatz von PointCab Origins schätzten wir die einfache Handhabung, die Geschwindigkeit der Datenverarbeitung und die Qualität der Ergebnisse.“

Weitere Informationen: https://pointcab-software.com/de/

Erfahren Sie hier mehr über einen optimierten Scan-zu-CAD-Workflow mit Feature-Erkennung für Scandaten.

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