Leichtbau: BASF gewinnt mit Sitzschale aus Verbundwerkstoffen den ersten Altair Enlighten Award

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Altair gibt heute bekannt, dass der internationale Chemie-Konzern BASF Corporation für seine thermoplastische Composite Vordersitzschale (von GM Opel, BASF, SeaTcon AG, SedisTec UG, Reinert Kunststofftechnik und Maier Formenbau) den ersten Altair Enlighten Award erhalten hat. Der Award, den Altair gemeinsam mit dem Center for Automotive Research (CAR) verleiht, ist das erste Award-Programm der Automobilindustrie, das Innovationen im Bereich Fahrzeugleichtbau auszeichnet. Der Award wurde im Rahmen der Eröffnungssession des CAR Management Briefing Seminars (MBS) 2013, in Traverse City, Michigan an BASF überreicht. Den zweiten Platz teilen sich ArcelorMittal, für seinen, erstmals in dieser Form produzierten, warm umgeformten Türrahmen (von Honda, ArcelorMittal und MAGNA – Cosma International) und Plasan für sein Karbonfaserdach (von Chrysler FIAT und Plasan Carbon Composites).

BASF, einer von zehn nominierten Teilnehmern im Wettbewerb um den Enlighten Award, hat die Jury mit seiner für das OPC-Modell des Opel Astra entwickelten Composite-Sitzschale überzeugt. Composite-Materialen werden aufgrund ihrer Leichtbau-Eigenschaften im Automobilbau zunehmend verwendet, um traditionelle Metallbauteile zu ersetzen. Dabei stellen sie Ingenieure jedoch vor neue, häufig sehr komplexe Herausforderungen bei der Auslegung und wurden, aufgrund der höheren Kosten, bisher eher im oberen Fahrzeug-Preissegment verwendet.

Der Großteil an Sitzschalen wird auch heute noch aus verschiedenen gepressten und verschweißten Stahlbauteilen erstellt, da sie sehr hohe Sicherheitsstandards im Crash-Bereich erfüllen müssen. BASF hat sich den Herausforderungen gestellt und hat für die Sitzschale des Opel Astra OPC zwei für den Spritzguss geeignete Ultramid Polyamide (PA6) verwendet. Ein unverstärktes Polyamid wird verwendet, um das Glasfasergewebe einzubetten. Diese Struktur wird mit einem Kurzglasfaser gefüllten Polyamid umspritzt, um die nötigen Rippen und Kanten zu erhalten. 

Dank der Steifigkeit des Composite-Laminats und mittels Simulationstechnologie zur Bestimmung von Stellen, an denen ohne Leistungseinbußen Material reduziert werden kann, konnte die Wanddicke der Sitzschale deutlich reduziert werden. Dies ermöglichte im Vergleich zum Originaldesign eine Gewichtsreduzierung des gesamten Bauteils um 45% (von 1,5 kg auf 0,8 kg). Diese Vordersitzschale ist die erste, die mit dieser Technologie in Serie produziert wird. Der Spritzgussprozess und das Material ermöglichen die Herstellung eines kostenneutralen Bauteils mit geringerem Bauraum.

„Wir gratulieren BASF zum Gewinn des ersten Altair Enlighten Awards“, sagte David Mason, Vice President Global Automotive bei Altair. „Composite Materialien bieten Automobilherstellern auf der Suche nach Möglichkeiten zur Gewichtsreduktion viele Vorteile, stellen sie aber vor neue Auslegungs- und Entwicklungsherausforderungen. BASF hat gezeigt, dass es mit Simulationstechnologien möglich ist, sich diesen Herausforderungen zu stellen und so leichtere und somit treibstoffeffizientere Fahrzeuge zu entwickeln.“

„Unser Komitee hatte die Möglichkeit, sich zehn sehr starke Nominierungen anzusehen, die alle eine Vielzahl an Lösungen mit hohem Leichtbaupotential für den Automobilbau enthalten“, sagte der Vorsitzende der Jury Dr. Jay Baron, President und CEO von CAR, und Direktor der CAR Koalition für Automobile Leichtbaumaterialien (CALM). „Durch neue Regularien für einen reduzierten Treibstoffverbrauch ist und bleibt der Leichtbau ein wichtiges Anliegen der Automobilbauer und der Enlighten Award hat eine Reihe an in der Industrie implementierten innovativen Strategien zur Erreichung dieser Ziele herausgestellt.“

Mit dem Altair Enlighten Award sollen jedes Jahr die besten Leistungen im Bereich Gewichtsreduzierung ausgezeichnet werden. Damit soll das Interesse von Industrie, Entwicklung, Meinungsmachern, Ausbildern, Studenten und der Öffentlichkeit für dieses Thema geweckt werden, um den Wettbewerb um neue Ideen in der Industrie zu fördern und den Austausch von technologischen Vorteilen anzuregen.

Foto von links nach rechts: Dr. Jay Baron, President and CEO, Center for Automotive Research, Ann Arbor, MI and director of the, CAR’s Coalition for Automotive Lightweighting Materials (CALM); Dr. Martin M Jung, Senior Vice President, Research Structural Materials, BASF; Ms. Marianne S Morgan, Automotive Industry Liaison Manager, Engineering Plastics, BASF; David Mason,  Vice President Global Automotive, Altair.

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