Leipziger Zuliefermesse Z 2006

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Unternehmen aus nahezu allen europäischen Ländern, in denen eine nennenswerte Zulieferindustrie existiert, beteiligen sich an der diesjährigen Zuliefermesse vom 20. bis 22. Juni in Leipzig. Fast 500 Anbieter von Teilen, Komponenten, Modulen und industriellen Dienstleistungen werden zur Z 2006 erwartet. Bestimmt wird das Angebot von Zulieferleistungen für die Automobil- und Fahrzeugindustrie, den Anlagen-, Maschinen- und Werkzeugbau. Auch die siebente Veranstaltung der „Z“ besticht mit einem Anteil von etwa einem Drittel ausländischer Aussteller und gestattet daher einen schnellen, kostengünstigen Einblick in fremde Zuliefermärkte. Insgesamt sind 20 Länder vertreten, darunter fast alle mittel-, ost- und südosteuropäischen. Partnerland der Z 2006 ist Polen. Etwa 20 Unternehmen aus dem Nachbarland beteiligen sich an der Exposition, darunter eine Gießerei, ein Produzent von Kunststoffteilen, eine Spezialfirma aus dem Bereich Kupplungen und Bremsen sowie Lieferanten für den Maschinenbau. Im Fachprogramm wartet das III. Polnisch-Sächsische Wirtschaftsforum am 20. Juni unter anderem mit einem „Expertenforum Maschinenbau“ auf.

Nach dem Erfolg Tschechiens als Partnerland der Z 2005 hat sich erneut eine Reihe tschechischer Unternehmen entschieden, in Leipzig dabei zu sein. Zum ersten Mal treffen die Messebesucher auch Zulieferer aus der Ukraine und aus Russland auf der „Z“. Die russischen Firmen präsentieren sich über ihr Netzwerk, das etwa 5.000 Zulieferunternehmen vertritt und auf der Z 2006 Joint-Ventures auf den Weg bringen möchte, wie ihr Präsident Artem N. Kiselev ankündigte. Beachtliche Präsentationen kommen darüber hinaus aus der Slowakei, der Schweiz, Italien und den USA.

Einkäufertage mit starkem Interesse aus dem Ausland

Insgesamt 22 Unternehmen suchen im Rahmen der Einkäufertage auf der Z 2006 nach neuen Lieferanten, das Gros davon aus dem Automotive-Bereich sowie aus dem Anlagen-, Maschinen- und Werkzeugbau. Darunter befinden sich etliche Nachfrager, die diesen Service der Leipziger Messe das erste Mal nutzen, zum Beispiel der Anlagen- und Maschinenbauer Amandus Kahl, Carcoustics International, ein Hersteller von Soundsystemen für das Auto mit weltweit mehreren Niederlassungen, die Renk AG, die Antriebssysteme produziert, oder der Automobilzulieferer Dräxlmaier. Die Leipziger Messe koordiniert die Termine für die Geschäftskontakte bis Ende Mai. Immer mehr ausländische Zulieferer – 2006 fast 50 Prozent – wollen über die Einkäufertage neue Kunden gewinnen. Zum Beispiel haben sich zahlreiche Zulieferer aus der Türkei beworben. „Gerade ausländische Unternehmen entscheiden sich nach einem Erfolg auf den Einkäufertagen im darauf folgenden Jahr zusätzlich für eine Messebeteiligung“, hat Kersten Bunke-Njengue, Projektdirektorin der Zuliefermesse, beobachtet.

Ebenfalls zu den Fixpunkten der „Z“ gehört das von der IHK zu Leipzig organisierte Unternehmertreffen „CONTACT – Zulieferer treffen Zulieferer“, das Kooperationen zwischen Zulieferunternehmen fördert. Auch CONTACT wird rege von ausländischen Zulieferern genutzt. In diesem Jahr ist besonders starkes Interesse aus Polen und aus Russland zu spüren. So beteiligen sich elf Unternehmen der SOK-Gruppe, dem zweitgrößten Unternehmen der russischen Automobilindustrie, das 90 Prozent seines Umsatzes aus der Produktion von Autoteilen generiert. Sie wollen vorzugsweise mit kleinen oder mittelgroßen Automobilzulieferern kooperieren und suchen in Leipzig nach geeigneten Partnern.

Weitere Informationen zur Z2006 finden Sie unter www.zuliefermesse.de

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