Materialwirkung in immersiver 3D-Umgebung beurteilen

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Am Autodesk Automotive Innovation Forum in München stellt X-Rite, ein Anbieter von Farbtechnologien, zusammen mit Tochterunternehmen Pantone LLC eine Lösung namens Virtual Light Booth (VLB) vor. Sie erlaubt den Konstrukteuren, Materialzulieferern und Marketingexperten 3D-Material-Renderings unter denselben Bedingungen akkurat und effizient mit physischen Materialproben zu vergleichen.

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Am Autodesk Automotive Innovation Forum in München stellt X-Rite, ein Anbieter von Farbtechnologien, zusammen mit Tochterunternehmen Pantone LLC eine Lösung namens Virtual Light Booth (VLB) vor. Sie erlaubt den Konstrukteuren, Materialzulieferern und Marketingexperten 3D-Material-Renderings unter denselben Bedingungen akkurat und effizient mit physischen Materialproben zu vergleichen.

Mit der VLB können Designer, Materiallieferanten und Werbetreibende das 3D-Rendering von digitalen Materialproben nebeneinander mit physischen Proben in einer Umgebung visualisieren und vergleichen, in der sämtliche Parameter, die einen Einfluss auf die Wahrnehmung der Wirkung haben, kontrolliert werden. Als Bestandteil des TAC-Ökosystem (Total Appearance Capture) von X-Rite Pantone setzt die VLB neue Maßstäbe für die Präzision und Konstanz zwischen digitalen Prototypen und physischen Endprodukten. Dadurch können Unternehmen die Freigabezyklen und die Markteinführungszeit erheblich verkürzen.

Da Unternehmen ihre Produktion zunehmend auf digitale Fertigungsprozesse umstellen, wächst auch die Nachfrage nach physisch präzisen virtuellen Designs, die den optischen Eindruck des Endprodukts widerspiegeln. Bislang konnten CAD- und Rendering-Softwarelösungen nur die physische Wirkung visualisieren – Eigenschaften wie Textur, Glanz, Transparenz und Opazität. Doch mit dem TAC-Ökosystem und der VLB ist es jetzt möglich, den echten optischen Eindruck eines Materials in einer digitalen Umgebung zu erfassen und zu prüfen.

„Unsere innovative, wegweisende Virtual Light Booth ist das Produkt unserer mehr als 60-jährigen Erfahrung in der Farbwissenschaft. Sie bietet eine immersive und interaktive Erfahrung, damit Anwender den optischen Eindruck von Materialien in einer physischen und einer virtuellen Umgebung zuverlässig und präzise beurteilen können“, so Dr. Francis Lamy, Executive Vice President und Chief Technology Officer, X-Rite. „Mit der VLB können Produktteams erstmals digitale und physische Materialien unter genau den gleichen Wahrnehmungsbedingungen miteinander vergleichen – angefangen von der Lichtquelle bis hin zu kontext- und wahrnehmungsrelevanten Faktoren. Mit der VLB können Designteams diese Bedingungen variieren, um Änderungen in Bezug auf die Materialleistung zu erkennen. Infolgedessen können Designer fundiertere Entscheidungen bei der Materialauswahl treffen, den Freigabeprozess verkürzen und die Materialqualität verbessern.“

Schlüsselfertige Lösung für den Vergleich von digitalen und physischen Materialproben

Die Virtual Light Booth vereint die professionelle Technologie der Abmusterungskabine SpectraLight QC von X-Rite mit einem hochauflösenden, farbkalibrierten LCD-Display und einem Echtzeit-Farbmanagementsystem. Auf dem Display der VLB wird eine digitale Materialreproduktion (Rendering) oder Produktsimulation neben der physischen Probe angezeigt. Dadurch können Anwender die virtuellen und physischen Proben unter kontrollierten Tageslichtbedingungen in einer standardisierten visuellen Betrachtungsumgebung anzeigen. Die VLB ermöglicht die flexible Ansicht von Proben unter diffusen oder Spot-Lichtquellen.

Durch die Kombination von integrierten Bewegungssensoren, Spektralfotometern und Farbmessgeräten mit der Synchronisierung der Echtzeit-Renderingtechnologie bietet die VLB eine virtuelle 3D-Erfahrung, die echte Objekte durch die Änderung der virtuellen Darstellung simuliert, sobald der Beobachter den Betrachtungswinkel ändert. Dies ist insbesondere bei der Beurteilung von Materialien mit Effektpigmenten wichtig, deren Farbe und Wirkung sich je nach Betrachtungswinkel ändern.

„Auf Basis der komplexen virtuellen Bewertung haben wir eine Komplettlösung entwickelt, die im gesamten Workflow – vom Design bis zur Produktion – eingesetzt werden kann. Dadurch müssen sich Kunden keine Gedanken mehr über Farbkalibrierung, Beleuchtung oder Betrachtungswinkel machen. All diese Faktoren haben wir in die neue VLB integriert, damit Kunden virtuelle und physische Materialien schnell und präzise begutachten können“, erklärt Lamy.

Das TAC-Ökosystem

Die VLB ist Teil des TAC-Ökosystems, einer Lösung zur präzisen und effizienten Messung, Kommunikation und Visualisierung komplexer physischer Materialien, einschließlich Effektpigmenten und synthetischen Stoffen. Dank TAC werden Produktdesigns zum Leben erweckt – mit digitalen Materialdarstellungen, die die gleichen visuellen Eigenschaften wie ihre physischen Gegenstücke aufweisen. Produktdesigner, 3D-Künstler, Materialeinkäufer und Werbetreibende können mit dem TAC-Ecosystem physische Materialien einscannen, um Dateien im anbieterneutralen, systemunabhängigen Appearance Exchange Format (AxF) zu erstellen. Der gesamte optische Eindruck lässt sich so digital darstellen und weitergeben. Unterstützt werden die unterschiedlichsten Anwendungen für PLM (Product Lifecycle Management), CAD und Rendering. Dies ermöglicht ein neues Maß an Realismus und Effizienz in der digitalen Materialerfassung und im 3D-Design.

 

Bild: Produktsimulation auf dem VLB-Display neben der physischen Materialprobe. Quelle: X-Rite

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