Mensch und Maschine Software SE startet Marktoffensive

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Der im Prime-Standard notierte CAD/CAM-Spezialist Mensch und Maschine Software SE (MuM) erweitert sein Geschäftsmodell und führt neben den bisherigen Segmenten „Eigene Technologie“ und „Value-Added-Distribution“ das neue Segment „Systemhausgeschäft“ ein.

Im Rahmen einer Marktoffensive übernimmt MuM im deutschsprachigen Raum einige seiner wichtigsten Vertriebspartner über Aktientausch und baut das eigene Endkundengeschäft, das bisher nur eine unbedeutende Rolle spielte, massiv aus.

Im ersten Schritt schließen sich rückwirkend zum 1.1.2009 zunächst folgende fünf Partnerunternehmen dem MuM-Konzern an: CAD-LAN AG (Suhr, Schweiz), E&S GmbH (Großwilfersdorf bei Graz, Österreich), Haberzettl GmbH (Nürnberg), LeyCAD (Reichshof bei Köln), AtWork GmbH (Osnabrück).

Insgesamt werden 2009 etwa 200 Mitarbeiter/innen in das Systemhaussegment übernommen. Davon arbeiten rund drei Viertel in den neuen Partnerunternehmen, etwa ein Viertel stammt aus dem bisherigen MuM-Konzern, hauptsächlich an den Standorten Wessling bei München, Kirchheim bei Stuttgart, Salzburg und Zürich. Die Mitarbeiterzahl im Konzern überschreitet dadurch die Schwelle von 500 Personen.

MuM konzentriert sich zunächst auf die Bereiche Maschinenbau/Elektro/Infrastruktur und steigt hier deshalb zum 1.2.2009 in Deutschland, Österreich und der Schweiz von Distribution (VAD) auf Endkundenvertrieb (VAR – Value Added Reselling) um. Bei Architektur-Software wird 2009 der Schwerpunkt in D/A/CH noch auf Distribution liegen, hier erfolgt der volle Umstieg erst Anfang 2010, ebenfalls mit einem Mix aus Übernahmen wichtiger Partner und eigenem Personal aus der Distribution.

Das Projekt Marktoffensive wird in enger strategischer Abstimmung mit dem MuM-Hauptlieferanten Autodesk umgesetzt. Das MuM-Einkaufsvolumen macht beim CAD-Weltmarktführer Autodesk knapp zehn Prozent des weltweiten Umsatzes aus. Auf Europa-Ebene liegt der MuM-Anteil bei etwa einem Viertel, im deutschsprachigen Raum sogar höher. Im Rahmen der Marktoffensive wird sich dieses Einkaufsvolumen in D/A/CH im Jahr 2009 je etwa hälftig auf die Bereiche VAD und VAR aufteilen, ab 2010 etwa 20 zu 80 Prozent. In allen anderen Regionen erfolgt diese strategische Änderung nicht, da Autodesk außerhalb des deutschsprachigen Raums in Europa weitgehend über Distributoren vertreibt und kaum über direkt belieferte Systemhäuser. Der überwiegende Teil des Konzern-Einkaufsvolumens bei Autodesk wird also weiterhin aus dem Segment Distribution stammen.

Der Außenumsatz des MuM-Systemhaussegments im Startjahr 2009 dürfte in der Größenordnung von 40 bis 50 Millionen liegen, was einem Marktanteil von 15 bis 20 Prozent am Endkundengeschäft mit Autodesk-Software im deutschsprachigen Raum entspräche. Diesen Anteil möchte MuM bis Ende 2010 auf etwa 25 bis 30 Prozent ausbauen, dann werden rund 300 Mitarbeiter/innen in diesem Segment beschäftigt sein.

Während das volumenstarke MuM-Distributionsgeschäft einen Rohertrag von etwa 16 Prozent und eine Umsatzrendite von gut 3 Prozent aufweist, sind im Systemhaus-Geschäft Roherträge von gut 35 Prozent und Umsatzrenditen von bis zu 10 Prozent erreichbar. Diese höhere Wertschöpfung kommt je etwa zur Hälfte aus dem Software-Verkauf und dem Dienstleistungsgeschäft, dass zum Beispiel Schulungen, Systeminstallationen und kundenspezifische Anpassungen umfasst.

Auf Konzernebene wird für 2009 ein Anteil des neuen Segments von gut einem Viertel an der Wertschöpfung erwartet, ab 2010 dann mehr als ein Drittel. Das Distributionssegment dürfte 2009 noch gut ein Drittel und ab 2010 knapp ein Drittel beitragen. Das restliche Drittel der Wertschöpfung wird auch in Zukunft aus der selbstentwickelten CAD/CAM-Software kommen. Damit ist das MuM-Geschäftsmodell künftig auf drei fast gleich starken Säulen ausbalanciert. Durch die höhere Umsatzrendite des Systemhausgeschäfts im Vergleich zur Distribution ist mittel- bis langfristig auch auf Konzernebene eine Steigerung der operativen Marge von bisher knapp fünf Prozent in Richtung zehn Prozent möglich. Dieser Effekt dürfte sich zwar 2009 in der Einführungsphase noch nicht signifikant auswirken, ab 2010 aber zu deutlichen Margenzuwächsen führen.

Die Übernahme der Partnerfirmen erfolgt zum großen Teil über Aktientausch, so dass die bisherigen Gründer und geschäftsführenden Gesellschafter im MuM-Konzern zu Mit-Unternehmern werden. Die Übernahmen erfolgen in einem zweistufigen Verfahren, das sich über mindestens zwei Jahre erstreckt und eine für beide Seiten faire endgültige Bewertung anhand der Ergebnisentwicklung während dieser Zeitspanne vorsieht. Die für den Aktientausch in der ersten Phase erforderlichen Aktien werden zum größeren Teil über eine zirka fünf prozentige Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage aufgebracht, der Rest sind eigene Aktien aus dem Rückkaufprogramm, das seit 9.10.2008 läuft. Durch dieses Verfahren reduziert sich der Netto-Cashbedarf auf etwa 3 Millionen Euro, die hauptsächlich für Anteile ausscheidender Gesellschafter aufgewendet werden, bei denen ein Aktientausch nicht sinnvoll ist.

Der Beitrag der neu übernommenen Unternehmen zum Gewinn pro Aktie (nach Abschreibungen, Finanzierungskosten und Minderheitsanteilen) ist bei planmäßigem Geschäftsverlauf schon im Geschäftsjahr 2009 positiv. Im Falle eines schlechteren Verlaufs führt die ergebnisabhängige Bewertung spätestens nach Übernahme der Restanteile zu einem deutlich positiven Beitrag zum Gewinn pro Aktie. Die Kapitalerhöhung wirkt also mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht verwässernd, sondern erhöhend auf den inneren Wert der MuM-Aktie.

MuM-CEO Adi Drotleff: "Mit der Marktoffensive setzen wir einen Plan um, der lange Jahre in der Schublade geschlummert hat – für den Fall, dass wir einmal in einer unserer Regionen das Endkundengeschäft attraktiver als das Distributionsgeschäft finden würden. Dieser Fall ist nun im deutschsprachigen Raum eingetreten. Wir gewinnen dadurch deutlich mehr Kundennähe und können auch den guten Klang der Marke Mensch und Maschine noch besser nutzen als bisher. MuM steht seit fast 25 Jahren für ein attraktives Preis-/Leistungsverhältnis bei CAD/CAM-Lösungen, mit deren Hilfe unsere Kunden ihre Produkte oder Projekte entwickeln und ihre Prozesse optimieren. Ich freue mich auch sehr auf die Zusammenarbeit mit meinen neuen Aktionärskollegen, deren Aktienpakete dann zusammen mit den von mir und unserem CTO Werner Schwenkert gehaltenen Anteilen die absolute Kapitalmehrheit bei MuM stellen. Die Mensch und Maschine Software SE wird damit noch mehr als schon bisher ein börsennotiertes und eigentümergeführtes Unternehmen."

Weitere Informationen: www.mum.de und www.autodesk.de

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