Metall-3D-Druck: Wettbewerb zeigt Potenzial für industrielle Anwendungen

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Die Designideen der Gewinner des von Additive Industries initiierten Wettbewerbs zeigen das industrielle Potenzial, das der Metall-3D-Druck eröffnet.
Metall-3D-Druck: Sieger des Wettbewerbs von Additive Industries

Quelle: Additive Industries

Die Gewinner des Wettbewerbs „Design for Additive Manufacturing 2020“, K3D und Younes Chahid, wurden virtuell verkündet, eine lobende Erwähnung galt Nina Uppenkamp von der SMS Group. Die Konstruktionen des vom 3D-Druck-Anbieter Additive Industries initiierten Wettbewerbs veranschaulichen das industrielle Potenzial, das der Metall-3D-Druck eröffnet.

Während der 8. Additive World Conference kürte der Vorsitzende der Jury, Steven van de Staak von Ultimaker, K3D und Younes Chahid zu den Gewinnern des Additive World Design for Additive Manufacturing Challenge 2020. Alle Finalisten, drei in der Kategorie Studenten und drei Profis, haben  ihre Entwürfe in einem Video der 6-köpfigen Jury präsentiert. Nach eingehender Beratung traf die Jury in beiden Kategorien eine einstimmige Entscheidung. Die Entwürfe der Sieger, ein Laser-Schweißkopf und das Schaftdesign eines Hüftimplantats, sind inspirierende Anwendungen im industriellen Metall-3D-Druck.

In der Kategorie Studenten ging der erste Preis an Younes Chahid von BiometicAM aus Großbritannien mit dem Schaftdesign eines Hüftimplantats. Diese Anwendung verbessert das Leben der Patienten, indem es die Operations- und Genesungszeiten verkürzt. Die Struktur ist vollständig mit unterschiedlichen Gitterdichten und -dicken für ein optimales Einwachsen des Knochens optimiert.

Das Bauteil lässt sich nur im Metall-3D-Druck herstellen und ist darüber hinaus so konzipiert, dass es ohne Stützen auskommt, und durch eine optimale Verschachtelung viele Teile in einem Aufbau ermöglicht und somit auch die Gesamtkosten reduzieren hilft. Das verbessert die Verfügbarkeit für Patienten in der ganzen Welt.

Der Gewinner in der Profikategorie ist K3D aus den Niederlanden, Anbieter von 3D-Drucklösungen und -services, der diesen Wettbewerb zum zweiten Mal in Folge gewinnt. K3D-CTO Jaap Bulsink präsentierte den Laserschweißkopf, den das Unternehmen für Hittech Bihca entwickelt hat, einen Lieferanten von Präzisionskomponenten. Verbesserte Leistung, funktionelle Integration, konforme Kühlkanäle, geringes Gewicht und optimierte lokale Porositäten sind Merkmale, die diese Anwendung zum Gewinner in einer schwierigen Kategorie mit einigen anderen ausgezeichneten Fallstudien machten.

Reale industrielle Anwendung für Metall-3D-Druck

Die Juroren waren davon beeindruckt, dass K3D ein überzeugendes Beispiel für eine echte, industrielle Anwendung präsentierte, eine Kategorie, die bei Designwettbewerben nicht immer gut vertreten ist. Das Design konnte nur in additiver Fertigung hergestellt werden. Es lässt sich darüber hinaus ohne jegliche Stützen in einer effizienten Konstruktionseinrichtung drucken.

Eine ehrenvolle Erwähnung galt Nina Uppenkamp von der SMS Group aus Deutschland. Ihr neu gestalteter Medienblock ist ein ungewöhnliches Design mit einem überzeugenden Geschäftsmodell, das sich sehr gut bewährt hat. Der Verteilerblock ist für die additive Metallfertigung optimiert. Dafür sprach auch, dass sowohl das Originalteil als auch das neu entworfene Teil funktionell getestet und verglichen worden sind.

Alle Finalisten erhalten eine kostenlose Lizenz der Software Altair Inspire und Autodesk Netfabb. Younes Chahid, als Gewinner unter den Studenten, hat einen Ultimaker 2+ Drucker gewonnen, während das Team von K3D einen Ultimaker S3 erhält,

Beide Gewinner erhalten außerdem ein 3D-Druck-Starter-Paket von MakerPoint.

Bild: Die Konstruktion der Finalisten des Wettbewerbs „Design for Additive Manufacturing 2020“ (von links nach rechts, erste obere Reihe dann unten), Quelle: Additive Industries:

  • „Laserschweißkopf“ von Jaap Bulsink, K3D Bihca (Niederlande, Profikategorie)
  • „Verteilerblock“ von Nina Uppenkamp, SMS Group (Deutschland, Profikategorie)
  • „Expandierbarer Bandscheibenkäfig“ von Donatien Campion, 3DMedLab (Frankreich, Profikategorie)
  • „Hüftimplantat-Stammdesign“ von Younes Chahid, BiomimeticAM (UK, Studentenkategorie)
  • „Stabilisatorhalterung“ von Dong Zhang, SCUT Robotlab, (China, Studentenkategorie)
  • „Bremssattel“ von Samir Mulgaonkar, Sunriser (US, Studentenkategorie)

Weitere Informationen: www.additiveindustries.com

Erfahren Sie hier mehr darüber, was einen 3D-Drucker in eine offene Materialplattform verwandelt.

Lesen Sie auch: „Aluminiumguss: Wie ein neues Verfahren die Umweltbelastung reduziert“.

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