28.09.2021 – Kategorie: Fertigung & Prototyping

Mikro-3D-Drucker: Darum öffnet er weitere Türen für den Einsatz im kleinsten Maßstab

Mikro-3D-DruckerQuelle: BMF
Der Mikro-3D-Drucker MicroArch S230 von Boston Micro Fabrication bietet Anwendern, die Mikroteile mit engen Toleranzen benötigen, große Designfreiheit und hohe Detailauflösung.
  • Boston Micro Fabrication (BMF), Anbieter im Bereich mikroskaliger 3D-Drucksysteme, stellt den MicroArch S230 vor.
  • Er ergänzt eine Reihe von 3D-Druckern mit Mikropräzision für den industriellen Einsatz vom Prototyping bis zur Kleinserien-Produktion.
  • Den Mikro-3D-Drucker hat BMF für Anwendungen entwickelt, die ultrahohe Auflösung (bis zu 2μm), hohe Genauigkeit, Präzision und Geschwindigkeit erfordern.

Der MicroArch S230 bietet Forschungslaboren und Herstellern, die Mikroteile mit engen Toleranzen als Prototypen oder Serienteile benötigen, hohe Designfreiheit und Detailauflösung. Der Mikro-3D-Drucker basiert auf der patentierten Technologie der Projektions-Mikro-Stereolithografie (PµSL) von BMF. Diese ermöglicht eine schnelle Photopolymerisation einer ganzen Schicht flüssigen Polymers unter Verwendung eines UV-Lichtblitzes mit mikroskaliger Auflösung. Darüber hinaus bietet der Drucker ein größeres Bauvolumen (50x50x50mm) und bis zu fünfmal schnelleres Drucken als die Vorgängermodelle der 2μm-Serie.

Drei neue Materialien

Zu den weiteren Hauptmerkmalen des MicroArch S230 gehören eine aktive Schichtnivellierung und automatische Laserkalibrierung. Zudem erlaubt die Fähigkeit, Materialien mit höherem Molekulargewicht und einer Viskosität von bis zu 20’000 Cp zu verarbeiten, die Herstellung von stärkeren Funktionsteilen. Der 3D-Drucker arbeitet mit einem wachsenden Portfolio an technischen und keramischen Harzen, die sich für Endanwendungen eignen. Drei neue Materialien werden mit der Markteinführung angekündigt:

  • AL (Aluminiumoxid) Keramik — ein biokompatibles und chemikalienbeständiges keramisches Harz für Anwendungen mit hohen Temperaturen, großer Festigkeit und hoher Steifigkeit, wie im Werkzeugbau (Spritzguss), bei Gehäusen und medizinischen Geräten.
  • HT 200: Das haltbare, hochtemperaturbeständige und hochfeste Harz lässt sich löten. Es ist für die Endanwendung bei elektrischen Steckverbindern und elektrischen Komponenten vorgesehen.
  • MT (Magnesiumtitanat)-Keramik: Die Kombination aus hoher Dielektrizitätskonstante und geringem dielektrischen Verlust macht MT-Keramik geeignet für Millimeterwellenanwendungen. Dazu gehören Antennen, Wellenleiter und andere elektronische Komponenten.

„Als aktueller BMF-Kunde sind wir von der Leistung unseres MicroArch S130-Druckers begeistert, der uns im Mikrodruck von Keramik unterstützt und die für unsere Teile erforderliche Auflösung, Genauigkeit und Präzision bietet. Als erster Kunde des neuen MicroArch S230, dem 2µm-System der nächsten Generation, freuen wir uns darauf, unsere Teilekapazität mit dem größeren Bauvolumen zu erhöhen und unsere Druckzeiten zu verkürzen. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit dem BMF-Team und ihrer Produktlinie von Mikropräzisions-3D-Druckern, um unsere Anforderungen an Mikroteile zu erfüllen“, sagt Toby Schaedler, Manager, Architected Materials and Structures Department bei HRL Laboratories, LLC.

BMF hat sein MicroArch-System im Februar 2020 weltweit auf den Markt gebracht und inzwischen über 125 Einheiten installiert. Die Nachfrage steigt weiterhin an. Mit PµSL lassen sich komplizierte Teile exakt und reproduzierbar herstellen. Somit empfiehlt sich die Technologie für Endanwendungen und Prototypen in Branchen, die vorher ohne additive Fertigung auskommen mussten. Dazu gehören etwa Medizintechnik, Mikrofluidik, MEMS, Biotechnologie und Pharmazeutik, Elektronik und elektrische Verbindungen sowie Forschung und Entwicklung.

Mikro-3D-Drucker überwindet technische Barrieren

„Der Trend zur Miniaturisierung zeigt sich nach wie vor in fast jeder Branche. Je kleiner die Teile werden, desto schwieriger wird die Entwicklung, desto komplizierter und teurer wird die Herstellung. In meisten Anwendungsfällen haben technologische Barrieren die additive Fertigung bisher ausgeschlossen“, erklärt John Kawola, CEO von BMF. „Wir haben den 3D-Druck in Branchen eingeführt, die ihn bisher nicht nutzen konnten. Der MicroArch S230, der bisher fortschrittlichste unserer Drucker mit der höchsten Auflösung, wird noch mehr Türen für neue Anwendungen in kleinstem Maßstab öffnen.“

Weitere Informationen über den MicroArch S230 und die drei neuen Materialien von BMF unter: www.bmf3d.com.

Bild: Der neue Mikropräzisions-3D-Drucker von BMF MicroArch S230 bietet 2μm Auflösung, ein Bauvolumen von 50x50x50 Millimetern und bis zu fünfmal schnelleres Drucken als die Vorgängermodelle. Bildquelle: BMF

Erfahren Sie hier mehr über 3D-Druck für die schnelle Fertigung im Wafer-Maßstab.

Lesen Sie auch: „Leiser 3D-Drucker für Verbundwerkstoffe: Prototypen aus dem Büro“


Teilen Sie die Meldung „Mikro-3D-Drucker: Darum öffnet er weitere Türen für den Einsatz im kleinsten Maßstab“ mit Ihren Kontakten:

Zugehörige Themen:

Additive Fertigung

Scroll to Top