11.11.2021 – Kategorie: Fertigung & Prototyping

Mit SketchUp Pro Fussbodenheizungen richtig verlegen

SketchUp ProQuelle: Wolf-Bavaria GmbH

Auf einem Bauernhof fing alles an… Heute gilt Wolf Bavaria als Experte für Schalldämmung in Trockenbauweise.

SketchUp Pro in der Praxis: Im fränkischen Heilsbronn beschäftigt er rund 30 Mitarbeiter sowie weitere an Produktionsstätten in Deutschland und Ungarn. Zusätzlich vertreiben Partnerunternehmen die Systemlösungen weltweit über den Baustoffhandel.

Pläne für Handwerker mit SketchUp Pro erstellen

2004 hatten Richard und Michael Wolf die Idee, aus Naturprodukten wie Sand und Wellpappe eine druckstabile Platte für eine optimale Schalldämmung zu bauen. Daraus entstand später die Schalldämmplatte „Phone Star“, mit der sich Decken, Wände und Fußböden von Neubauten und Sanierungsobjekten ausstatten lassen. Aufgrund hoher Nachfrage integrierten die beiden Erfinder Wärmeleitbleche für Fußbodenheizungen in die Kartonagenelemente.

Heute liefert Wolf Bavaria zusammen mit dem Trockenestrich komplette Systemlösungen für den Fußbodenaufbau. Kunden des Mittelständlers sind Bauherren, Architekten und Handwerker sowie Holzhausbauer und die Fertighausindustrie.

Vor allem die technische Beratung ist ein wichtiges Geschäftsfeld für das Unternehmen. „Unsere Kunden möchten zum Beispiel eine Massivholzdecke oder einen Betonboden mit Schallschutz ausstatten. Wir bewerten den Aufbau schalltechnisch und schlagen eine geeignete Lösung mit unseren Materialien vor. Im Nachgang führen wir mithilfe unseres technischen Equipments eine Schallmessung durch, um den Erfolg zu überprüfen“, erklärt Heiko Zucker seine Arbeit. Er ist Holztechniker und Leiter Anwendungstechnik im Unternehmen. Die Verlegearbeiten für die Fußbodenheizung führen meist von den Bauherren beauftragte Handwerker vor Ort aus. Damit die sich einfach orientieren können, zeichnen Heiko Zucker und sein Team detaillierte Pläne in SketchUp Pro von Trimble.

SketchUp Pro
Schichten von Boden- und Deckenaufbau, dargestellt in einem SketchUp-Pro-3D-Modell. Bild: Wolf-Bavaria GmbH

Ursprünglich wurde diese Lösung als eine einfach zu nutzende, kostengünstige Lösung entwickelt, um maßgenaue 3D-Modelle zu präsentieren. Die Anwender sollten damit genauso frei zeichnen können wie auf Papier und einfach Spaß haben bei der Arbeit. Diese Vision ist nun seit 20 Jahren Realität und begeistert weltweit. Die heute rund 33 Millionen Nutzer kommen etwa aus der Architektur, dem Gerüst- und Ladenbau sowie der Automobilbranche. Aber auch Schreiner, Leuchten- und Farbenhersteller oder Konstrukteure von Sonnensegeln setzen SketchUp ein.

Einfach in der Anwendung

„Bei Wolf Bavaria ist es das ideale Programm, um die Verlegepläne für die Fußbodenheizungen anzufertigen“, erklärt Zucker. „SketchUp Pro ist sehr einfach in der Anwendung, so dass auch Ungeübte schnell damit zurechtkommen. Außerdem bietet es uns alle Visualisierungsmöglichkeiten, die wir brauchen. Wir sind jetzt seit über drei Jahren sehr zufrieden damit.“

Bisher plant Heiko Zucker in 2D. Als Basis dienen meist Architektenpläne aus einer DWG-Datei, die er in SketchUp Pro importiert. Doch die Nachfrage hat sich verändert. Kunden möchten heutzutage Konstruktionsvarianten in 3D sehen, die das gesamte Angebot reflektieren. So werden Zucker und sein Team nun in Zukunft auch immer öfter 3D-Modelle mit anbieten.

Nach intensiver Schulung ist man inzwischen sehr viel sicherer in der 3D-Konstruktion. Spannend seien vor allem die zahlreichen neuen Funktionen, die einem das tägliche Arbeiten vereinfachen, so Zucker. Das verdeutlicht besonders eines ihrer Projekte: In Zusammenarbeit mit dem Ökohaus-Hersteller Abensberger Holz100 realisierte man in einem Ökohaus am Starnberger See den gesamten Bodenaufbau mit Schallschutz, Fußbodenheizung und Trockenestrich in unterschiedlichen Varianten.

SketchUp Pro
Detaillierter Verlegeplan für die Fußbodenheizung im Erdgeschoss, bearbeitet mit SketchUp Pro. Bild: Wolf-Bavaria GmbH

Der Eingabeplan vom Architekten lag als DWG-Datei vor. Zucker importierte die Pläne lediglich in SketchUp Pro und konnte sogleich mit dem Planen der Fußbodenheizung beginnen. Im Haus wurden dann rund 320 qm Heizelemente verlegt. Aus den maßgenauen Plänen war genau ersichtlich, wo man beginnen musste, ob Platten zuzuschneiden waren oder andere Besonderheiten zu berücksichtigen. Am Ende führte Wolf Bavaria eine Luft- und Trittschallmessung durch, um den Erfolg der Maßnahmen zu überprüfen.

SketchUp-Pro Tipps & Tricks

Die DWG-/DXF-Dateien der Architekten sollten für SketchUp Pro nicht mit Informationen überladen sein. Diese Erfahrung machte Heiko Zucker nämlich bei Großprojekten. „Meistens braucht man nur die einfachen Grundrissdarstellungen, ohne Layer und Details, dann sind auch große Dateien kein Problem.“ Für eben diese Großprojekte sieht er die Materiallisten in SketchUp Pro als echte Hilfe. Auf Knopfdruck kann er sich die eingesetzten Bauteile aus seinen Plänen auflisten lassen. Sie entsprechen exakt den verschiedenen Fußbodenelementen bei Wolf Bavaria, da Heiko Zucker sie zuvor selbst konfiguriert hat. Außerdem kann er sich so auch seine Heizkreislängen für die Fußbodenheizung ausrechnen.

Von Margret Wesely.

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