Modellbasierte Simulation: Maschinen schnell und sicher in Betrieb nehmen

bosch_rr_pi_076_16_simulation_hoch

Time-to-Market verkürzen: Diesen Wunsch können sich Maschinenbauer mit Open Core Engineering und Simulationsumgebungen wie Simster von Bosch Rexroth erfüllen. Die kostenfreie Multidomain-Simulationsplattform soll Maschinenbauern ein durchgängig digitales Engineering ermöglichen.

Umformmaschinen schnell und sicher in Betrieb nehmen – dieses Ziel können Maschinenbauer durch modellbasierte Simulation zum Beispiel mit der kostenfreien Lösung Simster von Bosch Rexroth. Das Prinzip: Noch vor Aufbau der realen Maschine wird ein virtuelles Abbild sicher und ausgiebig mit allen Regelungsstrukturen bis hin zur virtuellen Inbetriebnahme getestet. Im Ergebnis fällt weniger Programmierarbeit an, die Engineering-Qualität steigt und die Time-to-Market verkürzt sich. Wie das funktioniert, konnten die Besucher der EuroBLECH am Beispiel einer Servo-Presse erfahren.

Auslegung und Programmcode frühzeitig optimieren

Simster ist eine von Bosch Rexroth selbst entwickelte, leistungsfähige und kostenfrei verfügbare Multidomain-Simulationsumgebung, mit der sich geregelte Antriebssysteme innerhalb von Werkzeugmaschinen effizient modellieren und optimieren lassen. Um schnell einen digitalen Zwilling erstellen zu können, bringt die leistungsfähige Simulationsplattform eine umfassende Modellbibliothek aus verschiedenen Domänen mit, darunter Hydraulik, Mechanik und Regelungstechnik. Über die Schnittstellentechnologie Open Core Interface lässt sich das Simster-Modell direkt mit einer Rexroth-Steuerung als „Hardware-in-the-Loop“ (HiL) verknüpfen. So können alle Regelungsstrukturen inklusive integrierter SPS-Programme mit dem virtuellen Abbild zuverlässig getestet werden. Auf diese Weise lassen sich Auslegung und Programmcodes frühzeitig und mit weniger Rekursionsschleifen optimieren. Mittels Rapid-Control-Prototyping können die Steuerprogramme auf der Simulationsplattform einfach über einen Generator erstellt werden. Auch für spätere Tests und Modifikationen lassen sich die erstellten Modelle heranziehen, etwa bei geänderten Rahmenbedingungen in der Produktion.

Ein konkretes Praxisbeispiel zeigt Bosch Rexroth auf der EuroBLECH anhand einer Presse mit hybridem Antriebskonzept, welches in Verbindung mit Simster und der universellen Modellierungssprache Modelica entstand. Weitere modellbasierte Funktionen, wie etwa die Zustandsüberwachung und Diagnose können ebenfalls mit Simster erzeugt werden.

Als Multidomain-Simulationsumgebung mit intuitivem Bedienkonzept eignet sich Simster gleichermaßen für Simulationsexperten und Einsteiger. Zahlreiche Programmhilfen und systemtechnische Erläuterungen sorgen für schnelle Erfolgserlebnisse. Integrierte Schnittstellen erlauben auch Co-Simulationen mit anderen Systemen, beispielsweise mit MATLAB, Simulink und anderen Partnerlösungen aus dem Open Core Engineering-Ökosystem. Zur Visualisierung der Ergebniskurven hält Simster ferner einen leistungsfähigen Plotter bereit.

Sowohl Simster als auch die Schnittstellentechnologie Open Core Interface für Entwicklungs- und Simulationslösungen stehen kostenfrei im Engineering Network Forum von Bosch Rexroth zum Download bereit. Bei Bedarf unterstützt Bosch Rexroth mit optionalem Support und Trainings.


Teilen Sie die Meldung „Modellbasierte Simulation: Maschinen schnell und sicher in Betrieb nehmen“ mit Ihren Kontakten:


Scroll to Top