24.08.2003 – Kategorie: Management, Marketing, Technik

MuM bleibt im ersten Halbjahr innerhalb der eigenen Ziele

Mit einem relativ umsatzstarken 2. Quartal, um 14% gesenkten Betriebskosten und einem positiven operativen Cashflow in Höhe von EUR 4,5 Mio blieb die Mensch und Maschine Software AG (MuM) nach den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres im Rahmen ihres für das Jahr 2003 gesteckten Zielkorridors. Während der Umsatz im 2. Quartal in den vergangenen drei Geschäftsjahren jeweils um fast 25% unter dem des 1. Quartals lag, war dieser im 2. Quartal 2003 mit EUR 30,6 Mio nur um 2% niedriger als im vorangegangenen 1. Quartal. Eine spürbare Aufhellung des Marktumfeldes zur Jahresmitte trug dazu bei, dass das 2. Quartal des bisher umsatzstärksten Geschäftsjahres 2001 klar übertroffen wurde. Im Vorjahr war das 1. Halbjahr stark von positiven Sondereffekten geprägt, weshalb der Umsatz des Q2/2002 von EUR 35,7 Mio als Vergleichswert kaum geeignet ist. Der Rohertragsanteil aus eigener Technologie und Dienstleistung betrug in den ersten sechs Monaten EUR 10,4 Mio oder 47% und hat sich damit weiter auf dem hohen Niveau des Vorjahres stabilisiert. Der im Rahmen der Drei-Säulen-Strategie neu hinzugekommene Bereich PTC hat schon etwa 20% zum Rohertragsanteil aus Fremdprodukten von EUR 11,8 Mio beigetragen. Die Akzeptanz bei den Händlern für die PTC-Produkte ist sehr hoch: Bereits mehr als 100 Fachhändler sind für PTC unter Vertrag, so dass mit einer weiteren Steigerung des PTC-Geschäfts im 2. Halbjahr zu rechnen ist.

Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) in Höhe von EUR 0,7 Mio in den ersten sechs Monaten lag zwar noch deutlich unter dem um die mittlerweile nicht mehr angewendete Entwicklungskosten-Aktivierung bereinigten Vorjahreswert von EUR 2,5 Mio, war aber angesichts der positiven Sondereffekte im Vorjahr voll im Rahmen der Erwartungen.

Das Nettoergebnis lag bei EUR -1,9 Mio (Vj: -1,2 bereinigt) oder EUR -0,38 (Vj: -0,25) je Aktie (unverwässert). Hierin sind lineare Firmenwert-Abschreibung in Höhe von EUR 0,7 Mio (im Gegensatz zu US-GAAP in IAS noch anzuwenden) sowie Restrukturierungs-Aufwendungen in Höhe von brutto EUR 0,7 Mio enthalten.

Auf der Kostenseite konnten wegen der auf 411 Personen konsolidierten Mitarbeiterzahl (Vj: 477) weitere Einsparungen realisiert werden: Die operativen Kosten im Q2/2003 lagen mit EUR 10,9 Mio nicht nur deutlich unter dem Vorjahr (12,7 / -14%) sondern auch um EUR 0,4 Mio unter dem Vorquartal Q1/2003. Dabei wurde zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit weiterhin nicht pauschal gekürzt: Während die Vertriebs- und Marketingkosten nur um 6% niedriger waren als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres, sanken die Verwaltungskosten überproportional um 16%. Noch stärker wurden die Entwicklungskosten reduziert: Sie gingen durch konsequente Nutzung von Synergie-Effekten im Entwicklungsbereich von Technologie-Töchtern um 22% zurück.

Durch straffes Management des Netto-Umlaufvermögens, zum Beispiel wurde das Vorratsvermögen seit Jahresbeginn um 28% gesenkt, konnte ein operativer Cashflow in Höhe von EUR 4,5 Mio (Vj: – 0,8) erzielt werden, der aufgrund der extrem zurückhaltenden Investitionspolitik mit Bar-Investitionen von nur EUR 0,4 Mio (Vj: 4,4) hauptsächlich zur Reduzierung der Bankschulden um EUR 4,0 Mio führte. Dies und das allgemeine niedrigere Zinsniveau am Kapitalmarkt senkte die Zinsaufwendungen auf EUR 1,1 Mio (Vj: 1,3 / -13%).

Die für das Gesamtjahr angestrebten Ziele werden von den Vorgaben des ersten Halbjahres insgesamt recht gut untermauert. „Die spürbare Erhellung des Marktumfeldes verstärkte sich noch zu Beginn des dritten Quartals, wodurch die Erwartungen eines sehr dynamischen zweiten Halbjahres weiter gestützt werden“, zeigt sich der Vorstandsvorsitzende Adi Drotleff optimistisch. Das Umsatzziel von EUR 150 Mio erscheint aufgrund des Vergleichs mit dem bisherigen Rekordjahr 2001 (Umsatz EUR 146,8 Mio) erreichbar, da das 2. Quartal 2003 bereits deutlich stärker war als in 2001. Das Rohertragsziel von EUR 50 Mio würde bei einem Umsatz von EUR 150 Mio selbst dann erreicht, wenn der prozentuale Rohertrag im 2. Halbjahr nur 31,5% ausmachen würde (1-6/2003: 35,9%). Das Ziel beim operativen Ergebnis EBITA von EUR 3-4 Mio erfordert bei einem Rohertrag von EUR 50 Mio operative Kosten unterhalb von EUR 46-47 Mio. Im ersten Halbjahr betrugen die Betriebskosten gesamt EUR 22,3 Mio, was auf das Jahr hochgerechnet zu einer Kostenprojektion von knapp EUR 45 Mio führt. Hier sei also noch ein gewisser Sicherheitspuffer eingebaut, so Drotleff.

Weitere Informationen finden Sie unter www.mum.de


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