30.01.2011 – Kategorie: Fertigung & Prototyping, Hardware & IT, Technik

Neue modulare Sensor-Aktor-Interface-Leergehäuse in Schutzart IP67

Mit seinen neuen modularen Sensor-Aktor-Interface-(SAI-)Leergehäusen in Schutzart IP67 hat Weidmüller eine hoch funktionelle Gehäusefamilie entwickelt, die sich durch ihre einfache Montage auszeichnet, denn das Vergießen entfällt.

SAI-Leergehäuse eignen sich nun besonders für kundenspezifische Entwicklungen, die der Kunde selbst vornehmen und in die Gehäuse integrieren kann. Für die maßgeschneiderte Entwicklung einer Gehäuselösung lassen sich die M12-Leiterplattensteckverbinder auch separat beziehen. Sämtliche Steckverbinder halten einer Dauergebrauchstemperatur bis 105 Grad stand. Die Leergehäusereihe umfasst zwei Größen – eine 54 Millimeter und eine 30 Millimeter breite Version, die 30-Millimeter-Version ist zudem in kurzer und langer Bauform erhältlich. Neben der leichten Montage des Gehäuses, wird die Fertigung durch reflowfähige M12-Leiterplattensteckverbinder vereinfacht, die direkt aus dem Tray auf die Leiterplatte gesetzt werden können. Neben EA-Deckel mit M12-Gewindehülsen (2 x 4, wahlweise geschirmt oder ungeschirmt) bietet Weidmüller auch EA-Deckel mit M8-Gewindehülsen an (2 x 8). Die I/O-Deckel sind jeweils mit drei M12- und einer M12- oder einer M8-Buchse erhältlich. Die 30 mm breite Leergehäuseversion ist ebenfalls für M12 oder M8 Steckverbinder verfügbar (1 x 4 oder 1 x 8).

Elektronikgehäuse für die Tragschiene in Schutzart IP20 sind reichlich am Markt verfügbar, dem Anwender stehen also viele Möglichkeiten offen. Anders in der IP67-Welt: Hier stellt sich dem Anwender stets die Frage, wie die Gehäuse gegen das Eindringen von Flüssigkeiten oder Stäuben geschützt werden können. Viele Produkte setzen hierbei auf Vergusstechniken, die sich im täglichen Einsatz auch völlig unproblematisch erweisen. Für Kleinserien und in Betrieben, in denen nicht täglich vergossen wird, stellt diese Technik jedoch eine zusätzliche Hürde dar. Weidmüller hat nun modulare Leergehäuse entwickelt, die gänzlich ohne Verguss auskommen: Die Sensor-Aktor-Interface-(SAI-)Leergehäusefamilie bietet zudem die Option, die Leiterplatten über einen Reflow-Prozess zu führen, da die erforderlichen M12 Steckverbinder als THT-Teile im Tray erhältlich sind (THT = through-hole technology, Durch-steckmontage). Sollte es Probleme auf der Leiterplatte geben, lassen sich die Gehäuse später erneut öffnen, um potentielle Fehlerquellen auf der Leiterplatte einzugrenzen und zu identifizieren.

Die 54 Millimeter breiten SAI-Leergehäuse werden üblicherweise auf einer Seite mit acht M12 Steckverbindern bestückt (2 x 4). Auf der Bus- und Versorgungsseite sind vier Steckverbinder vorgesehen (2 x 2). Die beiden Bereiche trennt eine durchsichtige Klappe, die es gestattet, Einstellungen nach dem Zusammenbau vorzunehmen. Ein besonderes Highlight stellen die reflowfähigen M12-Leiterplatten-steckverbinder dar, die bis zu einer Dauergebrauchstemperatur von 105°C einsetzbar sind. Sie lassen sich auch einzeln beziehen, somit können Kunden ihr eigenes Gehäusekonzept entwickeln.

Die Features der SAI-Leergehäuse im Einzelnen: Beleuchtete Pfeilpiktogramme zeigen dem Anwender den Status jedes einzelnen Kanals an und erlauben damit eine schnelle Vorort-Diagnose. Als Design-Option bietet Weidmüller einen Laserschriftzug: Symbole, Daten, Zeichnungen oder Texte werden per Laserbeschriftung detailliert auf die Gehäuseelemente aufgebracht. SAI-Leergehäuse zeichnen sich zudem durch einen servicefreundlichen Aufbau aus: Der einfache Aufbau mit Rastnasen gestattet eine schnelle Fehlersuche, wie sie nur ohne Vergießen möglich ist. Und dank dem Isolierkunststoff Pocan sind die SAI-Leergehäuse besonders robust und widerstandsfähig. Die M12-Leiterplattensteckverbinder sind variantenreich ausgelegt, also nicht nur in A- und B-Kodierung, sondern darüber hinaus auch in D-Kodierung erhältlich. Die Leiterplattensteck¬verbinder sind 100% reflowfähig und erfüllen die hohen Anforderungen an den Reflow-Prozess, außerdem sind sie für sämtliche anderen Lötverfahren geeignet. Alle SAI-Leergehäuse sind in der hohen Schutzart IP67 ausgeführt und somit auch für raue Außeneinsätze bestens geeignet. Gehäuse verschrauben: Rahmen mit EA-Deckel und Bus-Deckel in Teileaufnahme positionieren; Flachbaugruppe in Rahmen einlegen und mit Gehäuse verschrauben (Schraubreihenfolge und Drehmoment beachten, Drehmoment für Schrauben: 0,6 Nm). Der IP-Schutz wird durch eine eingespritzte Dichtung sichergestellt. Gehäuseboden einrasten: Gehäuseboden mit Vorrichtung in Gehäuserahmen einrasten. Endmontage: Klarsicht-Deckel aufrasten und verschrauben (Drehmoment: 0,5 Nm), O-Ringe mit Stößel montieren, Gehäuseschirm aufrasten, und bei Bedarf – etwa als Fertiger – Zubehör beilegen (Multicard, Schutzkappen, Beipackzettel).

Sollten Kunden trotz dieser vielfältigen Leergehäuselösungen nicht das Passende für sich gefunden haben, entwickelt Weidmüller auf Wunsch auch kostengünstig ein kundenindividuelles Gehäusekonzept. Basierend auf langjähriger Erfahrung realisiert Weidmüller Kundenwünsche auch bei geringen Stückzahlen zu attraktiven Preisen.

 

Weitere Informationen: www.weidmueller.com


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