Neues Lichtsystem für Ford-Crashtestanlage

Messring liefert für das Entwicklungszentrum von Ford in Köln-Merkenich eine komplette Lichtanlage, bestückt mit insgesamt 56 Scheinwerfern aus der M=Light-Serie. Damit entwickelt sich das Unternehmen zu einem Systemanbieter für Lichttechnik im Bereich der Crashtestanlagen.

 „Mit dem Schritt zum Komplettanbieter bauen wir das Thema Beleuchtung von Crashtestanlagen endgültig zum dritten Standbein unseres Geschäftsmodells neben der Planung und Realisierung von kompletten Crashtestanlagen sowie der Entwicklung von innovativen Komponenten und Datenerfassungssystemen für Crashversuche aus“, so Dierk Arp, Geschäftsführer von Messring. Der Abschluss der Installation und die Inbetriebnahme der neuen Lichtanlage bei Ford sind im zweiten Quartal 2017 vorgesehen. Ähnliche Projekte für weitere Kunden sind in Planung.

Über 100 Crashtestanlagen realisiert

Im Herbst 2012 hatte Messring, mit mehr als 100 realisierten Crashtestanlagen weltweit Marktführer in diesem Bereich, erstmals LED-Scheinwerfer der M=Light-Serie auf den Markt gebracht. Nun geht das Unternehmen den nächsten Schritt und bietet umfassende, individuell auf Kundenbedürfnisse angepasste Beleuchtungssysteme inklusive Rahmen und Steuerung in gewohnter Messring-Qualität an. Räumliche und bauliche Gegebenheiten von Testanlagen können die Planer und Ingenieure dabei ebenso berücksichtigen wie spezielle Testanforderungen, den Stand der vorhandenen Kameratechnik oder Budgetvorgaben des Kunden.

Sauber ausgeleuchtet

Eine präzise steuerbare, jederzeit reproduzierbare und extrem lichtstarke  Beleuchtungstechnik spielt bei Crashtestversuchen eine zentrale Rolle. Je besser Crashsituationen ausgeleuchtet sind, desto präziser können selbst kleinste Details filmisch festgehalten und anschließend mit Hilfe entsprechender Software ausgewertet werden. Für eine neue Schlittenanlage im Entwicklungszentrum von Ford entwickelte Messring dazu drei Lichtsegel.

Zwei davon werden an den Längsseiten angebracht und mit jeweils 24 M=Light LED-Scheinwerfern ausgestattet. Ein quer zur Fahrrichtung positioniertes Lichtsegel wird mit weiteren acht LED-Scheinwerfern bestückt. Die gesamte Konstruktion ist über Seile und Winden in jede gewünschte Position steuerbar und kann entlang der Schlittenbahn verschoben werden. Zusätzlich kann auch jeder LED-Scheinwerfer einzeln angesteuert werden.

Hell wie Sonnenlicht

Die von Messring konzipierte Lichtanlage bietet im Dauerbetrieb auf einer Fläche von zehn Quadratmetern (6,0 m x 1,6 m) eine Zielbeleuchtungsstärke von 100.000 Lux. Dies entspricht in etwa dem maximalen Sonnenlicht an einem strahlend hellen Sommertag. Im eigens von Messring entwickelten Boost-Modus, wenn die LED-Scheinwerfer synchron mit der Hochgeschwindigkeitskamera je nach Bildrate bis zu 25.000 Mal pro Sekunde blitzen, kann die Lichtmenge nochmals auf bis zu 150.000 Lumen verdoppelt werden. Damit lassen sich selbst hochdynamische Vorgänge eines Crashversuchs bis hin zur Explosion eines Airbags präzise und detailgenau aufzeichnen und erfassen.

Lichtanlagen von Messring können mit jedem beliebigen Kamerasystem synchronisiert werden. Während konventionelle HMI-Scheinwerfer eine gewisse Vorlaufzeit benötigen, um ihre volle Leuchtkraft zu erreichen, steht bei der M=Light LED die komplette Lichtleistung sofort zur Verfügung. Die LED-Leuchte benötigt keine Abkühlzeit bevor sie wiederverwendet wird. Die perfekte Farbtemperatur von 6.500 Kelvin steht ebenfalls bereits mit dem Einschalten bereit.

Mehr 50.000 als Stunden Lebensdauer

Ein weiterer Vorteil: Die Lebensdauer der LEDs beträgt mehr als 50.000 Stunden und liegt damit deutlich über konventionellen Leuchtmitteln. Darüber hinaus emittiert die M=Light LED keinerlei thermische Strahlung in das Testobjekt – ein deutlicher Vorteil zum Erzielen reproduzierbarer Testergebnisse bei temperaturempfindlichen Körpern, wie zum Beispiel Dummys.

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