Autodesk: Zukunft der Produktentwicklung in Hannover

Autodesk zeigt auf der diesjährigen Hannover Messe (23. bis 27. April), wie die Zukunft der Produktentwicklung aussehen könnte. Der Messeauftritt steht unter dem Motto „Make Anything“.

Verschiedene Pilotanwendungen aus den Bereichen des generativen Designs, des Metall-3D-Drucks und der hybriden Fertigung geben Einblicke, wie innovative Technologien schon heute produktiv eingesetzt werden.

Additive Fertigungsmethoden

Leichtbau-Sitzrahmen für Verkehrsflugzeuge spart Treibstoffkosten

Wie klassische Fertigungsmethoden und generatives Design effektiv kombiniert werden können, zeigt ein am Autodesk-Stand präsentierter Leichtbau-Sitzrahmen für Verkehrsflugzeuge. Dieser wurde im Pier 9 Technologiecenter von Autodesk in San Francisco entwickelt und sorgt für erhebliche Gewichtsreduktion im Flugzeugbau.

Für Airlines zählt mit Hinblick auf die Treibstoffkosten in der Luft jedes Gramm. Ziel der Forscher und Entwickler im Autodesk Technologiecenter war es deshalb, einen Sitzrahmen zu entwickeln, der zwar die selbe Stabilität wie die derzeit am Markt verfügbaren Lösungen aufwies, dabei aber ein deutlich geringeres Gewicht auf die Waage brachte. Mithilfe des Designprogramms Autodesk Netfabb gelang dieses Vorhaben im generativen Designprozess. Ein Exemplar des Leichtbau-Sitzrahmens zeigt Autodesk auf der Hannover Messe.

T.O.S.T – Optimiertes Skateboard-Design

Was dabei herauskommt, wenn man seine beruflichen Erfahrungen im Bereich Konstruktion und Fertigung mit seinem Hobby kombiniert, zeigt ein Absolvent der Fachhochschule Jena. Fasziniert von den Möglichkeiten der additiven Fertigung verfolgte Philipp Manger das Ziel, seine Skateboard-Achsen zu optimieren und anschließend im 3D-Druckverfahren zu fertigen. Mit Autodesk Software und in Kooperation mit dem Fraunhofer IWU aus Dresden entstand im Rahmen seiner Abschlussarbeit das Projekt T.O.S.T (Topology Optimized Skateboard Trucks).

Der durch generatives Design gestützte Entwicklungsprozess und die im Rahmen des Projekts definierte Arbeitsschritte von der Konzeptentwicklung bis hin zum fertigen Produkt lassen sich mühelos auf zahllose weitere Anwendungsfelder und Branchen übertragen. Das mithilfe von generativem Design und additiver Fertigung optimierte Skateboard kann auf dem Autodesk Stand der Hannover Messe besichtigt werden.

RAMLAB im Hafen Rotterdam – WAAMpeller besteht Feuertaufe

Ersatzteile auf Abruf produzieren und beschädigte Komponenten vor Ort reparieren – das sind Ziele des Rotterdam Additive Manufacturing Fieldlabs (RAMLAB) im Hafen Rotterdam. 2017 fertigte das Labor erstmals eine Schiffschraube per hybridem Ansatz aus additiver Fertigung und herkömmlicher CNC-Frästechnik. Die ersten Ergebnisse des „WAAMpeller“ (Wire Arc Additively Manufactured) Projekts hat Autodesk bereits 2017 auf der Hannover Messe vorgestellt. In den letzten Monaten wurde die Produktion der Schiffsschraube weiter optimiert und die finale, skalierbare Version einer Reihe von Tests unterzogen. Der WAAMpeller wird auf der Hannover Messe am Autodesk Stand zu sehen sein.

Maßgeschneiderte Fahrräder 

My Esel – Ein Fahrrad für die Massenproduktion

Wenn Sportgeräte speziell auf den Nutzer angepasst werden, verbessert sich nicht nur das Handling, sondern fördert das auch die richtige Körperhaltung. Das Fahrradkonzept von My Esel setzt hier an. Das Start-up aus Österreich bietet individuell auf den Fahrer abgestimmte Räder, die erstmals auch in Serie gefertigt werden können. Ermöglicht wird beides durch einen Algorithmus, der die Rahmenabmessungen des Fahrrads genau auf die Körperproportionen des zukünftigen Besitzers anpasst. Die 3D-Datenaufbereitung und parametrische Skalierung der Fahrradeinzelteile wird durch Software von Autodesk realisiert. Weitere Informationen zum urbanen Auf dem Autodesk Stand können Besucher ein solches Modell näher betrachten.

Autodesk auf der Hannover Messe: Halle 6, Stand H28

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