Norm zur Qualitätssicherung definiert Anforderungen an 3D-Druck

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Fehlende Standards, ein teils noch früher technologischer Reifegrad und wenig Erfahrung mit den eingesetzten Verfahren erschweren bisher den Aufbau einer industriellen additiven Fertigung.
Qualitätssicherung im 3D-Druck, neue Norm.

Quelle: Daniel Jadzura/shutterstock.com

Die aktuell vorgestellte DIN SPEC 17071 ist die erste Norm zur Qualitätssicherung in der additiven Fertigung. Sie definiert einheitliche Anforderungen an die Anlagen, Materialien, Prozesse und Mitarbeiter. Unternehmen können mit dem Leitfaden eine risikominimierte industriereife Produktion aufbauen. Die Norm ist unter maßgeblicher Beteiligung von Deutsche Bahn, MT Aerospace, Siemens und TÜV SÜD entstanden und auf der Frankfurter Formnext am Messestand des Zertifizierers bis zum 22. November einsehbar (Halle 11.1, Stand E60).

Qualitätsgesicherte Fertigung in nur sechs Monaten aufbauen

Fehlende Standards, ein teils noch früher technologischer Reifegrad und wenig Erfahrung mit den eingesetzten Verfahren erschweren bisher den Aufbau einer industriellen additiven Fertigung. Neben hohen Stückzahlen ist dabei die Produktqualität eine Herausforderung. Einheitliche Festigkeitswerte und Abmessungen sind vor allem in Branchen wie der Luftfahrt, dem Eisenbahnwesen oder der Medizintechnik unabdingbar. „Mit Hilfe der neuen Norm können Hersteller eine risikominimierte und qualitätsgesicherte Fertigung in nur sechs Monaten aufbauen“, sagt Gregor Reischle, Head of Additive Manufacturing bei TÜV SÜD. „Bisher dauerte das mitunter viele Jahre.“

Standard für Qualitätssicherung ist branchenübergreifend angelegt

Die DIN SPEC 17071 fasst den Stand der Technik bei der additiven Fertigung zusammen und ist leicht zu implementieren, weil sich die Qualitätsanforderungen bauteil- bzw. produktspezifisch klären lassen. Gregor Reischle: „Das bringt die Anwender wirklich weiter. Denn so entstehen vollständige und verlässliche Pflichtenhefte, was die Zusammenarbeit mit Materiallieferanten oder Auftragsfertigern erheblich erleichtert.“ Während zuvor oft über 200 verschiedene Variablen zu betrachten waren, reduziert die Norm diese signifikant. Die übriggebliebenen produktspezifischen Anforderungen werden danach zielstrebig und kalkulierbar erreicht. Das minimiert nicht zuletzt die Zahl der nötigen Lieferantenaudits und vereinfacht den Einkauf von Bauteilen.

Der Standard ist branchenübergreifend angelegt und dient als Vorläufer für eine internationale ISO/ASTM-Norm. Er wurde am 15. November 2019 offiziell beim Beuth-Verlag vorgestellt und steht auf www.beuth.de kostenfrei zum Download zur Verfügung. TÜV SÜD bietet an jedem Messetag um 9:30 Uhr für Medien und Fachbesucher am Stand eine 30-minütige Einführung zur DIN SPEC 17071 an.

TÜV SÜD-Schulungen zur DIN SPEC 17071

  • Qualitäts- und Produktionsmanagement Training (10.-11.12.2019 in München)
    Qualitätsmanager oder Produktionsleiter lernen, wie sie Prozesse nach DIN SPEC 17071 im Unternehmen implementieren.
  • Industriestandards in der additiven Fertigung (12.12.2019 in Stuttgart)
    Einkäufer sowie Qualitätsmanagement- und Produktionsplaner erhalten Kompaktwissen zur additiven Fertigung mit einem Einblick in die DIN SPEC 17071 und in weitere Standards.

Weitere TÜV SÜD-Schulungen unter: www.tuev-sued.de/akademie-de/seminare-technik/anlagen-und-produktionstechnik/fertigungstechnik/additive-fertigung

Mehr von TÜV SÜD unter: www.tuev-sued.de/produktpruefung/pruefung-additive-fertigung.

Erfahren Sie hier mehr über ein optisches Messsystem, das Bauteile während des 3D-Drucks prüft.

Lesen Sie auch: „Servoverstärker: Maschinentransparenz ohne zusätzliche Sensorik“.

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