Nvidia stellt neuen Tegra-Chip vor

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Nvidia hat kurz vor der Elektronikmesse Consumer Electronics Show (CES) 2015 den Tegra X1 enthüllt, einem mobilen Prozessor mit einer Rechenleistung von über einem Teraflop. Damit möchte der Hersteller eine bisher nicht erreichte Grafik und anspruchsvolle Deep-Learning- und Computer-Vision-Applikationen auf mobile Plattformen bringen.

Der Tegra X1 basiert auf der Maxwell-GPU-Architektur, die vor wenigen Monaten mit der Gaming-Grafikkarte GeForce GTX 980 vorgestellt wurde. Der mit 256 Kernen ausgestattete Tegra X1 liefert nach Angaben des Herstellers die doppelte Leistung des erst vor einem vorgestellten Tegra K1, der auf der Vorgänger-Architektur Kepler basiert.. 

Tegra-Prozessoren sind für Embedded-Produkte, mobile Geräte, autonom agierende Maschinen und Automotive-Anwendungen konzipiert. Der Tegra X1 kommt in der ersten Jahreshälfte auf den Markt. 

Bekannt ist bereits, dass er in den angekündigten Drive-Automobil-Computern stecken wird: Drive PX ist eine Autopilot-Computing-Plattform, die Videodaten von bis zu zwölf Bordkameras verarbeiten können soll. So soll etwa Surround Vision für eine nahtlose 360-Grad-Rundumsicht des Autos oder Valet-Parkdienste für echtes Selbstparken möglich sein. Drive CX ist eine vollausgestattete Cockpit-Plattform, die die stetig wachsende Zahl von Bildschirmen im Auto unterstützt und digitale Anzeigen, Infotainmentsysteme, Head-Up-Displays, virtuelle Spiegel und Fond-Entertainment unterstützen soll. 

„Wir sehen einer Zukunft mit autonom agierenden und lernfähigen Autos, Robotern und Drohnen entgegen, die über eine Intelligenz verfügen, die schwierig vorstellbar ist“, sagt Jen-Hsun Huang, CEO und Mitbegründer von Nvidia. „Sie werden ein gefahrloseres Fahren und sicherere Städte ermöglichen und viele Annehmlichkeiten für uns alle bedeuten. Um diesen Traum zu verwirklichen, sind enorme Fortschritte im visuellen und parallelen Computing nötig. Der mobile Superchip Tegra X1 mit seiner unglaubliche Rechenleistung von einem Teraflop ist ein gewaltiger Schritt hin zu dieser Revolution.“ 

Angetrieben von Nvidias zehnter GPU-Architektur-Generation Maxwell, ist der Tegra X1 der erste mobile Prozessor, der mit Supercomputern und Spielkonsolen konkurriert.

Schneller als frühere Supercomputer

Tatsächlich  hat der Tegra X1 mehr Pferdestärken als ASCI Red, der schnellste Supercomputer vor 15 Jahren. Er war das weltweit erste Teraflop-System und wurde ein Jahrzehnt lang vom Sandia National Laboratory des US-Energieministeriums betrieben. ASCI Red nahm eine Fläche von rund 150 Quadratmetern ein und hatte eine Leistungsaufnahme von 500.000 Watt – weitere 500.000 Watt wurden benötigt, um den Raum zu kühlen, in dem der Rechner stand. Im Vergleich: Der Tegra X1 ist so groß wie ein Fingernagel und hat eine Leistungsaufnahme von zirka zehn Watt. 

Echte Gamer wissen durch den Einsatz der NVIDIA-GeForce-GTX-980-GPU, dass die Maxwell-Architektur äußerst komplexe Beleuchtungs- und Grafikherausforderungen des Visual Computing meistert. Ihre Innovationen beinhalten Voxel Global Illumination – VXGI – für dynamische, globale Beleuchtung in Echtzeit und Multi-Frame Anti-Aliasing – MFAA – für unglaublich lebensechte Grafik in den anspruchsvollsten Spielen und Apps. 

„Tegra K1 setzte eine neue Messlatte für die Leistung von GPU-Computing und jetzt, ein Jahr später, verdoppelt sie der Tegra X1“, sagt Linley Gwennap, Founder and Principal Analyst der Linley Group. „Dieses eindrucksvolle Stück Technologie fördert sowohl 3D-Grafik speziell auf Geräten mit hochauflösenden Bildschirmen als auch GPGPU-Software, die mehr und mehr Verbreitung findet, besonders bei Automotive-Applikationen.“

Technische Spezifikationen

Der Tegra X1 unterstützt alle führenden Grafikstandards, inklusive der Unreal Engine 4, DirectX 12, OpenGL 4.5, CUDA, OpenGL ES 3.1 sowie das Android Extension Pack und macht es so Entwicklern einfach, PC-Spiele für Mobilgeräte zu realisieren. 

Die technischen Spezifikationen des Tegra X1 umfassen unter anderem:

Maxwell-GPU mit 256 Kernen

Acht CPU-Kerne (4x ARM Cortex A57 + 4x ARM Cortex A53)

60 FPS 4K-Video (H.265, H.264m VP9)

1,3 Gigapixel Kamera-Verarbeitungsmenge

20nm-Fertigungsprozess

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