18.06.2018 – Kategorie: Hardware & IT

Offene BIM-Standards: [email protected] und buildingSMART kooperieren

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Die Standardisierungsorganisationen [email protected] e.V. und buildingSMART International sind eine Kooperation eingegangen. In einer Absichtserklärung erklärten die beiden Non-Profit-Organisationen, künftig ihre Standardisierungsbemühungen bündeln zu wollen und die Ergebnisse ihrer Arbeit in das Building Information Modeling (BIM), einfließen zu lassen.

BIM ist eine digitale Planungsmethode, bei der idealerweise alle am Bau beteiligten Firmen an der gemeinsamen Modellierung von Gebäuden mitwirken. Visualisierungen wie 3D-Ansichten, Grundrisse oder Installations- und Elektroverteilungen sind integriert und stellen gewissermaßen den digitalen Zwilling einer realen Immobilie dar. Bei der Planung von komplexen Zweckgebäuden sowie deren Betrieb und im Facility Management gewinnt BIM zunehmend an Bedeutung und ist im Arbeitsalltag von Planern, Architekten, Bauherren und Gebäudebetreibern kaum mehr wegzudenken. Voraussetzung für die effektive Nutzung des Building Information Modeling ist allerdings eine exzellente Datenlage auf Basis offener Standards.

[email protected] und buildingSMART liefern Datengrundlage

Mit offenen Standards können [email protected] und buildingSMART softwareunabhängig überzeugen: Der branchenübergeordnete und international normenkonforme Datenstandard [email protected] ermöglicht die Klassifizierung und eindeutige Beschreibung von Produkten und Dienstleistungen.  Die hierfür zugrunde liegenden Datenstrukturen, in denen von der obersten Produktkategorie bis hin zu individuellen technischen Merkmalsbeschreibungen alle Daten eines Produkts abgebildet sind, werden permanent von renommierten Expertengruppen validiert. Mehr als 3’500 Unternehmen weltweit setzen den Datenstandard bereits zur Klassifizierung und Beschreibung ihrer Produkte und Dienstleistungen ein.

BuildingSMART setzt als Standardisierungssorganisation für das Bauwesen sowie für Gebäude- und Vermögensanlagen ihres Zeichens ganz auf offene Standards bei der digitalen Darstellung und dem Austausch von Gebäudedaten. Mit ihrer Bibliothek, dem buildingSMART Data Dictionary (bSDD), stellt die Organisation über einen Webservice weltweit eine Plattform für Normen, Definitionen, Eigenschaften sowie für eindeutige digitale Identifikationsmerkmale zur Verfügung. Eingebettet als digitales Modul im Building Information Modeling können Planer, Architekten, Bauherren und Gebäudebetreiber künftig weltweit auf die dedizierten Daten von [email protected] und buildingSMART zugreifen. Die in [email protected] verfügbaren Klassen, Merkmale und Werte konnten nun schon testweise in das bSDD integriert werden. Ziel ist die sukzessive Implementierung aller für das Bauwesen relevanter [email protected] in das bSDD.

„Special [email protected]“ für BIM gebildet

Um die komplexen Anforderungen bei der Planung von großen Wohnbauten sowie Zweckgebäuden in den Datenstrukturen im Building Information Modeling abzubilden, wurde bei [email protected] eigens eine BIM-Taskforce für die Baubranche etabliert. Führende Unternehmen aus der Baubranche wie Hager, Schneider Electric, Siemens, Strabag, Weidmüller und Würth führen ihre Kompetenzen zusammen, um mit größtmöglicher Konsequenz die Strategie der offenen Standards weiter voranzubringen. Die Kooperation von [email protected] und buildingSMART wird von den Akteuren als ein wichtiger Schritt zur Beschleunigung der digitalen Transformation in der Baubranche und der Industrie bewertet.


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