22.09.2016 – Kategorie: Fertigung & Prototyping, Technik

Optimierte Sauerstoffmessung für additive Fertigung

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Linde Gas, ein Geschäftszweig der Linde Group präsentiert eine Technologie für die Sauerstoffmessung, um die additive Fertigung zu optimieren. ADDvance O2 precision ist die erste und Mess- und Analyse-Einheit, die es in der metallbasierten additiven Fertigung erlaubt, die Sauerstoffkonzentration und die Feuchtigkeit in der Druckkammer zu analysieren und zu steuern.

Linde Gas, ein Geschäftszweig der Linde Group präsentiert eine Technologie für die Sauerstoffmessung, um die additive Fertigung zu optimieren. ADDvance O2 precision ist die erste und Mess- und Analyse-Einheit, die es in der metallbasierten additiven Fertigung erlaubt, den Sauerstoffspiegel und die Feuchtigkeit in der Druckkammer zu analysieren und zu steuern.

Die neue Technologie ist eine Antwort auf einen entsprechenden Bedarf der Airbus Group Innovations, die Metall-3D-Drucker einsetzt. Das Verfahren kann eine Sauerstoffkonzentrationen bis zu 10 Parts per Million (ppm) in der Druckkammer aufspüren und dann die Gasatmosphäre durch Anpassung von Argon und Stickstoff modifizieren. Die Anwesenheit von zu viel Sauerstoff oder Feuchtigkeit stellt für die additiven Fertiger eine Herausforderung dar, weil sie die Qualität und Leistung des gedruckten Objekts negativ beeinflussen kann. Über die genaue Steuerung des Sauerstoffgehalts und der Feuchtigkeit hinaus zeichnet sich die neue Einheit dadurch aus, dass keine Querempfindlichkeiten bestehen und der Sauerstoffgehalt im Prozess konstant gehalten wird.

Reproduzierbarkeit verbessern

Die Vorstellung von ADDvance O2 precision steht im Zusammenhang mit der Eröffnung eines dedizierten Industriegase-Labors für die additive Fertigung in Unterschleissheim bei München. Das Labor fokussiert sich auch die Untersuchung der Effekte unterschiedlicher atmosphärischer Gase und Gasgemische auf diverse, für die additive Fertigung genutzte Metallpulver, um den Schichtaufbau zu optimieren. Reproduzierbarkeit ist einer der wichtigsten Parameter für die Branchen, die auf strenge Konstanz der Endprodukte Wert legen wie etwa die Autobranche oder die Luft- und Raumfahrt. ADDvance O2 precision soll diese Reproduzierbarkeit verbessern, und mit seinem neuen Entwicklungslabor wird Linde weiter untersuchen, wie Sauerstoff und Feuchtigkeit den additiven Fertigungsprozess beeinflussen.

In der additiven Fertigung kommen geschlossene Kammern, gefüllt mit hochreinem, reaktionsträgem Gas wie Argon oder Stickstoff zum Einsatz. Doch Verunreinigungen durch unvollständige Säuberung, kleinen Leckagen oder Metallpulver können sich auf den Sauerstoffgehalt auswirken. Schwankungen des Sauerstoffgehalts in der Kammer können sich in abweichenden mechanischen Eigenschaften oder in der chemischen Zusammensetzung des Endprodukts äußern zum Beispiel in einer geringeren Festigkeit.

ADDvance O2 precision wird am Linde-Stand 121-123 an der World PM vom 9. bis 13. Oktober in Hamburg enthüllt werden und dann auch an der EuroBlech, Stand 142, Halle 13, am 25. bis 29. Oktober in Hannover zu sehen sein.


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