Entwicklungsprozesse schlanker gestalten

Simulation und Berechnung im Maschinenbau

Die Simulation von Prozessen und Fertigungsanlagen ist das Thema der Zukunft für Mechatroniker und Mitarbeiter in produzierenden Unternehmen. Dabei geht es darum, alle vorhandenen Informationen auf einer zentralen Plattform zusammenzuführen, damit Unternehmen effizienter entwickeln und produzieren können. Damit ergeben sich durch den Einsatz der 3D-Simulation zahlreiche Vorteile für Unternehmen: Vor allem die Kosten- und Zeitoptimierung steht im Vordergrund der Technik.

03 2016

AUTOCAD & Inventor Magazin 03/2016

Liebe Leser,

das neue Motorrad von Airbus … Motorrad? Kein Zweifel, auf den Bildern sieht man Thomas Enders, den Chef des Flugzeugbauers, als Testpiloten durch den Bühnennebel preschen. Der Light Rider, das erste Motorrad, das im 3D-Druck entstanden ist, vereint Leichtbau, bionische Konstruktionsmethodik und Elektromobilität. Mit seinen Artgenossen hat es wenig gemein, ähnelt es doch vielmehr einem E-Bike.

Aber in den industriellen Niederungen hat der 3D-Druck noch nicht so recht Fuß gefasst. Die stagnierenden Geschäfte der beiden großen Anbieter scheinen dieses Bild zu bestätigen. Andererseits: Es genügt nicht mehr, tolle 3D-Drucker auf der grünen Wiese abzusetzen und abzuwarten, was damit passiert. Auf die Integration in die Fertigung kommt es an, und da führen mehrere Wege zum Ziel. Individualisierte Massenproduktion und Qualitätssicherung zeichnen sich als die nächsten möglichen Entwicklungsstufen für die additive Fertigung ab. Diese Themen erfordern eine noch engere Zusammenarbeit von 3D-Druckanbietern, Dienstleistern und Fertigungsunternehmen, als es derzeit der Fall ist. Viele kleinere Hersteller versuchen sich daher schon in den industriellen Kraftzentren zu positionieren, um sich mit ihren spezialisierten Fertigungskonzepten in die Wertschöpfungsketten einzuklinken.

Andere Anbieter wie zum Beispiel HP und Autodesk verfolgen einen mehr generalisierten Ansatz und setzen auf offene Plattformen und Partnerschaften, mit denen sie die Entwicklung von 3D-Druck-Ökosystemen vorantreiben. Sie können dabei direkt die Millionenbasis ihrer vorhandenen Anwender in der Industrie ansprechen und deren Erfahrungen in die eigenen Konzepte mit einfließen lassen. Und drittens geht es auch in Sachen Technologie weiter voran, wobei  bereits vorhandene Fertigungsmethoden zu neuen Ideen inspirieren können: Forschende der ETH Zürich und Disney Research Zurich haben ein vielversprechendes Verfahren namens „Computational Thermoforming“ vorgestellt, das auf einer bewährten Konstruktionstechnik beruht. Damit lassen sich einfach farb- und formtreue Replikate von digitalen 3D-Modellen aus Plastik herstellen.

Andreas Müller, leitender Redakteur

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