Mechanik

Fit für morgen

Die zunehmende Komplexität von Maschinen und Anlagen stellt Unternehmen vor große Herausforderungen. Für die Produktentwicklung werden ein ganzheitliches Systemverständnis und die Betrachtung des gesamten Lebenszyklus erforderlich.

07 2014

AUTOCAD & Inventor Magazin 07/2014

Liebe Leser,

der Begriff Mechatronik ist zwar nicht neu. Vor einigen Jahrzehnten von einem japanischen Unternehmen geprägt, steht er für das interdisziplinäre Zusammenspiel mechanischer, elektronischer und informationstechnischer Systeme und findet seinen Ursprung in der Feinmechanik. Die Mechatronik gewinnt in den verschiedensten Industriebereichen aber immer mehr an Bedeutung und mechatronische Systeme sind beispielsweise in modernen Fahrzeugen zum Standard geworden. Beispiele dafür sind ABS, ESP, Servolenkungen oder Motormanagement-Systeme. Aber auch im Maschinenbau nimmt der Mechatronik-Anteil immer mehr zu und wird deshalb auch für viele kleine und mittelständische Fertigungsbetriebe und Zulieferer ein immer wichtigeres Thema. Aber häufig wird die Komplexität mechatronischer Lösungen nicht richtig erkannt. Denn die Engineering-Methoden des klassischen Maschinenbaus versagen in der Regel an der Schnittstelle Mechatronik, da sie vor allem die Anforderungen und Wechselwirkungen von Elektrik, Elektronik und Software nicht richtig berücksichtigen.

Die immense Komplexität mechatronischer Systeme ergibt sich zum einen durch die hohe Anzahl unterschiedlicher Kombinationsmöglichkeiten von mechanischen und elektronischen Bauteilen und der dazugehörigen Software sowie zum anderen durch die Vielzahl unterschiedlicher Abhängigkeiten und Änderungsgeschwindigkeiten. Beispielweise lässt sich ein Softwareprogramm für eine Steuerung schneller abändern als die Konstruktion einer mechanischen Komponente. Allerdings sind Software-Änderungen meist weniger durchsichtig und standardisiert als konstruktive Änderungen.

Sie sehen, die Mechatronik ist komplex und es ist enorm wichtig, spezielle Lösungsansätze zu erarbeiten und geeignete Softwarelösungen für mechatronische Projekte einzusetzen. Nicht nur die CAD-Tools müssen den Anforderungen des Mechatronik-Engineerings genügen, sondern auch bei den Produktdatenmanagementsystemen und den Simulationswerkzeugen werden die mechatronischen Aspekte in Zukunft eine noch wichtigere Rolle spielen. Die passenden Fachinformationen dazu finden Sie jedenfalls regelmäßig im AUTOCAD & Inventor Magazin.

Zu guter Letzt möchten wir Sie noch auf unsere neue Heftseite „Anbieter stellen sich vor“ hinweisen, wo sich ausgewählte Hersteller aus unserem Webportal „AUTOCAD & Inventor Solution Guide“ präsentieren. Unter www.autodesk-katalog.de können Sie sich jederzeit und kostenlos über wichtige Applikationen von Autodesk-Partnern informieren. Unsere aktuellen Empfehlungen finden Sie auf Seite 15.

Ihr
Rainer Trummer, Chefredakteur

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