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08 2014

AUTOCAD & Inventor Magazin 08/2014

Lieber Leser, Produkte, die das Label „Made in Germany“ tragen, sind global anerkannt. Deutsche Wertarbeit wird aber auch in anderen Bereichen hoch geschätzt. So genießen die deutsche Bauwirtschaft und Ingenieurskunst weltweit einen hervorragenden Ruf. Dennoch machen eine Reihe aktueller Bauprojekte immer wieder Schlagzeilen – leider meist keine guten. Beispiele dafür sind Stuttgart 21, Flughafen Berlin oder die Elbphilharmonie Hamburg, wo es teils erhebliche Kosten- und Terminüberschreitungen gibt. Diese wenig erfolgreich laufenden Bauprojekte und ihre regelmäßige Präsenz in den Nachrichten werfen in der Öffentlichkeit leider kein gutes Licht auf die Qualität der Planung. Viele Außenstehende stellen sich zudem die Frage, ob oder inwieweit es strukturelle Defizite bei Planung und Realisierung von Großprojekten in Deutschland gibt. Bürgerinnen und Bürger zweifeln auch zunehmend an der Fähigkeit von Politik, Verwaltung und Wirtschaft, Großprojekte erfolgreich durchzuführen. Hinzu kommt häufig auch Ärger über offensichtlich zu niedrig kalkulierte Baukosten. Dies soll in Zukunft anders werden. Die Bundesregierung hat eine Reformkommission ins Leben gerufen, die sich mit dem Bau von Großprojekten beschäftigt. Aufgabe der Kommission ist es, konkrete Handlungsempfehlungen zu entwickeln, um Kostentransparenz und Termintreue bei Großprojekten zu verbessern und das Vertrauen in die öffentliche Hand als Bauherrn zu stärken. Klar, dass sich so ein Vorhaben nicht von heute auf morgen umsetzen lässt. Bis Ende 2015 soll es noch dauern, bis die Kommission ihren Abschlussbericht mit Handlungsempfehlungen für Politik, Wirtschaft und Verwaltung vorlegen will. Dennoch sind bereits Empfehlungen bekannt geworden. So soll auch in Deutschland verstärkt auf das Building Information Modeling (BIM) gesetzt werden mit einer einheitlichen und für alle Projektbeteiligten zugänglichen elektronischen Informationsbasis auf Grundlage von 3D-Planungen. Wie sich dies aus Sicht eines Planers umsetzen lässt, erklärte uns das Kommissions-Mitglied Maximilian Grauvogl, geschäftsführender Gesellschafter von OBERMEYER Planen + Beraten. Lesen Sie dazu mehr auf den Seiten 36 und 37. Ihr Rainer Trummer, Chefredakteur

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