04 2011

AUTOCAD & Inventor Magazin 2011/04

Liebe Leser,

vorbei sind die Zeiten, in denen man als Student gegenüber den Softwareanbietern als Bittsteller auftreten musste. Ich kann mich noch gut an meine Studienzeit erinnern: Nichts war es mit kostenlosen Studentenversionen von CAD-Programmen, geschweige den mit irgendwelchen Studenten-Förderprogrammen der Hersteller. Auch auf Messen war man als Student nicht überall willkommen und wurde schnell als „Jäger und Sammler“ von Werbegeschenken abgestempelt. Dies hat sich inzwischen gravierend geändert. Viele Softwarehersteller buhlen regelrecht um Studenten und versorgen sie mit kostenlosen Studentenversionen, unterstützen Fachhochschulen und Unis und bilden Lehrende und Lernende mit speziellen Trainings- und Ausbildungsprogrammen weiter. Freilich tut man dies nicht aus Nächstenliebe und ohne Hintergedanken. Vielmehr möchte man sich das Interesse der Studierenden frühzeitig sichern und damit seinen zahlenden Kundenstamm von morgen aufbauen und an sein Unternehmen binden.

Auch Autodesk will seine Lösungen in die Hörsäle bringen, damit künftige Expertengenerationen unterstützen und durch Ausbildungsprogramme, Trainings und Communities fit für die Zukunft machen. Das praxisnahe Lernen steckt hinter der Idee von Autodesk Education. Dem amerikanischen Softwareanbieter ist der Ausbildungsbereich so wichtig, dass man im Firmenmanagement sogar die Position eines Chief Education Officer geschaffen hat. Der enge Kontakt zu den Unis und Fachhochschulen ist eine wichtige Strategie von Autodesk Education. Das frühzeitige Arbeiten mit den Autodesk-

Produkten soll den Studenten für den späteren beruflichen Weg fit machen. Dafür stellt Autodesk den Auszubildenden kostenlose Software zur Verfügung und hilft dabei, Studenten zu Experten von Autodesk-Software auszubilden. Diese sollen das Gelernte wiederum an ihre Kommilitonen weitergeben. Dass sich Autodesk den Education-Bereich einiges kosten lässt, zeigt sich auch an der Veranstaltung „WoodStEx“, einem Studenten-Experten-Camp, das Autodesk Ende März ausgerichtet hat. Rund 100 ausgewählte Studenten von 36 europäischen Unis folgten der Einladung nach Herrsching am Ammersee. Dort wurde den Studierenden nicht nur die Autodesk-Softwarever­sionen 2012 gezeigt, sondern auch die Möglichkeit geboten, mit Industriekunden ins Gespräch zu kommen.

Und neuerdings nimmt Autodesk sogar Teenager ins Visier: Mit dem kostenlosen iPad-Spiel TinkerBox möchte das Unternehmen auf spielerische Art das Interesse von Jugendlichen für mechanische Zusammenhänge wecken und Ingenieursthemen bereits in diesem Alter zugänglicher machen. Vielleicht lassen sich ja damit mehr junge Menschen an technische Themen heranführen und stärker für entsprechende Studiengänge begeistern.

Ihr
Rainer Trummer, Chefredakteur
rt@win-verlag.de

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