01 2013

AUTOCAD & Inventor Magazin 2013/01

Liebe Leser,

Energiepolitik und Elektromobilität sind nach wie vor viel diskutierte Themen, aber meist geht es hier um die Maßnahmen der Politik. Dabei ist das Thema Nachhaltigkeit auch in der Industrie bereits längst angekommen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Initiative „Blue Competence“, mit der der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) Nachhaltigkeit mit Leben erfüllen möchte und zusammen mit den Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus in die Praxis tragen will. In erster Linie geht es darum, für Transparenz zu sorgen und nachhaltige Prozesse, Maschinen und Anlagen mit der Initiative ins richtige Licht zu rücken. Dies finde ich gut. Denn die Investitionsgüterindustrie ist nicht irgendeine Branche, sondern eine mit einem bedeutenden Markt und einem hohen Export­anteil, der allein in Deutschland über 900.000 Arbeitsplätze sichert. Sozusagen eine unserer Vorzeigebranchen und angesehen in der ganzen Welt. Deshalb sollte der Maschinen- und Anlagenbau seine Verantwortung und sein Engagement auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit auch entsprechend kommunizieren. Die Initiative „Blue Competence“ bündelt die Aktivitäten und stellt dafür eine gemeinsame Plattform zur Verfügung. Am Ende des Tages möchte die Branche weltweit die Rolle des Technologieführers in Nachhaltigkeitsfragen besetzen und auch langfristig behaupten. Welche Rolle Umweltschutz und Energieeffizienz aktuell in deutschen Unternehmen spielen, dazu haben wir sieben Teilnehmer der Initiative befragt. Sie finden die Antworten auf den Seiten 6 bis 8.

Ein anderes Thema: Wie sich fortschrittliche Konstruktionsverfahren und moderne Software-Technologien auf den Unternehmenserfolg auswirken können, wurde in einer Studie des unabhängigen Forschungsinstituts Tech Clarity untersucht. Die Studie zeigt, wie und welche fortschrittlichen Konstruktionsverfahren und Technologien den Erfolg von Fertigungsunternehmen positiv beeinflussen. Dazu hat man weltweit 378 Firmen aus dem Bereich Industrieausrüstung befragt und da­runter die so genannten Top-Performer ermittelt, also Unternehmen, deren Umsatz- und Gewinnsteigerung in den letzten 24 Monaten am höchsten war. Der augenfällige Unterschied: Während alle Betriebe ihren Umsatz in den letzten zwei Jahren im Durchschnitt um 10 Prozent steigern konnten, war bei den führenden Unternehmen die Steigerungsrate mehr als doppelt so hoch. Gründe für das bessere Abschneiden sind laut Studie unter anderem die Nutzung fortschrittlicher Konstruktionsverfahren und moderner Software-Technologie, beispielsweise für Produktlebenszyklus-Management (PLM) und Simulation. Optimierungspotenzial dürfte deshalb in so manchem Unternehmen noch vorhanden sein.

Rainer Trummer, Chefredakteur
rt@win-verlag.de

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