03 2014

AUTOCAD & Inventor Magazin 2014/03

Liebe Leser,

Ende Februar ließ Autodesk die Katze aus dem Sack und präsentierte seine Zahlen für das am 31. Januar zu Ende gegangene Fiskaljahr 2014. Der Gesamtumsatz lag bei rund 2,273 Milliarden US-Dollar und damit rund 1,67 Prozent unter dem Umsatz des Vorjahres. Zwar ist dies bei weitem kein so dramatischer Einbruch wie im Fiskaljahr 2010, in dem Autodesk beim Umsatz fast 26 Prozent unter dem Vorjahreswert lag. Aber nach drei Jahren mit Umsatzzuwächsen gab es in den letzten 12 Monaten wieder einmal einen Rückgang. Woran lag das? Im Wesentlichen am Lizenzgeschäft. Hier hat man nämlich mit rund 1,255 Milliarden US-Dollar rund 109 Millionen US-Dollar weniger eingenommen als im Vorjahr. Der Umsatz mit Wartungsverträgen hingegen ist im abgelaufenen Geschäftsjahr um rund 71 Millionen US-Dollar gestiegen und lag damit bei bereits 1,019 Milliarden US-Dollar. Und hier erwartet Autodesk auch in den nächsten Jahren spürbare Umsatzsteigerungen. Dies machte man bereits Mitte Oktober vergangenen Jahres auf der Investorenkonferenz in San Francisco klar. Denn Andrew Anagnost, Senior Vice President, Industry Strategy & Marketing bei Autodesk, erläuterte damals die künftige Lizenzstrategie des Unternehmens. Und die sieht unter anderem vor, dass es ab dem ­
1. Februar 2015 nicht mehr möglich sein wird, für Stand-alone-Lizenzen (Lizenzen ohne Wartungsvertrag) Upgrades zu kaufen. Wer also bis dahin kein Subscription-Kunde wird, muss ab diesem Zeitpunkt dann mit seiner installierten Version weiterarbeiten. Autodesk spekuliert hier sicherlich, dass viele dieser Kunden einen Wartungsvertrag abschließen. Das Potenzial ist jedenfalls vorhanden, denn im kommerziellen Umfeld soll es noch rund 2,8 Millionen Autodesk-Lizenzen ohne Wartungsvertrag geben. Ebenfalls noch keine Subscription-Kunden sind die mehr als 14 Millionen Cloud-User und die vielen Autodesk-Anwender an den Schulen und Universitäten. Dieses Feld will nun Autodesk in den kommenden Jahren bestellen. Um jährlich 12 Prozent sollen die Einnahmen aus Subscription-Modellen in den Finanzjahren 2014 bis 2018 steigen. Für die Anwender sollen so niedrigere Einstiegsinvestitionen und maßgeschneiderte Anwendungen mit transparenten Kosten auf der Habenseite stehen.
Zudem will Autodesk die Kunden mehr und mehr von Einzel-Lizenzen hin zu seinen Suites drängen. Hier erwartet das Unternehmen höhere Gewinne pro Anwender als mit Einzelplatz-Lizenzen. Zudem sind Suite-Anwender offensichtlich in höherem Maß bereit, Wartungsverträge abzuschließen.
Aber geht diese Rechnung auch auf? Ich bin jedenfalls darauf gespannt!
Sie dürfen mir gerne mitteilen, was Sie davon halten. Schreiben Sie mir einfach eine E-Mail.

Rainer Trummer, Chefredakteur
rt@win-verlag.de

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