Metallbearbeitung erfolgreich digitalisieren

Von der Kalkulation bis zur Online-Fertigung

Die 2020 als Start-up aus Trumpf ausgegründete Optimate GmbH will es ermöglichen, nachhaltiger zu konstruieren, Kosten zu senken und effizienter zu produzieren. Dabei setzt Optimate beim Bauteil an und analysiert dieses, noch bevor es überhaupt in die Produktion gelangt. Jüngste Funktionserweiterung sind die digitale Zerlegung und Analyse von Baugruppen sowie ein CAD-Plug-in.

AUTOCAD Magazin 06/2023

AUTOCAD Magazin 06/2023

Online-Fertigung auf dem Vormarsch?

Liebe Leser,

noch immer machen Lieferengpässe vielen Unternehmen schwer zu schaffen — und damit auch den Kunden, die auf deren Produkte angewiesen sind. Gerade ist es die Arzneimittelknappheit, die Anlass zur Sorge gibt. Ein Grund: die Abhängigkeit von den Wirkstofflieferanten in Asien. Übertragen auf Rohstoffe dürfte das vielen Fertigungsunternehmen aus den vergangenen Jahren bekannt vorkommen. Aber im Unterschied zur Phar­mabranche sehen die sich oft schon aus dem Gröbsten heraus. Vielleicht zu früh: Die Anforderungen der Energiewende und geopolitische Krisenherde könnten Engpässe und abreißende Lieferketten unversehens wieder auf die Tagesordnung bringen.

Wie können sich Fertigungsunternehmen dagegen wappnen? Inwiefern Plattformen und Konzepte für die Online-Fertigung dazu taugen, die genannten Unwägbarkeiten abzufedern, erfahren Sie in unserem Schwerpunkt zur Metallbearbeitung. Wenn etwa ein Zulieferer ausfällt, lassen sich Kapazitäten im Fertigungsnetzwerk leichter umverteilen, wie Sie auf Seite 10 erfahren. Andererseits kann auch eine Machbarkeitsanalyse bei der Konstruktion von Blechteilen Zeit und wertvolle Rohstoffe einsparen helfen — umso besser, wenn sie dann auch noch in die bestehende CAD-Software und die entsprechenden Workflows eingebunden ist. Mehr dazu lesen Sie auf Seite 8.

Ob Online-Fertigung oder Lohnfertigung — ohne CAM-Software funktioniert jedenfalls keine von beiden. Worauf Anwender bei der Auswahl der passenden CAM-Lösung achten sollten und was sie in Zukunft erwartet, erklären vier CAM-Fachleute auf den Seiten 42 bis 45.

Und – last but not least – möchte ich auch auf unsere Rubrik Architektur und Bauwesen hinweisen, die von nun an wieder einen festen Platz im Heft erhält. In dieser Ausgabe berichten wir unter anderem über In­frastrukturprojekte – von Siegen bis
Jakarta.

Andreas Müller
Chefredakteur

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