12.05.2021 – Kategorie: Fertigung & Prototyping

Produkt-Design: Welche Teile sich additiv fertigen lassen — und wie

Produkt-Design mit genauer Analyse additiver Fertigungsmöglichkeiten mit der Software Castor EnterpriseQuelle: Castor

Die Software Castor Enterprise analysiert jeden Bestandteil im bestehenden Produkt-Design, identifiziert automatisch Teile, die sich für den 3D-Druck eignen und schlägt die passenden Materialien oder notwendige geometrische Änderungen vor.

  • Der 3D-Druck-Softwareentwickler Castor hat an der Hannover Messe sein Enterprise-Produkt — Castor Enterprise vorgestellt.
  • Mit der Lösung für das Produkt-Design mit additiven Verfahren betritt das israelische Start-up nun den DACH-Markt.
  • Hersteller können damit ihre additive Fertigung zuverlässig optimieren.

Castor Enterprise ist eine cloud-basierte und On-Premises-Software, die jeden Bestandteil im bestehenden Produkt-Design in der diskreten Fertigung analysiert und automatisch Teile identifiziert, die sich sowohl technisch als auch wirtschaftlich für den 3D-Druck eignen. Die Software schlägt die am besten geeigneten Materialien vor, identifiziert geometrische Änderungen, zeigt einen Break-even-Point und simuliert Fehler. Mit der Castor-Lösung sollen sich Kosteneinsparungen von bis zu 50 % erzielen lassen. Die Markteinführung von Produkten wird erheblich beschleunigt.

Die Software basiert auf dem Feedback von mehr als 80 Unternehmen, die in den vergangenen 24 Monaten 30’000 Teile mit der Lösung analysiert haben, darunter auch F-500-Unternehmen. Zu den herausragenden Merkmalen der Software gehört die Möglichkeit der Teilekonsolidierung sowie der Identifizierung potenziellen Gewichtseinsparungen mit Hilfe einer schnellen Finite-Elemente-Analyse.

„Wir haben gesehen, dass unsere Kunden eine Lösung brauchen, die nicht nur die Schwachstellen und Optimierungsfragen eines bestehenden Designs aufdeckt, sondern auch Potential aufzeigt mit Blick auf Design For AM“, so Omer Blaier, Mitbegründer und CEO von Castor. „Mit Castor Enterprise bieten wir ein ausgeklügeltes Tool, das jene kleinen Änderungen aufzeigt, die einen großen Einfluss auf die Bottom Line eines Unternehmens haben können.“

Wert der additiven Verfahren für das Produkt-Design erkennen

Castor Enterprise soll den Wert der additiven Fertigungsverfahren mit Verlässlichkeit maximieren und Wettbewerbsvorteile schaffen:

  • Die Fähigkeit, Tausende von CAD-Modellen gleichzeitig bei geringem Aufwand zu analysieren, und substantielle Ergebnisse zu liefern.
  • Analyse des gesamten Produktdesigns auf Basis der CAD-Daten: 3D-basierte Analyse
  • Design-Optimierung (DFAM-Tools): Fähigkeit zur automatischen Gewichtsreduzierung und Teilekonsolidierung mechanischer Teile
  • Die Software ist so aufgebaut, dass Anwendende fast alle voreingestellten Werte ändern können, wie kundenspezifische Kalkulationen zur Kostenabschätzung, Empfindlichkeit der Materialeigenschaften, Betriebskosten an verschiedenen Stellen der Lieferkette (Lagerbestand, Versand, Arbeitskosten). Die Lösung ist PLM/ERP-integrationsfähig und komplett offline On-Premises verfügbar

„Durch die Automatisierung des Screening-Prozesses von Tausenden von Teilen ersparen wir den AM-Fachleuten Stunden manueller Arbeit. Indem wir schnell tiefe Einblicke liefern, die in umsetzbare Entscheidungen münden, bringen wir Hersteller näher an die Maximierung des potenziellen Gewinns mit 3D-Druck.“, so Omer Blaier, Mitbegründer und CEO von Castor.

Die Leistungsmerkmale von Castor Enterprise beruhen auf vier Säulen:

  • Analyse der geometriebedingten Einschränkungen; basierend auf der Mindestwandstärke und dem Trägermaterial
  • Analyse der Materialeigenschaften; Vergleich der mechanischen Eigenschaften der 3D-gedruckten Teile mit den Materialeigenschaften der traditionellen Fertigung
  • Strukturelle Analyse unter Berücksichtigung externer Belastungen, die auf die Teile einwirken
  • finanzielle Break-Even-Point-Analyse im Vergleich zu traditionellen Fertigungsmethoden.

Castor ist ein in Israel ansässiges Softwareunternehmen, das 2017 von Omer Blaier und Elad Schiller gegründet wurde. Beide Unternehmer haben weitreichende Erfahrung im Kontext von Maschinenbau und Softwaretechnik. Das Unternehmen verfolgt die Mission, Hersteller dabei zu unterstützen, die Rentabilität im Produkt-Design durch den Einsatz von industriellem 3D-Druck zu steigern. Castor entwickelt Tools, die der Herausforderung gewachsen sind zu identifizieren, wo, wann und wie 3D-Druck eingesetzt werden kann, um Kosten zu senken. Das Unternehmen wird vom großen Speciality Chemicals Unternehmen Evonik unterstützt und gab kürzlich seine Partnerschaft mit Siemens Digital Industries Software bekannt. Die Produktlinie von Castor umfasst auch Castor Light, die Basisstufe für AM-Neueinsteiger, sowie Castor White Label; eine vollständig gebrandete, maßgeschneiderte Plattform, die Lead Generation-Tools zur Verbesserung des AM-Geschäfts bietet.

Weitere Informationen: https://www.3dcastor.com/

Erfahren Sie hier mehr über 3D-Druck-Software für gestiegene Ansprüche in der Kleinserienfertigung.

Lesen Sie auch: „Ultraschallsensor und KI: Wenn der Schuh weiß, wo es lang geht“


Teilen Sie die Meldung „Produkt-Design: Welche Teile sich additiv fertigen lassen — und wie“ mit Ihren Kontakten:

Zugehörige Themen:

3D-Druck, Additive Fertigung, Software

Scroll to Top