Produktentwicklung: Studierende bringen Ästhetik in den Motorenbau

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Produktentwicklung: Studierende bringen Ästhetik in den Motorenbau

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print
Die Ästhetik von Motoren gehört in der Regel nicht zu den Schwerpunkten der Produktentwicklung. Eine Kooperation zeigt, wie sich das ändern lässt.
Produktentwicklung im Motorenbau bringt Ästhetik ins Spiel

Quelle: FPT Industrial

  • Motoren werden nicht nur als Energieerzeuger konzipiert und wahrgenommen, sondern auch als Markenbotschafter.
  • Sie dienen so als Kommunikationsmittel, um die Grundwerte und die Ziele der Marke zu vermitteln.
  • Doch nur selten gehört die Ästhetik von Motoren zu den Schwerpunkten der Produktentwicklung in der Motorenbranche.
  • Antriebsspezialist FTP arbeitet mit mit der Design-Hochschule IEDCampus in Turin zusammen, um das zu ändern.

FPT ist jedoch vor Kurzem mit dem IEDCampus in Turin (European Institute of Design) neue Wege gegangen. An der renommierten, 1996 gegründeten Hochschule werden die Fachrichtungen Design, Mode, Bildende Kunst und Kommunikation unterrichtet und erforscht. FPT gibt nun der Produktentwicklung eine neue Richtung und entwickelt in Kooperation mit dem IED Antriebsmotoren mit einer ausgewogenen Mischung aus künstlerischem Design, Funktion und Effizienz.

Eine Partnerschaft wie die zwischen FPT Industrial und dem IED ist branchenweit neu. Ziel der Zusammenarbeit ist es, das Design und die Produktionsqualität der Motoren der Marke sowie den Humanisierungsprozess sichtbar zu machen, mit dem die Benutzerfreundlichkeit des Produktes fortwährend gesteigert wird. Auch die Farbe Rot, die bei FPT als unverwechselbares Symbol für Kraft und die Leidenschaft für Leistung steht, sollte wieder ins Spiel kommen. In ihren Projekten haben es die Studenten mit einer Reihe von Stil- und Kreativitätsübungen geschafft, die hohe Produktqualität und die Individualität der Marke zum Ausdruck zu bringen.

Produktentwicklung mit vier Teams

Seit Ende Oktober 2019 kooperieren vier Teams, die sich jeweils aus Studenten der Bereiche Produkt-, Verkehrs- und Grafikdesign zusammensetzen, im Rahmen eines eng getakteten Zeitplans mit FPT zusammen. Die Studenten besuchen das Werk, führen intensive Gespräche mit verschiedenen Leitern des Unternehmens und werden dabei von Tutoren von FPT unterstützt. So sollen die Teilnehmer aus erster Hand Fachwissen über die Produktentwicklung und die Welt der Motorenproduktion erhalten und dazu inspiriert werden, die Branche aus einer neuen Perspektive zu interpretieren und ihre Kreativität auf einem Feld mit neuen Regeln anzuwenden.

Die Aufgabe des Texturen-Teams bestand darin, eine Reihe von Mustern für das Motorengehäuse zu entwerfen, um es selbst dann unverkennbar zu machen, wenn die Motoren von den Kunden umlackiert werden. Bei den resultierenden Entwürfen wurden die Logos von FPT durch Themen kreativ interpretiert, die vom Tierreich bis hin zur Schallübertragung im All reichten.

Das Label-Team wiederum entschied sich dazu, den Motoren der Marke in jederlei Hinsicht, auch in puncto Kosten, einen nachhaltigen Charakter zu verleihen. Es beschäftigte sich mit verschiedenen Elementen wie dem Ölstandsmesser. Dieser wurde durch das Logo der Marke personalisiert und zu einem Element im Motorraum gemacht, das sofort ins Auge sticht. Außerdem entwickelte das Team ein Label aus recyceltem Kunststoff, auf dem einige Motorenmerkmale beschrieben sind und in dem Multimedia-Inhalte untergebracht werden können.

Das Formen-Team stellte sich der schwierigen Aufgabe, ein Konzept für die Messepräsentation der Motoren vorzulegen, um deren einzigartigen, markanten und unverkennbaren Charakter zum Ausdruck zu bringen und sie wie moderne Kunstwerke wirken zu lassen. Mit dem entstandenen Konzept, an dem sich sogar künstlerische Größen wie der Digital-Art-Guru Cao Fei beteiligen sollen, werden Produkte und deren Leistung durch die aktive Kommunikation mit dem Publikum und den Ausstellungsräumen auf eine ganz neue Art präsentiert.

Bildquelle: FTP Industrial

Anerkennung hat auch die Idee des Farben-Teams verdient, einige Schlüsselkomponenten des Motors mit einer hitzeempflindlichen Farbe zu streichen. Beim Anstieg der Temperatur sollen so bisher unsichtbare Details und Inhalte zum Vorschein kommen, die von außen zeigen, was eigentlich im Motor vor sich geht.

Die Teams brachten Ihre Ideen anschließend bei der Geschäftsführung von FPT Industrial und dem Style Center von CNH Industrial vor.

Ungewöhnliche Entwürfe, die aktuelle Designtrends in den Motor bringen

 „Wir waren begeistert darüber, mit welcher Motivation sich die Studenten sich in unseren Sektor eingebracht und mit den Themen unserer Branche experimentiert haben, die ja manchmal nur um das Engineering zu kreisen scheint. Sie sind unvoreingenommen und mit einem unerschöpflichen Maß an Enthusiasmus, Kreativität und Positivität an die Sache herangegangen“, meint Egle Panzella, Projektleiterin und Managerin für Markenwert, Nachhaltigkeit und Markenerbe bei FPT Industrial. „Die Ergebnisse sprechen für sich. Die verschiedenen Teams hatten nicht nur hervorragende Ideen zu Inhalten und zur Umsetzbarkeit, sondern haben über die gestellte Aufgabe hinaus mithilfe eines multimedialen Ansatzes erforscht, wie die Motoren von FPT Industrial auf die innovative Art in unterschiedlichen Bereichen zu Protagonisten werden können.“

„Die Teams haben uns mit ihren überaus originellen Ideen überrascht und bewiesen, wie man durch kreative Arbeit Elemente in den Motor bringen kann, die an die neuesten Designtrends angelehnt sind“, so Silvio Meoni, F1A Program Manager. „Wir wollten ungewöhnliche Entwürfe sehen und die Studenten haben sich tatsächlich einschränkungslos kreativ ausgelebt, sich inspirieren lassen und gezeigt, dass ein Motor auch ein Objekt sein kann, das gestalterische Möglichkeiten birgt.“

Weitere Informationen: https://www.fptindustrial.com/global/de

Erfahren Sie hier mehr über ausgezeichnetes Design für Maschinenelemente.

Lesen Sie auch: „Ducati Corse: Mit Simulation entscheidende Sekunden gewinnen“

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
1 Kommentar
Oldest
Newest
Inline Feedbacks
View all comments
Sebastian
Sebastian
24. Juli 2020 7:22

Irgendwie Steinzeit! Wieso verschwendet man Resourcen an einem Objekt, das zumindest im Konsumerbereich ausstirbt? Ist das versuch, an einer alten Technologie krampfhaft festzuhalten? Die kreativen Köpfe hätten lieber ihre Engergie darauf verwenden sollten, Brennstoffzellen, Elektromotoren, Batterien und Antriebselektronik mehr sexy zu machen. Hier gibt es sicherlich genauso viel Potential, würde aber einer umweltfreundlichen Zukunft vielmehr dienlich sein!

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Faro, Anbieter von 3D-Messtechnik und Bildgebungslösungen für 3D-Design präsentiert die neue Software Faro RevEng. Diese Softwareplattform verspricht Anwendern ein leistungsfähiges Tool, das sich für eine Vielzahl von Herausforderungen im Bereich Reverse Engineering und Design eignet. 

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktionsbrief ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Wir wollen immer besser werden!

Deshalb fragen wir SIE, was Sie wollen!

Nehmen Sie an unserer Umfrage teil, und helfen Sie uns noch besser zu werden!

zur Umfrage

Aktuelle Ausgabe

Topthema: Fabrikplanung mit Augmented Reality

Zukunftstechnologie in der täglichen Arbeit

Mehr erfahren

Tragen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich ein, um keinen Artikel mehr zu verpassen!

* Jederzeit kündbar

Entdecken Sie weitere Magazine

Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.