Produktionsplanung: Mit KI schneller vom Produktdesign zur Auslieferung

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Produktionsplanung: Mit KI schneller vom Produktdesign zur Auslieferung

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print
Ein Forschungsprojekt der TU Ilmenau soll es kleinen und mittleren Unternehmen ermöglichen, die Planung der Produktionsprozesse schon in frühen Entwicklungsphasen mithilfe von künstlicher Intelligenz zu verbessern.
Produktionsplanung für KMU mit künstlicher Intelligenz

Quelle: Gorodenkoff/Shutterstock.com

  • Die Technische Universität Ilmenau hat ein Forschungsprojekt gestartet, das kleinen und mittleren Unternehmen ermöglichen soll, ihre Produktionsprozesse mithilfe künstlicher Intelligenz besser zu planen.
  • In dem Verbundprojekt unter der Leitung des Unternehmens Berghof Systeme entwickelt das Fachgebiet Fertigungstechnik gemeinsam mit drei thüringischen Unternehmen eine neuartige selbstlernende Technik, mit der die Zeitspanne zwischen der Produktentwicklung über die Herstellung bis zur Auslieferung eines neuen Produkts verkürzt wird.
  • Indem sie bereits in der Entwicklungsphase Kapazitäten für die Fertigung reservieren und die Kostenkalkulation angehen, können kleine und mittlere Unternehmen besser planen, Liefertermine einhalten und Kosten senken.

Noch tun sich kleine und mittlere Unternehmen oft schwer, die Herstellung eines neuen Produkts mit Blick auf den Auslieferungstermin zuverlässig zu planen und die Kosten exakt vorher zu bestimmen. Ohne digitale Techniken zu nutzen, wird von der Produkt- oder Projektidee ein erster Entwurf gemacht, auf dessen Basis alle Daten des Produktionsprozesses geschätzt werden: die Anzahl der zu verwendenden Bauteile, der mögliche Liefertermin, die Gesamtkosten für die Produktion usw. Doch selbst erfahrene Mitarbeiter liegen bei diesem Vorgehen im Hinblick auf die Produktionsplanung nicht selten weit daneben. Insbesondere bei neuen Produkten, die in dieser Form noch nicht im Unternehmen gefertigt wurden, kommt es zu gravierenden Planungsfehlern und zu Fehlkalkulationen. Die Folge sind verspätete Liefertermine oder plötzlich stark ansteigende Herstellungskosten.

Präzise Produktionsplanung für Abläufe, Zeitspannen und Kosten

Das Projekt AgiLief („Agile Engineering- und Lieferkettenplanung für neue Produkte durch frühzeitige Mustererkennung“), das die TU Ilmenau gemeinsam mit drei Partnern – dem Softwareentwickler Berghof Systeme, Analytik Jena GmbH, einem Unternehmen für Analysemesstechnik und Biotechnologie, und IWB Industrietechnik GmbH, einem Maschinenbauunternehmen aus Gotha – durchführt, verspricht eine präzise Planung der Produktionsabläufe, -zeiten und -kosten. Zwei Jahre lang entwickelt die TU Ilmenau mit ihren Partnern eine selbstlernende Planungssoftware, die es ermöglichen soll, die Entwicklungs- und Fertigungskapazitäten bereits zu Beginn des Herstellungsprozesses für alle Herstellungsabläufe zur Verfügung zu haben und im Laufe der weiteren Produktentwicklung in Echtzeit zu präzisieren. So soll die Zeitspanne zwischen Entwicklung und Herstellung eines neuen Produkts deutlich verkürzt werden.

Mithilfe von Daten früherer Unternehmensprojekte ermittelt die Planungssoftware durch Nutzung von Künstlicher Intelligenz und Methoden der Mustererkennung bereits bei der Erstellung des ersten Entwurfs des neuen Produkts oder des neuen Projekts die dafür benötigten Entwicklungs- und Fertigungskapazitäten. Bei fortschreitendem Produktionsprozess wird die sich selbst verbessernde Software stetig synchronisiert und aktualisiert, sodass dem Unternehmen zu jedem Zeitpunkt die neuesten Daten vorliegen.

Die so auf Basis der systematischen Analyse ermittelten Daten werden automatisch an ein angeschlossenes Netzwerk von Partnerunternehmen weitergeleitet, damit zum Beispiel Lieferanten sich Termine frühzeitig vormerken können und für die Auslieferung der Produkte eine zuverlässige Planungsgrundlage haben.

Bessere Vernetzung von kleinen und mittleren Unternehmen in Thüringen

Prof. Jean Pierre Bergmann, Leiter des Fachgebiets Fertigungstechnik an der TU Ilmenau, verspricht sich von der neuen Planungssoftware für kleine und mittlere Unternehmen mehr als nur eine zuverlässige Produktionsplanung und Kosteneinsparungen: „Die Digitalisierung ihrer Produktionsprozesse wird es kleinen und mittleren Unternehmen in Thüringen ermöglichen, sich besser miteinander zu vernetzen und so gemeinsam, sozusagen als großes Unternehmen, zu agieren und Aufträge zu finden, die sie alleine nicht hätten akquirieren können. Mit dem AgiLief-Projekt wollen wir ihnen den Übergang von der verlängerten Werkbank zum Enabler von neuen Produkten ermöglichen. Ich bin überzeugt, dass dies starke Impulse für die thüringische Wirtschaft haben wird.“

Mithilfe der in den kommenden zwei Jahren zu entwickelnden Produktionssoftware wird an der TU Ilmenau eine Demonstrationsanlage aufgebaut, die eine digitalisierte Hersteller-Lieferanten-Kunden-Beziehung simuliert. Dann erhalten kleine und mittlere Unternehmer in Thüringen Einblick in modernste Produktionstechnologie, um diese in der Zukunft auch in ihrem Unternehmen einzusetzen.

Weitere Informationen: https://www.tu-ilmenau.de/

Erfahren Sie hier mehr darüber, wie künstliche Intelligenz und Engineering in der Triebwerkskonstruktion zusammenwirken.

Lesen Sie auch: „Damit es immer aufwärts geht: 3D-Konfigurator für Steigleitern“

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Der smarte Handschuh ProGlove befindet sich bereits bei führenden Herstellermarken aus den Bereichen Automotive, Logistik und Chemie im Einsatz. Nun haben die Workaround GmbH, die Albis Plastic GmbH und BASF eine wichtige Komponente eine seiner wichtigen Komponenten überarbeitet. Nach sorgfältiger Analyse kommt nun an der integrierten Scaneinheit Ultramid Vision zum Einsatz und ermöglicht damit noch einfachere, schnellere und sicherere Arbeitsprozesse. Auf der Fakuma 2018 in Friedrichshafen wird die optimierte Version nun einem breiten Fachpublikum präsentiert.

Diehl Aviation fertigt Ausrüstung rund um die Flugzeugkabine für Hersteller wie Airbus, Boeing, Bombardier und Embraer. Die Fertigungsunterlagen der Kunden werden bei Diehl Aviation in Laupheim im zentralen SAP-System abgelegt und in den Werken mittels Fertigungsinfosystem abgerufen. Nun hat sich der Hersteller für die Einführung von SAP Engineering Control Center entschieden.

Top Jobs

Vertriebspartner
BricsCAD, bundesweit
› weitere Top Jobs

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktionsbrief ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Wir wollen immer besser werden!

Deshalb fragen wir SIE, was Sie wollen!

Nehmen Sie an unserer Umfrage teil, und helfen Sie uns noch besser zu werden!

zur Umfrage

Aktuelle Ausgabe

Topthema: Neue Konzepte für Brückeninspektionen Mehr Sicherheit mit Drohne und digitalem Zwilling

Neue Konzepte für Brückeninspektionen

Mehr erfahren

Tragen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich ein, um keinen Artikel mehr zu verpassen!

    * Jederzeit kündbar

    Entdecken Sie weitere Magazine

    Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

    Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.