18.03.2022 – Kategorie: Fertigung & Prototyping

Prototypenteile für Motorräder: KTM setzt auf ganzheitlichen DLP-Prozess

KTMQuelle: walterericsy/stock.adobe.com

Mit dem Stereolithografie-System (DLP) von Genera kann KTM Prototypen nach den Standards der späteren Serienproduktion fertigen.

  • Das Stereolithografie-System (DLP) des österreichischen Start-ups Genera ermöglicht das sichere reproduzierbare Drucken sowie Nachbearbeiten von Bauteilen in einem ganzheitlichen Prozess.
  • Die Teile lassen sich zudem sofort verwenden, und das überzeugte auch Europas größten Motorradhersteller KTM.
  • Beide Unternehmen geben zum Rapid.Tech 3D Fachkongress 2022 in Erfurt Einblicke in ihre Zusammenarbeit.
  • Genera ist mit seinen Lösungen außerdem erstmals Aussteller auf der deutschen AM-Kongressmesse.

KTM Technologies suchte einen Hersteller elastischer Prototypenteile für Sitze. Viele industrielle 3D-Drucker konnten die Anforderungen nicht erfüllen, die des österreichischen Start-up Genera hingegen schon. „Mit diesem System ist es gelungen, die gewünschten Prototypen nach den Standards zu fertigen, die für die weitere Serienproduktion erforderlich sind. Mittlerweile arbeiten wir kontinuierlich zusammen. Wir brauchen den 3D-Druck für unsere Entwicklungsprojekte“, betont Florian Fischer. Der Projektleiter für additive Fertigung bei KTM Technologies und Genera-Gründer und -Geschäftsführer Dr. Klaus Stadlmann werden zum Rapid.Tech 3D-Fachkongress aufzeigen, welche Möglichkeiten der industrielle DLP-Prozess für neue Motorradapplikationen bei KTM bietet.

Genera erfüllt die Anforderungen von KTM

Das Genera-Team informiert außerdem in der Rapid.Tech 3D-Ausstellung über seine Produkte und Leistungen. „Mit unserem DLP-System G2/F2sind wir 2020 in den Markt gestartet. Seitdem haben wir die Entwicklung vorangetrieben und können weitere Produkte vorstellen, so eine Automatisierungszelle für einen 24-Stunden-Betrieb des G2/F2-Systems und ein kompaktes kombiniertes All-in-One-System, die G3, für Drucken, Waschen und Nachbelichten, das vor allem für kleinere Unternehmen sowie Forschungseinrichtungen interessant sein dürfte“, sagt Dr. Stadlmann und ergänzt: „Wir freuen uns bei unserer Premiere in Erfurt auf interessante Gespräche. Vielleicht lässt sich bereits das eine oder andere Projekt anbahnen. Auch zum Thema Materialauswahl können wir einiges beitragen.“ Genera hat sich mit Partnern wie Henkel, BASF und Evonik ein großes Portfolio an Materialien aufgebaut, die für den DLP-Prozess qualifiziert sind. „Der Anwender kann sich darauf verlassen, was im Datenblatt steht“, unterstreicht Florian Fischer.

Nachhaltige Mobilität von Fahrrad bis Flugzeug dominiert ersten Kongresstag

Der KTM-Experte und der Genera-Gründer sind mit ihrem Tandem-Vortrag Teil eines von Mobilitätsthemen dominierten Eröffnungstages der Rapid.Tech 3D. Keynotes von Porsche, Airbus und Sauber zeigen dabei auf, wie AM für Innovationen in der E-Mobilität, in weiteren Straßen- und in Luftfahrzeugen genutzt wird. Noch mehr in die Anwendungsbreite geht anschließend das Forum Automobil & Mobilität. „3D-Druck erweist sich zunehmend als ein Hebel für nachhaltige Mobilitätslösungen. Bei der Themenauswahl haben wir Wert daraufgelegt, über den Automobilbereich hinaus die vielfältigen Ansätze vorzustellen, die es vom Fahrrad über den Zug bis hin zum Flugzeug gibt. Es handelt sich dabei keineswegs mehr um Exoten, sondern um alltagstaugliche Verkehrsmittel, die zu klimafreundlicher Mobilität beitragen“, erklären Frank Cremer von 3D-Systems und Dr. Bernhard Müller vom Fraunhofer Kompetenzfeld Additive Fertigung. Beide AM-Experten haben den ersten Kongresstag im Mobilitätsbereich federführend konzipiert und organisiert.

Bild oben: Additiv gefertigte Fahrwerkskomponente am Motorrad. Foto: KTM

Weitere Informationen zum Rapid.Tech 3D-Fachkongress: https://www.rapidtech-3d.de/besucher/kongressprogramm/

Tickets für die Rapid.Tech 3D online erwerben: https://www.rapidtech-3d.de/ticket/

Erfahren Sie hier mehr über Simulationen bei Ducati Corse.

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