Rapid.Tech-Konferenz: Neues Verfahren erweitert Grenzen des Metall-3D-Drucks

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Seit 2015 entwickelt das in Europa noch wenig bekannte US-amerikanische Unternehmen Desktop Metal an der Bound Metal Deposition-Technologie (BMD). Mit dieser sollen sich komplexe Bauteile aus Stahl, Edelstahl, Kupfer und Legierungen schneller und kostengünstiger herstellen lassen, als mit allen anderen verfügbaren additiven Technologien. Aber das ist nur eines der Themen auf dem Forum 3D Metal Printing am 6. Juni 2018 im Rahmen der Rapid.Tech. Hier ein Einblick in die Funktion des Forums.

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Seit 2015 entwickelt das in Europa noch wenig bekannte US-amerikanische Unternehmen Desktop Metal an der Bound Metal Deposition-Technologie (BMD). Mit dieser sollen sich komplexe Bauteile aus Stahl, Edelstahl, Kupfer und Legierungen schneller und kostengünstiger herstellen lassen, als mit allen anderen verfügbaren additiven Technologien. Aber das ist nur eines der Themen auf dem Forum 3D Metal Printing am 6. Juni 2018 im Rahmen der Rapid.Tech. Hier ein Einblick in die Funktion des Forums.

Nach 2016 und 2017 gibt die Messe Erfurt auch in diesem Jahr dem jungen Bereich des metallischen 3D-Drucks ein Extra-Podium. „In den metallischen Verfahren liegt viel Zukunftspotenzial, das es zu erschließen gilt. Das Forum ist deshalb die Plattform, um einerseits neue Entwicklungen zu präsentieren sowie andererseits Prozesserkenntnisse aus Anwendungen zu spiegeln, die wiederum in künftige Innovationen einfließen“, erläutert Daniel Hund, Kommunikationsleiter der Concept Laser GmbH, seit Ende 2016 Teil von GE Additive, und verantwortlich für die Inhalte des Forums 3D Metal Printing.

Größenbegrenzen

Eine technische Einschränkung des Additive Manufacturing (AM) ist die derzeitige Größenbegrenzung bei Bauteilen. Die FIT AG löst diese Beschränkung durch den Einsatz des Wire Arc Additive Manufacturing (WAAM) auf und nutzt dieses additive Aufschweißverfahren für die Herstellung großvolumiger Metallteile. Die massiven Rohkörper werden mittels CNC-Technik nachbearbeitet. Auch ein Aufschweißen auf Grundkörper ist möglich. Die Aufbaurate liegt dabei deutlich über der Rate pulverbettbasierter Verfahren. Wie das Verfahren im praktischen Einsatz weiter optimiert wird, ist Gegenstand eines Anwendervortrags in diesem Forum. In einem weiteren Beitrag stellt Trumpf seine AM-Industrialisierungskompetenz am Beispiel eines Projekts für Bosch-Rexroth vor.

Der Werkzeug- und Formenbau-Dienstleister Jell berichtet über den Einsatz des 3D-Metallschmelzens vom Prototyping bis zur Serienfertigung. Die Auswirkung der Gasatmosphäre während des Laserstrahlschmelzens beschreibt ein Vortrag von Air Liquide aus Frankreich. Die Leistungen der Röntgen-Computertomographie für die Qualitätssicherung additiv gefertigter Bauteile zeigt ein Beitrag von GE Sensing & Inspection Technologies.

Multimaterialverarbeitung

Den aktuellen Forschungsstand zur Multimaterialverarbeitung von Metallen mittels additiver Verfahren präsentiert die Fraunhofer-Einrichtung für Gießerei-, Composite- und Verarbeitungstechnik IGCV. Das Institut hat einen Pulverauftragsmechanismus entwickelt und hard- sowie softwareseitig in eine Laserstrahlschmelzanlage integriert, sodass damit der Aufbau von 3D-Multimaterialbauteilen in einer kommerziell verfügbaren Anlage möglich wird.

Die flankierenden Messen

Das Forum 3D Metal Printing ist Teil der Internationalen Messe und Konferenz für additive Technologien Rapid.Tech + FabCon 3.D vom 5. bis 7. Juni 2018 in der Messe Erfurt. Die Veranstaltung feiert in diesem Jahr ihr 15-jähriges Jubiläum. Sie findet seit 2004 in Erfurt statt und ist damit einer der internationalen Vorreiter für die 3D-Druck Technologien. Zum umfangreichen und in dieser Form einmaligen Programm der Kongressmesse gehören die Anwendertagung und das Forum AM Science, die jeweils am 6. und 7. Juni durchgeführt werden. Neu auf der Agenda steht an beiden Tagen das Forum Medizin-, Zahn- und Orthopädietechnik. Ebenfalls erstmals im Programm ist das Forum Recht am 5. Juni. An diesem Tag finden außerdem die Foren Additive Lohnfertigung, Konstruktion, Werkzeug-, Formen- und Vorrichtungsbau sowie Automobilindustrie statt. Am 6. Juni laden das Forum 3D gedruckte Elektronik & Funktionalität und am 7. Juni das Forum Luftfahrt ein und runden das hochkarätige Kongressprogramm der drei Messetage ab.

Nicht nur Metall im Kopf

Die 3D-Druck Community trifft sich erneut an allen drei Tagen zur 3D Printing Conference. Neben Trendthemen und technischen Innovationen präsentieren die Referenten auch Einblicke hinter die Kulissen ihrer Forschungs- und Entwicklungstätigkeit sowie von ausgerichteten Wettbewerben. Die Themenauswahl erstreckt sich von der Start-Up Finanzierung über Digital Fabrication bis hin zu Bildungsthemen. Beim Start-Up-Award werden wieder die innovativsten Gründer und bei der 3D Pioneers Challenge die besten Designideen gesucht.

Mehr als 200 Aussteller werden in der ausgebuchten Messe die neuesten Entwicklungen, Produkte und Leistungen rund um das Additive Manufacturing vorstellen. 2017 kamen 4.800 (2016: 4.500) Fachbesucher und Kongressgäste sowie 207 Aussteller (2016: 176) aus 13 Ländern zur Rapid.Tech + FabCon 3.D nach Erfurt.

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