Riesendrohne aus dem 3D-Drucker

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Das Berliner Technologie-Startup BigRep hat eine Drohne im FDM-Verfahren gedruckt, die größte in diesem Verfahren. Der Anbieter von großformatigem, seriellem 3-D-Druck stellte den ultraleichten, stabilen und mit Carbon-Sehnen verstärkten Copter-Rahmen der Drohne mithilfe des Druckers BigRep ONE her
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Das Berliner Technologie-Startup BigRep hat die größte FDM-3D-gedruckte Drohne der Welt gedruckt: DUSTER. Der Anbieter im Bereich des großformatigen, seriellen 3D-Drucks stellte den ultraleichten, stabilen und mit Carbon-Sehnen verstärkten Copter-Rahmen der Drohne mithilfe des BigRep ONE her, einem 3D-Drucker mit sehr großen Bauraum. Mit einer Abmessung von 220 x 190 x 60 cm ist der Copter-Rahmen der Drohne darauf ausgelegt, acht Elektromotoren mit jeweils bis zu 3,8 kW aufzunehmen. Die Nutzlast von DUSTER liegt bei 40 bis 60 kg. Wird diese voll ausgelastet, beträgt die mögliche Flugzeit zwischen sieben und 40 Minuten, durch die Verwendung weiterer Akkus kann sie auf bis zu 70 Minuten erhöht werden. 

Kombination aus 3-D-gedruckten Bauteilen und Carbonfäden

Die Drohne mit dem Spitznamen DUSTER hört offiziell auf den Namen OIC Copter System #42 OT. Das „OT“ steht dabei für „organic tensegrity“ und beschreibt sowohl die organische Bauform der 3-D-gedruckten Bauteile, die den Kern des Copter-Rahmens bilden, als auch der Carbon-Sehnen, welche die Spannung im Copter aufnehmen – im Stand, aber auch während des Fluges. Die Kombination aus den dünnwändigen, hohlen 3-D-Druckteilen und den Carbonfäden ist dabei essentiell für die Stabilität und Funktionstüchtigkeit einer ultraleichten Drohne dieser Größe: Die Druckteile sind besonders gut dazu geeignet, hohe Druckkräfte aufzunehmen, Biegemomente oder Zugkraft jedoch nicht; die Carbonfäden hingegen können zwar keine Druckkräfte aufnehmen, sind jedoch enorm zugstabil. Durch die Verbindung der beiden Werkstoffe lassen sich so die Defizite der einzelnen Materialien ideal ausgleichen und die Vorteile sinnvoll miteinander kombinieren. 

Zusammenarbeit mit Drohnenspezialist Robert Reichert

DUSTER wurde gemeinsam mit dem Drohnenspezialisten Robert Reichert von OiC Drones, dem ersten Full Service Drone Provider, entwickelt. Der Bauingenieur und Industriedesigner experimentierte bereits früh mit Systemen, um Kameras möglichst ruhig in der Luft zu tragen, und konzentriert sich mit OiC auf die Manufaktur hoch spezialisierter Flugroboter. DUSTER ist die größte Drohne, an deren Konstruktion Reichert bislang beteiligt war: „Ohne den BigRep ONE wäre die Herstellung einer Drohne dieser Größenordnung nicht möglich gewesen. Der großformatige 3-D-Druck ermöglicht es uns, im Drohnenbau in völlig neuen Dimensionen zu denken. Ich bin sehr stolz, an der Entwicklung von DUSTER beteiligt gewesen zu sein, schließlich setzt die Drohne eine völlig neue Benchmark.“

Einsatz vor allem in Industrie und Landwirtschaft

Der 3-D-gedruckte Copter-Rahmen des DUSTER ist als Plattform vielfältig einsetzbar, eignet sich jedoch unter anderem vor allem für die Anwendung im industriellen Bereich und der Landwirtschaft. Bei letzterem bietet sich das kontrollierte, teilautonome Fliegen von Düngemitteln sowie von biologischen Pflanzenschutzmitteln besonders an. So kann die Drohne beispielsweise beim nachhaltigen Anbau von Wein eingesetzt werden.
 

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