Rückblick: Moldflow User Meeting mit neuem Thema

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Im Juni 2018 fand das 9. Connect! Moldflow User Meeting mit hoher Beteiligung statt. Die Highlights waren von der Darmstädter PEG entwickelte Tools auf Basis der API-Schnittstelle der Benutzeroberfläche.

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Im Juni 2018 fand das 9. Connect! Moldflow User Meeting mit hoher Beteiligung statt. Die Highlights waren von der Darmstädter PEG entwickelte Tools auf Basis der API-Schnittstelle der Benutzeroberfläche.

20 Vorträge und 15 Trainingssessions machten den Teilnehmern die Auswahl nicht immer leicht, denn es gab neben grundsätzlich Neuem beim Release 2019 auch viele Neuheiten bei den Dauerthemen wie Bindenähte, Kühlung, Glasfaser oder Schäumen.

Kann ein User Meeting mit dem Thema Kunststoffspritzguss-Simulation etwas bieten, das so interessant ist, dass in dem Vortragsraum selbst Stehplätze knapp werden? „Damit haben wir absolut nicht gerechnet“, sagt Sven Theissen, Geschäftsführer der MF Software GmbH, Darmstadt, die im Juni 2018 das neunte Connect! European Moldflow User Meeting in Frankfurt Höchst ausgerichtet hat. Das unerwartet hohe Interesse galt dem Thema API, Application Programming Interface, vorgestellt von Bernd Martens, Plastics Engineering Group (PEG), Darmstadt. Diese Schnittstelle des Moldflow-Programms Insight (AMI) eröffnet neue Möglichkeiten, um mit Moldflow-basierten neuen Programmen viel Aufwand und Zeit zu sparen, zum Beispiel bei der Automatisierung von Arbeitsabläufen vorgestellt von Dominik Frey, Proctor & Gamble Braun GmbH. Aber auch andere neuartige Lösungen bei der Simulation sind mit der API Schnittstelle möglich: Daniel Kugele von der Audi AG berichtete in seinem Vortrag über eine neue Methodik zur Vorhersage optischer Fehlstellen beim Einsatz metallischer Effektpigmente im Bereich Automotive Exterieur und stellte sehr anschaulich dar, wie man auf diese Weise „Class A-Oberflächen“ sicherer macht. Dr. Mönnich (PEG) erläuterte im Anschluss die technischen Hintergründe des vom südhessischen Moldflow Spezialisten PEG entwickelten Tools und lud im Forum dazu ein, gemeinsam weitere Anwendungsgebiete zu erschließen.

Mehr Leistung, mehr Präzision

In 20 Vorträgen und 15 Training Sessions ging es um die Leistungsfähigkeit der Moldflow-Simulation in vielen verschiedenen Anwendungsgebieten. Mit ihr lassen sich nicht nur neue Bereiche erschließen, sondern auch Dauerthemen wie Bindenahtfestigkeit, Glasfaserbruch und -verteilung, Einlegeteile oder Kühlung mit immer höherer Genauigkeit und kürzerer Antwortzeit optimieren. Besonderes Interesse galt der Simulation des Schaumspritzgießens von Sichtteilen im Bereich Automotive Interieur, vorgetragen von Dr. Thomas Baranowski und Norbert Klar, Ford Werke GmbH. Sie konnten nachweisen, dass die Vorteile dieses Verfahrens wie Gewichtsersparnis, geringerer Verzug, weniger Einfallstellen, geringerer Spritzdruck und kürzere Zykluszeiten in Moldflow sehr gut dargestellt werden können; das ergab die Analyse des simulierten und des realen Spritzgießprozesses mit einem Musterwerkzeug. Diese Simulation wird bereits bei der Entwicklung verschiedener geschäumter Innenraumverkleidungen berücksichtigt.

Drei Vorträge zum Thema Bindenähte verdeutlichten, wie brisant dieses Thema ist und – wie komplex. Dr. Camilo Cruz, Robert Bosch GmbH, Stuttgart, zeigte in seinem Beitrag „Vorhersage des Mikrostrukturgefüges von Bindenähten in kurzfaserverstärkten Spritzguss-Bauteilen“, dass die Genauigkeit der Vorhersage der anisotropen mechanischen Eigenschaften in der Umgebung der Bindenähte stark von der korrekten Beschreibung der Information zum Mikrogefüge der Faser im Bindenahtbereich abhängig ist. Sein Versuch umfasst die Faserorientierung und den Fasergehalt in frontalen und fließenden Bindenähten beim Spritzgießen von kurzglasfaserverstärktem PBT. Der Vergleich Produkt/Simulation ergab, dass mit Moldflow eine gute Vorhersage möglich sei und in der Konstruktion unbedingt Beachtung finden sollte. Zu einem ähnlichen Ergebnis kommen Stefan Niedrig und Uwe Schilling, Brose Fahrzeugtechnik GmbH & Co. KG, mit ihrer Untersuchung von Einflussfaktoren auf die Bindenahtfestigkeit und deren Berechnung in FE-Simulationen. In ihrer Studie untersuchten sie, ob die mechanischen Kennwerte mittels der Variation von Prozessparametern beeinflusst werden können und stellten dar, inwiefern ein Bindenahtversagen am Bauteil simulativ besser berechnet werden kann. Auch Frau Dr. Ing. Sarah Frauholz, Huf Hülsbeck & Fürst GmbH & Co. KG, bekräftigte in ihrem Erfahrungsbericht „Simulation von glasfaserverstärkten Bauteilen in der Automobilbranche“ die Notwendigkeit einer genauen Berechnung der Faserverteilung und betonte, dass Moldflow hier verschiedene Modelle anbiete, die mittels Modellparametern optimal anzupassen seien.

Was ist neu in Moldflow?

Autodesk Entwicklungsleiter Dr. Franco Costa betonte zu Beginn seines Vortrags über „Neuigkeiten beim Release 2019 und weiterführende Forschungsprojekte“, dass Moldflow bei fast allen Programmen ständige Optimierungen und Erweiterungen entwickle und umsetze; wegen der Vielzahl der Programme würden die meisten Änderungen von den Nutzern gar nicht bemerkt. Es seien zwar oft nur Kleinigkeiten, die aber bezüglich der Vorhersagegenauigkeit und der Rechenzeit deutliche Verbesserungen erzielten – „an das Bessere gewöhnt man sich schnell.“ Unter anderem erwähnte er den neuen CFD Solver, mit dem konturnahe Kühlung um mehrere Faktoren schneller berechnet werden kann. Und: What’s new? „Shared View“, ein web-basiertes grafisches Kommunikationstool, das den Informationsaustausch zwischen Produktentwicklern wesentlich erleichtert und vor allem beschleunigt. Per Link können Anwender Simulationsergebnisse miteinander teilen, also bearbeiten und sofort wieder per Link zurücksenden – kein Vergleich mit dem Aufwand, der beim E-Mailing besteht.

Weitere Informationen: www.connect.moldflow.eu

Bild oben: Class A-Oberflächen sicherer machen: Daniel Kugele, Audi AG, stellt eine neue Methodik zur Vorhersage optischer Fehlstellen beim Einsatz metallischer Effektpigmente vor.

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